12. November 2021 / 13:20 Uhr

Pflicht-Aufgabe im Pokal und frischer Wind: ZFC Meuselwitz gastiert in Jena

Pflicht-Aufgabe im Pokal und frischer Wind: ZFC Meuselwitz gastiert in Jena

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Kann Benjamin Förster (r.) mit dem ein oder anderen Pokal-Tor in Jena Selbstvertrauen für die Liga tanken?
Kann Benjamin Förster (r.) mit dem ein oder anderen Pokal-Tor in Jena Selbstvertrauen für die Liga tanken? © Mario Jahn
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Der ZFC Meuselwitz sollte im Viertelfinale des Thüringenpokals keine großen Probleme haben. Die Mannschaft von Trainer Bergner gastiert beim Landesklasse-Vertreter SV Jena-Zwätzen. Des Weiteren haben die Zipsendorfer einen neuen Torwarttrainer geholt, welcher exotische Erfahrungen in das Team einbringt.

Meuselwitz. Endlich mal eine Aufgabe, die wahrscheinlich nicht so schwierig wird: Wenn Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz am Sonnabend, 13.30 Uhr, beim Landesklasse-Vertreter SV Jena-Zwätzen zum Viertelfinalmatch um den Thüringenpokal antritt, ist er klarer Favorit. Das sieht auch Trainer David Bergner so, von einer leichten Aufgabe will er, schon aus psychologischen Gründen, dennoch nicht sprechen. Bekanntlich führte derlei Leichtsinn schon für viele Vereine zu mancher Pokalpleite.

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Balance zwischen Probieren und Notwendigkeit

Nicht zu negieren ist indes der Unterschied von drei Spielklassen. Die Jenaer liegen in Landesklasse 1 aktuell auf Rang vier, spielten zuletzt zweimal remis und sind dreimal in Folge ungeschlagen. Im laufenden Pokalwettbewerb hatten die Männer von der Brückenstraße bislang keine höherklassigen Teams vor der Brust, haben mit dem VfB Pößneck aber immerhin einen ehemaligen Amateur-Oberligisten eliminiert. Die Meuselwitzer warfen zuletzt Oberligist (und vor kurzem Rot-Weiß Erfurt-Bezwinger) FC An der Fahner Höhe per 3:1 aus dem Rennen. Davor tat man Gleiches mit gleichem Ergebnis bei der SG SV Borsch. Ein erneutes 3:1 für den ZFC würde zwar den Zweck erfüllen, wäre aber kaum standesgemäß, weil zu niedrig. Wonach freilich in Kürze niemand mehr fragen, sprich kein Hahn mehr krähen würde.

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„Wir wollen das seriös handhaben, das Weiterkommen zählt. Wir werden aber ein bisschen etwas ausprobieren, Spielern eine Einsatzchance geben, die zuletzt nicht so oft oder lange gespielt haben“, sagt Bergner. Daraus wolle man die Balance zwischen Probieren und Notwendigkeit finden. Der Platz im Jenaer Norden ist relativ klein, momentan auch ziemlich weich. Darauf und auf einen wahrscheinlich eher defensiven Gastgeber müssen sich die Meuselwitzer einstellen.


Übrigens haben sie seit dieser Woche einen Torwarttrainer. Lukas Wojciak ist 44 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder und hat seinen Hauptwohnsitz in Offenbach bei Frankfurt am Main, gab der ZFC bekannt. „Ich freue mich riesig, dass ich nach meiner geplanten Auszeit von David Bergner das Vertrauen erhalten habe. Der Verein hat mich super aufgenommen.“, sagte der Neue, der unter anderem schon für die mongolische Auswahl und in Trinidad & Tobago tätig war. In Deutschland waren seine Stationen Rot-Weiß Frankfurt, Wehen Wiesbaden, VfB Oldenburg und Alemannia Aachen.