12. August 2019 / 09:48 Uhr

Pflichtaufgabe erfüllt: Erzgebirge Aue mit großen Zielen im DFB-Pokal

Pflichtaufgabe erfüllt: Erzgebirge Aue mit großen Zielen im DFB-Pokal

dpa
Aues Pascal Testroet freut sich über sein Tor zum 3:1 gegen den FSV Wacker Nordhausen. Für die nächste Pokalrunde wünscht sich der Stürmer ein Heimspiel. 
Aues Pascal Testroet freut sich über sein Tor zum 3:1 gegen den FSV Wacker Nordhausen. Für die nächste Pokalrunde wünscht sich der Stürmer ein Heimspiel.  © dpa
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Nach Startschwierigkeiten hat sich Aue bei Regionalligist Nordhausen durchgesetzt und die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Trainer Meyer und Torjäger Testroet träumen von mehr.

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Aue/Nordhausen. Auch wenn das Ergebnis etwas anderes aussagt: Die Erleichterung war den Spielern vom FC Erzgebirge Aue nach dem 4:1-Sieg im Erstrundenspiel des DFB-Pokals bei Regionalligist FSV Wacker Nordhausen anzumerken. Denn lange Zeit hatte der Zweitligist große Mühe, seiner Favoritenrolle im Albert-Kuntz-Sportpark gerecht zu werden. „Es war relativ hart. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir uns sehr schwer getan. Wir haben unser Spiel nicht durchbekommen und viele Zweikämpfe verloren“, sagte Tom Baumgart. Der 21 Jahre alte Offensivspieler leitete mit dem Ausgleichstreffer die Wende ein.

Aues Trainer Daniel Meyer musste in der Anfangsphase von außen häufiger eingreifen als ihm lieb war. Sein Team wirkte unkonzentriert, fehlerhaft und lud den Außenseiter zu Chancen ein. Eine davon nutzte Joy-Lance Mickels in der 22. Minute zum 1:0 für Nordhausen. Wenig später musste zudem FCE-Abwehrchef Sören Gonther mit Rückenproblemen ausgewechselt werden. „Wir waren in dieser Phase in einer sehr komplizierten Situation. Dann haben wir auf ein 4-3-3-System umgestellt, damit besseren Zugriff bekommen und den Ausgleich erzielt“, lobte Meyer die Reaktion, die sein Team zeigte.

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FSV Wacker Nordhausen - FC Erzgebirge Aue (1:4) Zur Galerie
FSV Wacker Nordhausen - FC Erzgebirge Aue (1:4) ©
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Baumgart verwertete beim 1:1 einen Pass von Pascal Testroet und ließ Nordhausens Schlussmann Jan Glinker mit einem platzierten Schuss keine Chance. Für den Schützen, der vor einem Jahr vom Chemnitzer FC nach Aue kam, war es bereits die dritte Torbeteiligung im dritten Saisonspiel. „Irgendwie meint es der Fußballgott derzeit gut mit mir. Auf der Welle möchte ich gern weiterschwimmen und dem Team mit meinen Toren helfen“, sagte Baumgart, der mit der Leistung seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel zufrieden war: „In den zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass wir in der zweiten Bundesliga spielen und Nordhausen nur vierte Liga.“

Jan Hochscheidt (57.) und Pascal Testroet (80., 84.) sorgten mit ihren teilweise sehenswert herausgespielten Toren letztendlich für ein sicheres Weiterkommen der Sachsen. „Ich stand 2015 mit meinem damaligen Verein Arminia Bielefeld schon einmal im Halbfinale. Das war ein verdammt geiles Erlebnis. Ich möchte auch in dieser Saison im Pokalwettbewerb so weit wie möglich kommen. Ein Heimspiel wäre jetzt nicht schlecht, denn zu Hause sind wir noch stärker“, lautete Testroets optimistisch gestimmte Antwort auf die Frage nach dem Wunschgegner für die nächste Runde.

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Auch Trainer Meyer machte nach dem Abpfiff in Nordhausen deutlich, dass die Auer mehr wollen: „Ich habe schon Lust, noch eine Weile im Wettbewerb dabei zu sein. Deswegen wäre ich über einen Gegner, der von der Papierform her machbar ist, nicht böse. Ein, zwei Runden nehmen wir gern noch mit und dann ist es manchmal ein Selbstläufer. Wir haben dieses Jahr im Pokal noch einiges vor.“

Ab Dienstag wollen sich die Erzgebirger aber zunächst wieder auf den Alltag in der 2. Liga konzentrieren. Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen und dem Erreichen der zweiten Pokalrunde mangelt es den Auern derzeit nicht an Selbstvertrauen. „Ich möchte am Samstag in Bielefeld gewinnen – das ist mein klarer Wunsch. Wir müssen uns in dieser Woche sehr gut vorbereiten und unseren Plan durchziehen. Ich bin optimistisch, dass wir dort bestehen und unseren dritten Sieg einfahren können“, sagte Testroet vor seiner Rückkehr auf die Bielefelder Alm.

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