23. März 2022 / 22:53 Uhr

Pfosten-Pech und spätes Gegentor: Wolfsburgs Fußballerinnen 1:1 bei Arsenal

Pfosten-Pech und spätes Gegentor: Wolfsburgs Fußballerinnen 1:1 bei Arsenal

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Führungstreffer für Wolfsburg: Tabea Waßmuth traf per Kopf on London.
Führungstreffer für Wolfsburg: Tabea Waßmuth traf per Kopf on London. © IMAGO/Sportimage
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Später Ausgleich - aber noch alles drin für das Rückspiel: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg kamen am Dienstagabend zu einem 1:1 bei Arsenal. Die Pausenführung des deutschen Vizemeisters hielt dabei bis zur 89. Minute.

Das Ergebnis war am Ende ärgerlich - aber es lässt alle Möglichkeiten für das Rückspiel offen. Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg kamen im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zu einem 1:1 beim FC Arsenal. Tabea Waßmuth hatte vor der Pause per Kopf für die Führung gesorgt, der Ausgleich durch Lotte Wubben-Moy fiel erst in der 89. Minute. Vor 5050 Zuschauenden im Londoner Emirates Stadium hatte zuvor der Pfosten zweimal binnen Sekunden das zweite VfL-Tor verhindert. Das Rückspiel steigt am 31. März um 18.45 Uhr in der Volkswagen-Arena.

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Die Gäste aus Niedersachsen setzten auf dieselbe Startelf, die am Samstag in der Bundesliga mit 3:0 gegen 1899 Hoffenheim gewonnen hatte. Die Engländerinnen starteten mit voller Offensiv-Power, spielten unter anderem mit Star-Stürmerin Vivianne Miedema, Stina Blackstenius, Beth Mead und Kim Little. In den Anfangsminuten wirkte der VfL zwar etwas nervös, so kam Mead bereits in der ersten Minute zu einem Schussversuch aus der Distanz, doch der deutsche Vizemeister kämpfte sich in die Partie.

Die erste VfL-Großchance hatte Waßmuth, Arsenal-Torhüterin Manuela Zinsberger parierte ihren Schuss jedoch und schlug den Ball zurück ins Feld, wo Arsenal kein Befreiungsschlag gelang. Die Kugel landete anschließend bei der völlig freistehenden Joelle Wedemeyer, die mit viel Ruhe in den Strafraum flankte - Waßmuth stand goldrichtig und köpfte zur Wolfsburger Führung ein! Für die 25-Jährige war es bereits das neunte Saisontor in der Königsklasse.

Die Wolfsburgerinnen blieben dran: Popp köpfte in der 25. Minute über den Kasten, nach rund einer halben Stunde versuchte Waßmuth Zinsberger frech mit einem langen Ball aus dem rechten Halbfeld zu überlisten. Nur wenige Minuten später hatte Mead die beste Möglichkeit für die Gastgeberinnen auf dem Fuß, scheiterte aber an VfL-Torhüterin Almuth Schult. Arsenal hatte vor dem Halbzeitpfiff seine spielerisch beste Phase und übte ordentlich Druck auf den VfL aus, der mit vielen Positionswechseln im Kollektiv dagegenhielt.

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Der zweite Durchgang hatte kaum angefangen, da bediente Steph Catley Mead mit einem Einwurf im Wolfsburger Strafraum, die Engländerin ließ sich mit dem Ball aber zu viel Zeit. Die Wolfsburgerinnen wackelten: Kim Little bediente nur kurz darauf über rechts im Strafraum die anstürmende Blackstenius, die nur knapp verzog. Die Schwedin war es auch, die nach Zuspiel von Lia Wälti den vermeintlichen Ausgleich schoss, aber bereits vorher im Abseits stand, Miedema haute nach 55 Minuten den Ball drüber.

Und dann scheiterte der VfL gleich zweimal hintereinander am Aluminium! Erst knallte ein Schuss von Waßmuth (aus abseitsverdächtiger Position) gegen den linken Pfosten (61.), unmittelbar danach schloss Jill Roord nach Zuspiel von Lena Lattwein ab, Zinsberger lenkte den Ball an den rechten Pfosten. Arsenal drängte in der Folge auf den Ausgleich, während der VfL verwaltete und zunächst auf Konter lauerte. In der Schlussphase schalteten die Wolfsburgerinnen aber noch mal einen Gang hoch, wussten, dass ein weiteres Tor die nötige Sicherheit geben würde.

Die letzten Minuten entwickelten sich zu einem offenen Schlagabtausch, beide Teams spielten sich gefährlich in die gegnerische Hälfte. Ein flach reingebrachter Arsenal-Freistoß der eingewechselten Tobin Heath überraschte den VfL und landete direkt bei Wubben-Moy, die eiskalt ausglich.

  • Arsenal: Zinsberger - Maritz, Wubben-Moy, Catley, McCabe (75. Heath) - Little, Williamson, Miedema, Wälti - Blackstenius (84. Maanum), Mead (83. Parris).
  • VfL: Schult - Wedemeyer, Janssen, Hendrich, Rauch - Popp, Oberdorf (90. Blomqvist) - Waßmuth (78. Jonsdottir), Lattwein, Huth - Roord (78. Bremer).
  • Schiedsrichterin: Adámková (Tschechien). - Zuschauende: 5050.
  • Tore: 0:1 (19.) Waßmuth, 1:1 (89.) Wubben-Moy.

Bayern verliert unglücklich vor 13.000 Zuschauenden

Der Meister aus Deutschland läutete mit seinem Heimspiel am Dienstagabend gegen den französischen Meister Paris-Saint Germain die K.o.-Phase der Champions League ein. Im Viertelfinal-Hinspiel unterlag die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer am Dienstag vor einer Rekord-Kulisse von 13.000 Zuschauenden bei der Premiere in der Allianz-Arena knapp mit 1:2. Nach einem Doppelpack von PSG-Stürmerin Marie-Antoinette Katoto verkürzte Klara Bühl kurz vor Schluss mit einem direkten Freistoß auf 1:2 und belohnte die Heimelf für eine insgesamt starke Partie.

Das Rückspiel steigt am kommenden Mittwoch (21 Uhr) im Prinzenpark in Paris. "Gegen eine Mannschaft, die absolutes Spitzenniveau hat, haben wir ein fantastisches Spiel abgeliefert. Schon in der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft", so Scheuer nach der Partie. Insgesamt habe den Münchnerinnen etwas das Spielglück gefehlt, "aber mit der Leistung bin ich absolut zufrieden und dank des Treffers von Klara ist im Rückspiel noch alles drin."

Titelverteidiger FC Barcelona (mit Ex-VfLerinnen Fridolina Rolfö, Ingrid Engen und Caroline Hansen) tat sich im zweiten Spiel am Dienstag bei Real Madrid lange schwer und musste bereits nach acht Minuten einem Rückstand hinterherlaufen. Die Madrileninnen, bei denen mit Sofie Svava und Babett Peter zwei Ex-Wolfsburgerinnen in der Startelf standen, spielten eine starke erste Halbzeit, Alexa Putellas (2) und Claudia Pina drehten die Partie in der Schlussphase zugunsten der Katalaninnen. Olympique Lyon, einst Dauersieger in der Königsklasse, verlor am Mittwoch überraschend sein Hinspiel bei Juventus Turin mit 1:2.

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