05. August 2021 / 20:28 Uhr

Pflichtspiel-Auftakt von RB Leipzigs Coach Marsch: Sandhausen ein "aufopferungsvoll kämpfender Gegner"

Pflichtspiel-Auftakt von RB Leipzigs Coach Marsch: Sandhausen ein "aufopferungsvoll kämpfender Gegner"

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
RB Trainer Jesse Marsch 
 
Training von RasenBallsport Leipzig (RB), Fussball, 1.Liga, 06.07.2021
RB-Trainer Jesse Marsch steht vor seinem Pflichtspiel-Debüt. © Christian Modla
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Sein erstes Mal hat es direkt in sich, denn im DFB-Pokal geht es für RB Leipzigs Neu-Trainer Jesse Marsch um alles. Ausscheiden ist keine Option – das kleine, aber feine und wehrhafte Sandhausen könnte dem Aufgebot der Roten Bullen ein Bein stellen.

Leipzig. Der SV Sandhausen von 1916? Pah, alt wie der Wald, kein Problem für das nahezu nagelneue Horn der 2009 geschlüpften Roten Bullen. Pokal-Runde zwei? Ist schon vorm Anpfiff im BWT-Stadion am Hardtwald (Sonnabend, 15.30 Uhr) gebongt.

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Runderneuerter Gegner

Ist das so, kann wirklich nix passieren? RB-Coach Jesse Marsch reckt vor seinem Erstlingswerk als Chef im Ernstfall den wichtigsten seiner Finger, warnt vorm mies in die Zweitliga-Saison gestarteten Gastgeber (zwei Niederlagen), erinnert an eine Leipziger Pokal-Partie, bei der die Vorzeichen noch krasser waren.

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Am 19. August 2018 saß Jesse Marsch in Köln neben Ralf Rangnick. Auf der Leipziger Trainerbank. Im Sportpark Höhenberg, Heimspielstätte von Viktoria Köln. Marsch war die rechte Hand von Rangnick. Rechte Hand und Cheftrainer mussten sich sehr wundern, wie schwer sich ihre Bundesliga-Stars gegen die Viertliga-Kicker in dieser DFB-Pokal-Erstrunden-Partie taten. Wo doch die Vorbereitung top gelaufen war. Nach dem 0:1-Pausen-Rückstand brachte Rangnick Marcelo Saracchi. Jenen Uruguayer, den RR eigentlich für den Bundesliga-Start in Dortmund schonen wollte. Saracchi, zu dieser Zeit absolute Stammkraft, brachte die Wende, opferte sich später auf dem Altar des Erfolges, sah Rot. RB gewann durch Tore von Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und, ja, Jean-Kevin Augustin mit Ach und Krach 3:1. Lang her, aber historisch wertvoll.

Nur mal so: Der SV Sandhausen spielt zwei Klassen höher als die damalige Viktoria und will das Ruder herumreißen. Das runderneuerte Team von Gerd Kleppinger (63) und Stefan Kulovits (38) wurde von der Rhein-Neckar-Zeitung nach dem 0:3 ans Brett genagelt, der Abstiegskampf schon nach zwei Partien ausgerufen. RNZ-Reporter-Legende Wolfgang Brück, 72: „Es kann nur besser werden.“ Dieser SVS steht unter Druck und würde selbigen vorm Derby gegen den Karlsruher SC gerne in Form eines explosionsartigen Sieges loswerden.

Zusätzliche Motivation: RB-Fans

Marsch-Befehl: „Wir werden auf einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner treffen, müssen zu 100 Prozent bereit sein.“ Für rustikale Duelle, harte Arbeit gegen den Ball, Lust und Laune mit der Kugel, Tempo, das Weiterkommen. Marschs erstes Mal hat es in sich. Weil der erste Schritt den Weg weist und Fußball-Deutschland auf die neue sächsisch-US-amerikanische Liaison guckt. Der 47-Jährige: „Es ist für uns alle ein sehr wichtiges Spiel. Ich bin zufrieden mit dem Camp in Saalfelden und auch in Leipzig war die Vorbereitung in den letzten Tagen top.“ Knappe 400 RB-Fans werden unter den 6.000 Zuschauern sein. Marsch: „Schön, dass unsere Fans zurück sind. Ihre Leidenschaft wird uns zusätzlich pushen. Wir wollen sie stolz machen, freuen uns wahnsinnig.“

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