16. August 2022 / 19:46 Uhr

Max, Weigl – und wer noch? Diese Deutschen kämpfen um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase

Max, Weigl – und wer noch? Diese Deutschen kämpfen um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase

Christian Müller und Timon Zöfelt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutschen Profis Philipp Max (l.) und Julian Weigl (r.) kämpfen mit ihren Teams um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase.
Die deutschen Profis Philipp Max (l.) und Julian Weigl (r.) kämpfen mit ihren Teams um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. © IMAGO/Revierfoto, ANP, PA Images (Montage)
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Ab Dienstag kämpfen zwölf Teams um die verbliebenen sechs Tickets für die Gruppenphase der Champions League 2022/23. Unter den Anwärtern auf einen Platz in der Königsklasse befinden sich mit Philipp Max, Julian Weigl und Co. auch einige deutsche Legionäre. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

Mit Philipp Max von der PSV Eindhoven und Julian Weigl von Benfica Lissabon kämpfen zwei deutsche Spieler mit Nationalmannschaftserfahrung in den Play-off-Spielen an diesem Dienstag und Mittwoch noch um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Während Max, der 2020 vom FC Augsburg in die Niederlande gewechselt war, mit der PSV schon am Dienstag (21 Uhr) bei Europa-League-Finalist Glasgow Rangers gefordert ist, müssen der frühere Dortmunder Weigl und Benfica erst am Mittwoch (21 Uhr) zum Hinspiel im polnischen Lodz gegen Dynamo Kiew antreten. Neben diesen beiden sind in den sechs Play-off-Paarungen sieben weitere Profis mit deutschem Pass im Einsatz. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), stellt sie vor.

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Emrehan Gedikli (Trabzonspor)

Bei Bayer Leverkusen ausgebildet, kehrte Gedikli dem Klub im Februar 2022 auf höchst bemerkenswerte Art und Weise den Rücken. Erst im Januar hatte das Offensiv-Talent, das bei der "Werkself" auch zu seinem Profi-Debüt kam, seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Knapp drei Wochen später unterschrieb er bei Süper-Lig-Klub Trabzonspor, mit dem er prompt die Meisterschaft holte. Der gebürtige Oberhausener, der sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt, blieb dort aber weitestgehend außen vor. Bislang brachte er es auf einen Einsatz im türkischen Supercup. In seinem denkbar unglücklichen achtminütigen Kurzeinsatz verschoss der 19-Jährige einen Elfmeter. Immerhin: Sein Team gewann mit 4:0 gegen Sivasspor. In den Play-offs trifft Gedikli mit Trabzon auf den dänischen Meister FC Kopenhagen.

Malik Tillman (Glasgow Rangers)

Geboren in Nürnberg, hat der 20 Jahre alte Tillman seine fußballerischen Wurzeln in Bayern. Nach seinem Wechsel aus der Jugend von der SpVgg Greuther Fürth zum FC Bayern durchlief er dort ab der U16 sämtliche Nachwuchsteams. Erst im Mai schloss sich der offensive Mittelfeldspieler, der bei den Münchenern meist in der zweiten Mannschaft eingesetzt wurde und es bisher auf sieben Partien im Profi-Team bringt, auf Leihbasis den Glasgow Rangers an. Sein Start dort verlief ordentlich: Bislang verpasste er keines der fünf Pflichtspiele der neuen Saison, erzielte dabei sogar zwei Tore. Neben der deutschen besitzt der Bruder von Fürth-Profi Timothy Tillman auch die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Antonio Colak (Glasgow Rangers)

Kein unerheblicher Faktor im Team der Rangers ist auch Antonio Colak. Seine erste Station im Profibereich hatte der gebürtige Ludwigsburger beim 1. FC Nürnberg. In Deutschland machte er im Karriereverlauf bei der TSG Hoffenheim, dem 1. FC Kaiserslautern, Darmstadt 98 und dem FC Ingolstadt Station und blickt auf die Erfahrung von 24 Bundesliga- und 29 Zweitligaspiele zurück. Über den kroatischen Klub HNK Rijeka, den griechischen Verein PAOK Saloniki und Malmö FF aus Schweden landete er in diesem Sommer in Glasgow. Der Arbeitsnachweis des 28 Jahre alten Mittelstürmers seither: Fünf Pflichtspiele und drei Tore. Der Offensivmann besitzt zudem einen kroatischen Pass.

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Ofri Arad (Maccabi Haifa)

Der 23 Jahre alte Verteidiger hat neben der israelischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft und spielte bereits in der Jugend für Maccabi Haifa. Arad kam in der vergangenen Saison auf insgesamt 21 Einsätze in Liga und Meisterrunde. Die Israelis treffen in den Play-offs am Mittwoch und am 23. August (jeweils 21 Uhr) auf Roter Stern Belgrad.

Nemanja Motika (Roter Stern Belgrad)

Seit Februar 2022 steht der in Berlin geborene Motika beim serbischen Meister Roter Stern Belgrad unter Vertrag, der sich in den Play-offs mit dem israelischen Titelträger Maccabi Haifa misst. Motika gilt als beidfüßig, ist auf den offensiven Außenpositionen flexibel einsetzbar und genoss in der Jugend bei Hertha BSC und beim FC Bayern (ab 2017) eine hochkarätige Ausbildung. Aus der U23 des deutschen Rekordmeisters wechselte er Anfang des Jahres auch nach Belgrad, wo er seitdem insgesamt zehn Spiele in der Meisterschaft absolvierte (ein Tor). In der laufenden Spielzeit kam er noch zu keinem Pflichtspieleinsatz.

Odysseas Vlachodimos (Benfica Lissabon)

Griechenlands Nationaltorhüter (27 Länderspiele) hat die U-Nationalmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes durchlaufen. Vlachodimos ist gebürtiger Stuttgarter und kickte auch für die Nachwuchsteams des VfB. Über Panathinaikos Athen fand der 28-Jährige 2018 den Weg zu Benfica Lissabon, wo er eine feste Größe wurde. Mit den Portugiesen will sich der Deutsch-Grieche über die Play-offs gegen das vom Krieg in der Ukraine gebeutelte Dynamo Kiew für die Königsklasse qualifizieren.

Rodrigo Pinho (Benfica Lissabon)

Der in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Henstedt-Ulzburg geborene Stürmer hat sowohl die brasilianische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Seine Profi-Karriere verbrachte der 31-Jährige allerdings ausschließlich bei Klubs in Brasilien und Portugal. Seit Juli 2021 steht er bei Benfica unter Vertrag, für das er in der vergangenen Saison jedoch nur auf drei Liga-Einsätze (ein Tor) kam.

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