11. Juni 2019 / 22:10 Uhr

Phoenix Kisdorf nach einem Jahr wieder zurück in der Landesliga

Phoenix Kisdorf nach einem Jahr wieder zurück in der Landesliga

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Künftig wieder in der Landesliga: Trainer Boris Völker
Künftig wieder in der Landesliga: Trainer Boris Völker © LN
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Trainer Boris Völker über die letzte Saison und personelle Veränderungen.

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Es war bis zum letzten Spieltag eine ganz enge Kiste in der Verbandsliga West. Am Ende hatte der SSC Phoenix Kisdorf mit 67 von 90 möglichen Punkten - kein überragender Wert für einen Meister - knapp die Nase vorn und hatte zwei Zähler mehr auf der Habenseite als der SV Tungendorf, mit dem sich der SSC die gesamte Spielzeit um den Spitzenplatz konkurrierte. In Kisdorf hofft man auf eine deutlich bessere Landesliga-Saison als 2017/2018. Damals stieg man als Schlusslicht mit nur 15 mauen Zählern und nur drei Siegen sang- und klanglos ab. Coach Boris Völker, der bereits in seine siebte Saison beim Klub geht, sieht in dem Team das Potenzial, um einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Das sei auch das offizielle Ziel. Zwar war es von Beginn an das klare Bestreben des Vereins, den Wiederaufstieg perfekt zu machen, jedoch war dies aus finanziellen Gründen und einem sehr kleinen Etat lange Zeit fraglich, wie der Vorstand Völker mitteilte. Völker: "In der Abstiegssaison hatten wir manchmal 15 Verletzte gleichzeitig. Vier Kreuzbandrisse, drei Außenbänder waren durch. Hinzu kamen viele andere Blessuren. Da mussten mein Co-Trainer und ich teilweise sogar selber spielen und aushelfen, zusammen mit Spielern aus der zweiten Herren, die dann natürlich kein Niveau für die Landesliga hatten. Die Landesliga ist physisch stärker und deutlich schneller. Da reicht es dann nicht, offensiv ein bisschen was zu machen, um die Spiele zu gewinnen. Da muss man über 90 Minuten hochkonzentriert sein und bekommt nichts geschenkt. In dieser Saison haben sich die Gegner gegen uns meist nur hinten reingestellt und die Chancenverwertung war am Ende nicht immer optimal."

Schalk, Jürgensen und Boldt sind besonders hervorzuheben

Laut Völker war es die bisher anstrengendste Saison in seiner Kisdorfer Zeit. "Es ging wirklich an die Substanz. Ständig ging es von den Ergebnissen hin und her. Klar war es schwer, die Jungs richtig zu motivieren, wenn man gar nicht weiß, ob man überhaupt aufsteigen kann. Auch wenn man natürlich leistungsorientiert denkt. Hinzu kam, dass mit Daniel Buhrke, der über ein Jahr verletzt war, der Top-Scorer lange nicht dabei sein konnte." Im Kreispokal-Halbfinale zog man beim 2:5 nach Verlängerung gegen den SV Schackendorf den Kürzeren. Laut Boris Völker sind drei Spieler aus der gerade abgelaufenen Saison hervorzuheben: Jeremy Schalk, mit 18 Treffern der beste Torschütze, der auf der Zehner-Position agiert, Abwehrmann Marc Jürgensen und Marcel Boldt, der über die gesamte Dauer die wohl konstanten Leistungen zeigte. "Marcel hat quasi immer konstant abgerufen, wenn es drauf ankam."

Sechs Spieler müssen runter in die "Zweite"

Laut Völker profitiert der Verein enorm davon, dass der Großteil des Kaders schon über viele Jahre zusammen kickt und sich in Kisdorf eine echte geschlossene Einheit gebildet hat. Zuletzt weilte der SSC-Tross mit fast allen Spielern auf der griechischen Insel Kreta zur Abschlussfahrt. "Das ist ja leider nicht mehr allzu oft so. Bei unseren Fahrten sind immer 20 bis 30 Leute dabei" meint Völker. "Jeder weiß auf dem Platz genau um seine Stärken und Schwächen und wie er spielen muss. Wir hoffen in erster Linie natürlich, dass möglichst alle fit bleiben. Durch die vier Neuzugänge erhoffe ich mir einen verstärkten Konkurrenzkampf." Momentan verfügt der Kader über eine Stärke von 32 Mann, sechs Kicker sollen aber überwiegend in der zweiten Herren spielen. Die neue Saison wird sehr intensiv. Wir sind ja auch beim Meister der Meister-Cup dabei, freuen uns natürlich aber schon auf die Landesliga." Der SSC nimmt zwischen dem 09. und 13. Juli beim 23. Heinz Thode Gedächtniscup des SV Schackendorf teil.

Neuzugang mit Bundesliga-Erfahrung

Mit René Heide kommt ein 21-jähriger Torwart zu den Phönixen. Er hütete zuletzt den Kasten des Hamburger Landesligisten TuRa Harksheide und stammt aus der Jugend von Eintracht Norderstedt. Vom Verbandsligisten SV Henstedt-Ulzburg stößt mit dem 24-jährigen Christopher Rahn ein weiterer Schlussmann zum Team. Für den SVHU war er in der vergangenen Saison 14 Mal im Einsatz. Timo Vanselow ist ein zentraler Mittelfeldspieler, der seine Schuhe zuletzt für Kisdorfs letztjährigem Ligakonkurrenten Fetihspor Kaltenkirchen. Der 26 Jahre alte Vanselow steuerte in 24 Partien fünf Treffer bei. Er durchlief beim FC St. Pauli diverse Jugendteams, wurde daher fußballerisch bestens ausgebildet und schnupperte in 21 Spielen Bundesliga-Luft. Der Letzte im Bunde ist mit Leon Steinbrecher ein Innenverteidiger, der aus der eigenen Landesliga-U19 in den Ligakader aufrückt. Den vier Neuen stehen lediglich zwei Abgänge gegenüber. Es handelt sich zum einen um Ove Brinkmann, der nach Taiwan auswandert und zum anderen um Marco Martens, der in die Altherren wechselt.

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