23. Juni 2019 / 14:01 Uhr

Pflicht zur neuen Saison: Bundesliga-Profis müssen Hirntests absolvieren

Pflicht zur neuen Saison: Bundesliga-Profis müssen Hirntests absolvieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Szenen wie diese sollen künftig vermieden werden: Im Relegationsspiel gegen Union Berlin verletzten sich die Stuttgarter Ozan Kabak und Holger Badstuber nach einem Zusammenprall am Kopf. Sie spielten mit Turban weiter.
Szenen wie diese sollen künftig vermieden werden: Im Relegationsspiel gegen Union Berlin verletzten sich die Stuttgarter Ozan Kabak und Holger Badstuber nach einem Zusammenprall am Kopf. Sie spielten mit Turban weiter. © imago images / Sven Simon / Nordphoto
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Die Bundesliga-Profis müssen sich von der neuen Saison an auf mögliche Hirnverletzungen untersuchen lassen. Das ordnet die Medizinische Kommission des DFB an. Es ist eine Reaktion auf immer häufiger thematisierte Kopfverletzungen im Profifußball.

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Die Bundesliga-Profis müssen sich von der neuen Saison an auf mögliche Hirnverletzungen untersuchen lassen. Dies geht aus einem Brief der Medizinischen Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an die Klubs hervor, den die Bild am Sonntag veröffentlicht hat. Hintergrund sind die häufiger diskutierten Kopfverletzungen im Sport.

Künftig muss demnach für jeden Erst- und Zweitliga-Profi ein so genanntes Baseline-Screening im Rahmen der jährlichen Tauglichkeitsuntersuchung durchgeführt werden. Empfohlen wird der Test auch für die Nachwuchsleistungszentren. Unterschrieben ist der Brief von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer, der die Kommission leitet, und von DFL-Direktor Andreas Nagel.

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"Akute Kopfverletzungen sind eine Gefahr für die Sportler"

„Akute Kopfverletzungen sind eine Gefahr für die Sportler, dafür werden Klubs und Ärzte regelmäßig sensibilisiert“, sagte Nagel der Zeitung. „Mit der verbindlichen Einführung des Baseline-Screening professionalisieren wir den Umgang mit Kopfverletzungen im Fußball weiter und schaffen einen einheitlichen Standard für Bundesliga und 2. Liga.“ Der DFB empfielt Kopfballtraining erst ab dem 13. Lebensjahr.

In der vergangenen Saison sorgte der Fall Jan Vertonghen für Aufsehen. Der Verteidiger von Tottenham Hotspur hatte sich im Champions-League-Halbfinale gegen Ajax Amsterdam ganz offensichtlich eine Gehirnerschütterung zugezogen, spielte aber nach mehreren Minuten intensiver Behandlung weiter. Die Spurs wurden zum Teil heftig kritisiert, weil sie ihren Spieler nach Meinung der Fans nicht hinreichend geschützt hätten.Die UEFA kündigte im Juni auch als Reaktion auf den Vorfall eine mögliche vierte Auswechslung bei Kopfverletzungen an.

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