07. November 2021 / 16:48 Uhr

Phönix Lübeck verliert durch Eigentor gegen Holstein Kiel II

Phönix Lübeck verliert durch Eigentor gegen Holstein Kiel II

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fabian Graudenz und Kubilay Büyükdemir gegen Kiels Tim Siedschlag.
Fabian Graudenz und Kubilay Büyükdemir gegen Kiels Tim Siedschlag. © Patrick Nawe
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Unglücksrabe Nico Fischer fälscht einen Ball unhaltbar ins eigene Tor ab.

Phönix Lübeck konnte die Erfolgsserie von Holstein Kiel in der Nordstaffel der Fußball-Regionalliga nicht stoppen. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen die Adlerträger vor 125 Zuschauern im Citti Fussball Park sind die Jungstörche seit nunmehr elf Spielen unbesiegt. Während die Kieler die Tabellenführung vor dem Verfolger SC Weiche Flensburg 08 verteidigten, verharrt Phönix weiterhin auf dem neunten Tabellenplatz.

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„So eine Serie ist alles andere als selbstverständlich. Die Konstanz, die wir an den Tag legen, ebenso wenig. Mein Team beeindruckt mich von Woche zu Woche“, lobte KSV-Coach Sebastian Gunkel nach dem 1:0-Sieg, dem vierten Spiel in Serie ohne Gegentor. Zehn Minuten benötigte die KSV, um sich erstmals gefährlich vor das Phönix-Tor zu kombinieren, dann tauchte Torjäger Laurynas Kulikas frei vor Lübecks Keeper Kevin Tittel auf, verzog aber knapp. Nur eine Minute später scheiterte Kulikas aus zehn Metern per Flachschuss an Tittel.

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Die Lübecker stopften mit hohem Laufaufwand die Lücken, die die U23-Störche mit ständigen Positionswechseln aufrissen. „Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren immer zu weit weg von den Gegenspielern. So kann man nicht gegen Kiel spielen “, monierte Phönix-Coach Daniel Safadi.

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Und dennoch wäre sein Team beinahe in Führung gegangen, als Haris Hyseni nach schöner Spielverlagerung von Kubilay Büyükdemir von der Strafraumgrenze den Pfosten traf (20.). KSV-Keeper Noah Oberbeck, Enkel der jüngst verstorbenen VfB Lübeck-Torwartlegende Rolf Oberbeck, gab nach seinem Debüt im Seniorenfußball zu: „Da wäre ich machtlos gewesen. Ansonsten haben mir meine Verteidiger sehr geholfen, einen angenehmen Nachmittag zu verleben.“

Die Jungstörche zeigten sich unbeeindruckt, drückten auf das Führungstor: Phillip König scheiterte aus spitzem Winkel (35.) an Tittel, der auch seine Fingerspitzen an einen Siedschlag-Schuss (36.) und an die Bogenlampe von Eric Gueye (40.) bekam. 8:1 Torchancen verbuchten die Kieler, doch torlos ging es in die Halbzeit.

Nach der Pause machten die Kieler da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört haten: Nach einer Gueye-Flanke spitzelte König den Ball in Richtung Phönix-Tor, ehe Lübecks Kapitän Nico Fischer den Ball beim Rettungsversuch mit der Hüfte über die Linie bugsierte. „Ich war noch dran“, bekannte Fischer. Phönix erwachte, operierte nun vermehrt mit langen Bällen, blieb im Abschluss aber zunächst harmlos. Als Fabian Graudenz nach Kontakt mit KSV-Verteidiger Niko Koulis in der Kieler Box zu Boden sank, forderten die Gäste Strafstoß (53.). „Fabian ist am Ball. Das ist ein klarer Elfer“, ärgerte sich Safadi über die Entscheidung des Lübecker Schiedsrichters Bela Bendowski.

Die besseren Chancen hatten jedoch weiterhin die Gastgeber: Dominique Ndure (60.), Gueye (64.) und Kasra Ghawilu (71.) vergaben die Vorentscheidung, ehe Graudenz nach Hübner-Querpass (88.) und Sahid Wahab (90.+1) den späten Ausgleich für Phönix liegen ließen. „Wir haben 50 Minuten verpennt, waren nicht richtig da. Diese Phasen dürfen wir uns nicht leisten, wenn wir erfolgreich sein wollen“, erklärte Lübecks Kusi Kwame, der von 2010 bis 2012 das Holstein-Trikot trug. Sein Trainer pflichtete seinem 32-jährigen Vizekapitän bei: „Wir müssen wie nach dem Gegentor spielen – mutiger. Leider belohnen wir uns nicht für die Leistungssteigerung. Solange die Meisterrunde für uns rechnerisch erreichbar ist, halten wir an unserem Ziel fest“, sagte Safadi im Brustton der Überzeugung.

Holstein Kiel II: Oberbeck – Carrera, Koulis, Stöcker – Ndure, Voß, Siedschlag, Gueye (87. Schwenk) – König (70. Ghawilu), Kulikas (90.+3 Giwah), Wolf (81. Mai).

Phönix Lübeck: Tittel – Korup, Ibraimo, Kwame, Fischer (85. Gnerlich)– Budimbu (85. Wahab), Graudenz, Lambach, Büyükdemir (79. Hübner) – Hyseni, Bouali (66. Knudsen).

Schiedsrichter: Bela Bendowski (Eintracht Lübeck) – Tore: 1:0 Fischer (47./Eigentor) – Gelbe Karten: Carrera/Fischer, Lambach – Zuschauer: 125.