18. Oktober 2021 / 14:06 Uhr

Phönix-Sportchef Frank Salomon über die aktuelle Situation und den Zuschauerzuspruch

Phönix-Sportchef Frank Salomon über die aktuelle Situation und den Zuschauerzuspruch

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Frank Salomon (links) - hier mit Dirk Brestel und Danny Cornelius - glaubt, dass einige mehr Zuschauer*innen den Spielen der Adlerträger beiwohnen würden, hieße der Spielort nicht Stadion am Buniamshof.
Frank Salomon (links) - hier mit Dirk Brestel und Danny Cornelius - glaubt, dass einige mehr Zuschauer*innen den Spielen der "Adlerträger" beiwohnen würden, hieße der Spielort nicht Stadion am Buniamshof. © Agentur 54°
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Am Sonntag bekommt man es auswärts mit Tabellenführer FC Teutonia 05 Ottensen zu tun. Gegen den FC Eintracht Norderstedt waren nur knapp über 300 Fans im Stadion: „Der Buni ist nicht unser Heimspielort. Wir haben mit Widrigkeiten zu kämpfen und spielen praktisch immer auswärts. Trotzdem sind wir im Soll und haben die Meisterrunde weiter vor Augen." 

Auch wenn der 1. FC Phönix Lübeck mit den letzten beiden Ergebnissen (1:1 gegen Eintracht Norderstedt, 2:2 beim VfB Lübeck) in der Regionalliga tabellarisch auf der Stelle tritt, zeigt die Formkurve bei den Adlern deutlich nach oben.

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Frank Salomon verweist auf ausgeglichene Regionalliga Nord

„Auch wenn wir im Moment nur auf Platz neun stehen, sehe ich das nicht dramatisch. Ein Sieg gegen Norderstedt wäre nicht unverdient gewesen. Gerade wenn ich unsere Torchancen in der ersten Halbzeit sehe, wo wir dreimal mutterseelenallein vor dem gegnerischen Torwart stehen. Klar könnte es besser sein. Doch die Liga ist sehr ausgeglichen. Wenn wir unser Nachholspiel gegen den Hamburger SV II (wurde für den 2. November, 19 Uhr, terminiert, die Red.) gewinnen, sind wir nur einen Punkt von Platz fünf entfernt“, sagt Sportdirektor Frank Salomon.

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Training auf dem Kunstrasen des TSV Siems

Am kommenden Sonntag müssen die Lübecker beim Tabellenführer FC Teutonia 05 Ottensen (14 Uhr) antreten. Da die Hamburger im Ausweichstadion Hoheluft auf Kunstrasen spielen, trainieren die Phönixer diese Woche auf selbigen Belag auf der Sportanlage beim TSV Siems am Krummen Weg. Theoretisch könnte man den eigenen Kunstrasenplatz nutzen. Aufgrund der Baumaßnahmen an der Travemünder Allee stehen dort aber keine Umkleidekabinen zur Verfügung. „Beim 0:0 im Hinspiel haben wir eine gute Figur abgegeben“, erinnert sich Salomon und blickt dem Auswärtsspiel bei den Teutonen positiv entgegen.

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1.FC Phönix Lübeck hat "noch nicht den Stamm an ganz festen Zuschauern"

Dass lediglich 304 Zuschauer das Norderstedt-Spiel am Buniamshof sehen wollten, besorgt den Sportdirektor indes keineswegs. „Man darf nicht vergessen, dass verschiedene Dinge eine Rolle spielen“, erklärt er den LN. „So haben wir noch nicht den Stamm an ganz festen Zuschauern. Es ist noch nicht lange her, da haben wir im Schnitt vor rund 300 Zuschauern gespielt.“ In der aktuellen Spielzeit liegt der Schnitt bei 556 Zuschauern in bisherigen fünf Heimspielen. Und das Rückspiel gegen Nachbar VfB Lübeck kommt erst noch (2. Februar).

Klarer Fokus auf Erreichen der Meisterrunde

„Ich glaube, dass Zuschauer sich immer mehr Events raussuchen oder besondere Spiele. Außerdem waren Herbstferien. Ein Problem sind natürlich auch die fehlenden Parkplätze am Buni, wo sich der eine oder andere Fan bei schlechteren Wetter wie am vergangenen Wochenende schon überlegt, ob er zu Fuß gehen soll“, meint Salomon und glaubt, dass die Resonanz am Flugplatz viel höher wäre. „Der Buni ist nicht unser Heimspielort. Wir haben mit Widrigkeiten zu kämpfen und spielen praktisch immer auswärts. Trotzdem sind wir im Soll und haben die Meisterrunde weiter vor Augen“, betont er.

Offensive um Neuzugang Arnold Budimbu und Haris Hyseni zeigt sich verbessert

Immer besser in Schwung kommt Arnold Budimbu. Der 26-jährige Stürmer (kam vom TSV Steinbach) erzielte gegen Norderstedt bereits seinen zweiten Saisontreffer und war viel unterwegs. „Er zeigt das, was wir uns von ihm erhofft haben. Durch die Corona-Pandemie konnte er lange nicht trainieren. Jetzt ist er im regelmäßigen Training und zeigt seine Qualität“, freut sich Salomon. Auch das Zusammenspiel mit Sturmpartner Haris Hyseni funktioniert immer besser. Das Norderstedt-Spiel hat gezeigt, dass die Phönixer auf dem richtigen Weg sind. Sie haben es lediglich verpasst, sich zu belohnen. Holen das Kapitän Nico Fischer & Co. gegen den leicht schwächelnden Tabellenführer (dreimal in Folge 1:1) nach?