10. Mai 2022 / 22:54 Uhr

Philip Dunkley schießt den SC Auetal ins Finale

Philip Dunkley schießt den SC Auetal ins Finale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Hevesens Dennis Kleiber (links) steht frei vor Krankenhagens Keeper Karsten Struckmann – und zielt diesmal neben das Tor. © jö
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Torjäger des SCA holt sich später noch eine Gelb-Rote Karte ab. Der FC Hevesen ist nach einem Sieg in Krankenhagen der Gegner im Endspiel in Obernkirchen. Beim einem Kreisligisten sinken dagegen die Chancen auf den Klassenerhalt fast auf den Nullpunkt.

Das war Kreispokal, wie er sein sollte. Leidenschaftlich, kämpferisch, emotional, aber fair. Der FC Hevesen ist mit einem 3:1-Sieg beim TSV Krankenhagen absolut verdient in das Finale eingezogen. Der SC Auetal setzte sich beim SV Victoria Lauenau durch.

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Beim mit etwa 300 Zuschauern gutbesuchten Halbfinale in Krankenhagen hatten beide Mannschaften eine lautstarke Fangemeinde dabei, die für eine großartige Atmosphäre sorgte. Auch fußballerisch war das Spiel äußerst ansehnlich, besonders das des FC Hevesen in der ersten Halbzeit. Die Gäste kombinierten gut, waren engagiert bei der Sache, während Krankenhagen mit Volkmar Vöge als Sturmspitze große Mühe hatte, halbwegs ins Spiel zu kommen.

Hevesen war so überlegen, dass es zur Pause 4: 0 für den Kreisligisten hätte stehen können. Ein Schuss von Tim-Lucas Vauth krachte an die Latte und der von Dennis Kleiber ging knapp vorbei. Er war der entscheidende Mann im Angriff des FC Hevesen, war beweglich, und war natürlich auch zur Stelle, als der ebenfalls starke Alexander Wellschmidt den Ball in der 30. Minute vor das Tor wuchtete und Kleiber ihn mit dem Kopf zum 1:0 über die Linie drückte. Dass 2:0 fiel vier Minuten später – und war ebenfalls ein Kopfball, diesmal von Wellschmidt.

Immerhin schaffte es der TSV Krankenhagen gegen Ende der ersten Halbzeit, das Spiel ein wenig ausgeglichener zu gestalten. Die Gastgeber kämpften sich in die Begegnung, hatten vorne aber nicht so starke Leute wie Kleiber, Wellschmidt oder Tim-Oliver Vauth. Als der eingewechselte Vitali Rupp mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung in der 58. Minute auf 3:0 für den Kreisligisten erhöhte, schien alles gelaufen zu sein.

Torchancen des TSV Krankenhagen gab es bis dahin nicht zu notieren. Erst als Volkmar Vöge in der 65. Minute für Krankenhagen plötzlich auf 1:3 verkürzte, witterte der Anhang der Platzherren Morgenluft und peitschte den TSV nach vorne.

Hevesen hatte noch einige brenzlige Situationen zu überstehen, aber weil das zweite Tor des TSV Krankenhagen nicht fiel, der den Laden zum Kochen gebracht hätte, blieb es schließlich beim Sieg des FC Hevesen, der zeitweise guten Fußball spielte. Eine sehr gute Leistung zeigte auch Schiedsrichter Stefan Krause mit Tim und Frank Wieggrebe an den Linien.


TSV Krankenhagen: Struckmann, Voigt (64. Steffen Redecker), Brand, Böttke, Vöge, Dresenkamp, Druffel, Kogel, Melcher, Luis Sebastin Schmieding, Stegner (56. Arne-Wilhelm Schmieding).

FC Hevesen: Strathe, Klupsch (69. Kammann), Thomas, F.-O. Vauth, Maier, Wellschmidt (90. Tarcicki), Kleiber, T.-L. Vauth (85. Seele), Vehling, Weiß, Wilharm (55. Rupp).

SV Victoria Lauenau – SC Auetal 2:3.

In einer bis zum Schlusspfiff spannenden Begegnung vor gut 250 Zuschauern setzte sich der SC letztlich knapp in Lauenau durch.

Der Gast begann die Begegnung recht druckvoll und hätte bereits in der Anfangsphase in Führung gehen können. Ein Schuss von Philip Dunkley klatschte an den Pfosten des Lauenauer Gehäuses (16.). Die Hausherren fanden mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Begegnung und erspielten sich nun ebenfalls Tormöglichkeiten. Nach einem Steilpass aus der eigenen Hälfte tauchte Hendrik Dargel allein vor Torwart Frederik Meier auf und schob das Leder an ihm vorbei zum 1:0 in die Maschen (33.).

Nur zwei Minuten später schüttelte Julien Erdmann seine Auetaler Gegenspieler ab und schoss den Ball unhaltbar zum 2:0 ins lange Eck. Dunkley vergab zwei klare Auetaler Torchancen (45.).

Die erste Tormöglichkeit nach der Pause erspielten sich die Hausherren, doch ein Schuss von Marko Rauf strich knapp am Tor vorbei (60.). Ein Doppelschlag gab dem Spiel dann die entscheidende Wende. Mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze ins kurze Ecke verkürzte Dunkley auf 1:2 (64.).

Nur zwei Minuten später stocherte Samer Mahmo das Leder nach einer flachen Eingabe zum 2:2 über die Linie. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte Dunkley den Auetaler Siegtreffer (73.). Nur zwei Minuten später sah der Torschütze die Ampelkarte und musste vorzeitig den Platz verlassen. Ob es wie bei Punktspielen eine Sperre im gleichen Wettbewerb gibt (das nächste Spiel wäre das Finale), ist aus der Ausschreibung nicht eindeutig zu entnehmen.

SV Victoria: Janitschke, Erdmann, Christopher Glashagen, L. Stegemann, Konerding, H. Dargel, Hachfeld, Bräunig, Wittek, M. Frielinghaus, Rauf.

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SCA: Meier, Feldmann, Meyer, Hauser, Steinsiek, Winkelhake, Herrmann, Brecht, Friedrichs, Dunkley, Guire.

Kreisliga: TSV Steinbergen – TuS Lüdersfeld 2:1.

Zu einem letztlich glücklichen Heimsieg kam der TSV über den Tabellenvorletzten. Der im ersten Spielabschnitt tonangebende Gastgeber erspielte sich eine Vielzahl guter Möglichkeiten, die nicht verwertet wurden. Durch Jannik Sasse, der einen langen Ball von Maximilian Bartels annahm und unter die Latte schoss (14.), führte der TSV zur Pause nur mit 1:0. Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste druckvoller auf und kamen nun selbst zu hochkarätigen Möglichkeiten.

Nach einem Foul von Sven Steep an Gianluca-Giuliano Angelone, verwandelte Marcel Faulhaber den Strafstoß zum 1:1 (62.). Als sich beide Teams schon mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, spielte Jan-Hendrik Rinne einen langen Ball zu Jannik Sasse, der aus zentraler Position flach und unhaltbar zum 2:1-Endstand ins Netz traf (89.)._ jö, luc_