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Pflicht erfüllt: TV Jahn Duderstadt besiegt Schlusslicht HV Barsinghausen

Lieferte eine starke Leistung im Tor: Paul Koch. © Helge Schneemann

Im ersten Heimspiel seit November 2021 standen zunächst Solidaritäts-Bekundungen für die Ukraine im Mittelpunkt, ehe der TV Jahn die Pflichtaufgabe in der Handball-Oberliga gegen das Schlusslicht erfüllte.

Mit 31:26 (19:13) hat sich der TV Jahn Duderstadt gegen den HV Barsinghausen durchgesetzt und den vierten Saisonsieg eingefahren. Zwei Punkte gegen das Schlusslicht der Handball-Oberliga Niedersachsen waren Pflicht, das hatte Marcus Wuttke vor der Partie deutlich gemacht. Entsprechend erleichtert war der Duderstädter Trainer nach Spielende.

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Zunächst stand das Sportliche aber im Hintergrund. Ehe das erste Heimspiel der Duderstädter seit November angepfiffen wurde, setzten beide Mannschaften und die Schiedsrichter ein Zeichen gegen Putins Krieg in der Ukraine und liefen mit ukrainischen Flaggen sowie einem Banner mit der Aufschrift „STOP WAR“ in der Sporthalle „Auf der Klappe“ auf. Ekkehard Loest, Vorsitzender des TV Jahn, bekräftigte in einer kurzen Rede die Solidarität mit der Ukraine und erklärte, dass die Einnahmen des Spiels den Opfern des Krieges zugutekommen werden.

Solidarität für die Ukraine vor dem Spiel des TV Jahn Duderstadt gegen Barsinghausen

Zum Spiel: Die Anfangsminuten gestalteten sich ausgeglichen. Duderstadt ging durch Treffer von Justin Brand und Jannik Burgdorf in Führung, musste nach sechseinhalb Minuten jedoch den Ausgleichstreffer durch Barsinghausens Maik Bokeloh von der Siebenmeterlinie hinnehmen (3:3). Durch drei Treffer von Burgdorf in Folge setzten sich die Hausherren dann erstmals etwas ab (6:3/10.). Von diesem Zeitpunkt an gab der TV Jahn die Führung nicht mehr aus der Hand – und baute seinen Vorsprung bis zur Pause auf sechs Tore aus (19:13).

TV Jahn Duderstadt - TV Barsinghausen, 2021/22

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Til Winkler war einer der erfolgreichsten Werfer des TV Jahn Duderstadt.

Dazu hatte auch Neuzugang Tomislav Buhinicek beigetragen, der seinen ersten Treffer im Duderstädter Trikot erzielte (13:8/19.). Vor allem waren es aber Brand, Burgdorf und Til Winkler, die die Tormaschine der Eichsfelder am Laufen hielten. „Insbesondere in der ersten Halbzeit haben wir das gespielt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Trainer Wuttke im Nachgang. „Wir hatten einen guten Ballfluss, guten Druck in die Tiefe und haben den Gegner so zum Laufen gebracht und uns gute Torchancen erarbeitet.“ Zudem konnte sich der TV Jahn auf seine Schlussmänner verlassen, sowohl Julian Krüger als auch Paul Koch zeichneten sich mit starken Paraden aus.

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Nach dem Seitenwechsel büßten die Duderstädter in ihrem Auftreten zwar etwas an Souveränität ein, doch wirklich gefährlich wurde Barsinghausen dem Sieger nicht mehr. „In der zweiten Halbzeit hatten wir wieder unsere fünf bis zehn Minuten, in denen wir Schwierigkeiten hatten, in die Tiefe zu gehen und den Mut zu behalten, die Tore zu werfen“, erklärte Wuttke, dessen Team über 21:16 (36.), 25:21 (51.) und 30:23 (58.) am Ende aber stets die Oberhand behielt.

„Unterm Strich war das eine gute und sehr disziplinierte Leistung der Mannschaft“, freute sich der Coach. „Ich denke, jetzt haben wir den Weg verstanden, den wir gehen müssen und wollen.“ Am kommenden Sonnabend wollen die Duderstädter diesen Weg fortsetzen. Dann gastieren sie beim VfL Hameln. – Tore TV Jahn: Brand (12/8), Burgdorf (7), Winkler (6/1), Knezic (3), Buhinicek (2), Skopic (1). Beste Werfer Barsinghausen: Sonneborn (9/5), Schieb (5).

Region/Göttingen-Eichsfeld Handball