15. März 2021 / 17:31 Uhr

Philipp-Zukunft in Wolfsburg? Noch sechs Spiele bis zur Entscheidung

Philipp-Zukunft in Wolfsburg? Noch sechs Spiele bis zur Entscheidung

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Traf gegen Schalke: Maximilian Philipp vom VfL Wolfsburg.
Traf gegen Schalke: Maximilian Philipp vom VfL Wolfsburg. © Roland Hermstein
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Beim 5:0 des VfL Wolfsburg am Samstag gegen Schalke 04 setzte Maximilian Philipp mit seinem Tor den Schlusspunkt - ob es für den Offensivmann beim VfL über die Saison hinaus weitergeht, entscheidet sich bald.

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Er kam knapp 20 Minuten vorm Ende rein – und setzte gleich mal eine Duftmarke: Den Schuss von Maximilian Philipp aus rund 18 Metern konnte Schalke-Keeper Frederik Rönnow noch parieren, aber bei Philipps zweitem Knaller aus der Distanz kam der Schlussmann zu spät - es war der Treffer zum 5:0-Endstand. Und so durfte Philipp endlich über sein erstes Heimspiel-Tor für den VfL Wolfsburg jubeln. War dieser Treffer der Auftakt zu besseren Wochen für Philipp?

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Für die Wolfsburger läuft es in der Liga blendend, das Team von Trainer Oliver Glasner ist Tabellendritter. Für Philipp selbst lief es zuletzt nicht gut, in den acht Rückrunden-Spielen kam er gerade einmal auf 47 Einsatzminuten. Zu wenig für den 27-Jährigen, den die Wolfsburger samt Kaufoption für ein Jahr von Dinamo Moskau ausgeliehen haben. Philipp war gekommen, um zu spielen, in der Hinrunde war das auch noch regelmäßig der Fall.

5:1, 6:0, 7:1 - Die höchsten Bundesliga-Siege des VfL Wolfsburg

5:1!  Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 9.3.2002; VfL-Tore: Klimowicz (2), Rau, Petrov, Karhan. Zur Galerie
5:1!  Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 9.3.2002; VfL-Tore: Klimowicz (2), Rau, Petrov, Karhan. ©

VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer: „Es sind bei ihm ein paar unglückliche Umstände zusammengekommen – allen voran vor Weihnachten.“ Damals hatte der 27-Jährige als enge Kontaktperson von Maximilian Arnold und Jerome Roussillon, die beide positiv auf Corona getestet worden waren, in Quarantäne gemusst. „Dann war es so, dass er eine kleinere muskuläre Verletzung hatte – und in dieser Phase hat sich die Mannschaft in einen kleinen Rausch gespielt“, erinnert Schäfer.



Und so musste Philipp fortan auf seine Chance warten. Gegen Schalke wusste er sie zu nutzen. Das ist wichtig, denn Philipp hatte zuletzt immer mal wieder betont, er könne sich vorstellen, über den Sommer hinaus in Wolfsburg zu bleiben. Bis Ende April müssen die Verantwortlichen entscheiden, ob sie die Kaufoption (liegt angeblich bei 11 Millionen Euro) bei Philipp ziehen. Bis dahin hat der VfL noch sechs Spiele (Werder, Köln, Frankfurt, Bayern, Stuttgart, Dortmund) vor der Brust. Sechs Spiele, in denen Philipp weiter Eigenwerbung betreiben muss.

„Ich glaube, dass Maximilian ein extremst feiner Fußballer ist, der immer für Torgefahr sorgt. Das hat man gegen Schalke gesehen. Es hat mich sehr gefreut, dass er getroffen hat“, so Schäfer. Philipp habe sich das Tor erarbeitet. Der Ex-Profi weiter: „Wichtig ist, wenn jemand reinkommt, sollte man merken, dass derjenige Impulse setzen möchte – und das ist bei ihm gegeben.“

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