13. Mai 2021 / 18:28 Uhr

Pflichtspielpremiere: Lok Leipzigs Sachsenderby gegen Dynamo Dresden

Pflichtspielpremiere: Lok Leipzigs Sachsenderby gegen Dynamo Dresden

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Will mit Qualität ins Finale: Lok-Coach Almedin Civa.
Will mit Qualität ins Finale: Lok-Coach Almedin Civa. © Picture Point
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Der 1. FC Lokomotive Leipzig trifft im Halbfinale auf den Favoriten des Landespokals: SG Dynamo Dresden. Für Trainer Almedin Civa steht das erste Pflichtspiel anno 2021 an. Im Finale wartet Regionalligist Chemnitzer FC.

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Leipzig. Im Halbfinale des Landespokals kommt es endlich zur Profi-Premiere des Sachsenderbys: Der 1. FC Lok Leipzig trifft auf die SG Dynamo Dresden. Gegen die zweite Garde der Dresdner hat Lok Leipzig seit Neugründung- und aufbau schon Erfahrungen sammeln können, in zehn Spielen gewannen und verloren die Leipziger je fünf Mal. Nun wartet also zum ersten Mal die Profiauswahl.

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Lok will frei aufspielen

Ob diese jedoch überhaupt mit der Stammelf auftreten wird, ist fraglich. Bereits beim 2:0-Viertfinalsieg durch Tore von Pascal Sohm (79.) und Ransford Königsdörffer (89.) gegen Regionalligist Bischofswerdaer FV am Mittwoch setzte SG-Coach Alexander Schmidt auf eine Mischung aus Rotationsspielern, Covid-Genesenen und Jugendspielern. Verständlich: die Dresdner sind bereits für den DFB-Pokal qualifiziert und kämpfen in Liga drei um den Aufstieg in die zweite Bundesliga – da ist der Sachsenpokal mehr Kür als Pflicht.

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Anders als in Probstheida. Ein Pokalsieg wäre nach der Regionalligameisterschaft vergangene Saison nicht nur der zweite Titel im dritten Profijahr, sondern auch das Ticket auf die historische Bühne des DFB-Pokals. Beim Kampf ums Finale wird Maik Salewski nicht mithelfen können. Der Mittelfeldallrounder ist nach seiner kurierten Covid-19-Infektion aufgrund der erhöhten Gefahr einer Herzmuskelentzündung noch krankggeschrieben und darf ab Montag wieder ins (Lauf-)Training einsteigen. Bis dahin hieß es, sich beim Wandern oder leichtem Fahrradfahren an Belastung zu gewöhnen. „Ich bin unfassbar traurig, aber auch angespannt“, fiebert Salewski trotz seines Ausfalls auf das Sachsenduell hin.



Kein Hindernis für eine Sensation

Der 31-Jährige habe ein gutes Gefühl. „Wir müssen uns nicht verkriechen oder Angst haben, haben keinen Druck und können frei aufspielen. Mit unserer Qualität ist es auf jeden Fall möglich.“ Auch wenn Trainer Almedin Civa im ersten Pflichtspiel anno 2021 mit Salewski und Kapitän Paul Schinke auf zwei Säulen verzichten muss. Doch Salewski kennt zwei Gründe für ein Weiterkommen: „Erstens: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und zweitens: Chemnitz hat es uns vorgemacht, wie es geht.“

Tatsächlich hat Ligakonkurrent Chemnitzer CF unlängst bewiesen, dass die halbjährige Spielpause ohne Wettbewerb und der Ligaunterschied kein Hindernis für eine Sensation ist. Der CFC warf am Mittwoch im Halbfinale den Drittligisten FSV Zwickau in einer irren Aufholjagd und nach zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand mit 3:2 aus dem Pokal. Da nun ein Viertligist im Finale steht, so Salewski, sei „ohne Chemnitz runterzureden, die Chance auf einen Pokalsieg gestiegen“. Die Ligakonkurrenten der Probstheidaer blicken nun als erster Finalteilnehmer auf die noch nicht terminierte Profipremiere zwischen Dynamo und Lokomotive. Das Finale wird am 29. Mai am Tag der Amateure ausgetragen.