06. September 2020 / 22:02 Uhr

Phönix Wildau gibt die Partie aus der Hand

Phönix Wildau gibt die Partie aus der Hand

Heiko Hoppenheit
Märkische Allgemeine Zeitung
Enttäuschte Phönix-Fußballer nach der 1:2-Heimniederlage gegen den BSV Guben-Nord.
Enttäuschte Phönix-Fußballer nach der 1:2-Heimniederlage gegen den BSV Guben-Nord. © Verein
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Landesliga Süd: Am dritten Spieltag unterliegt Phönix Wildau in seiner ersten Saisonpartie gegen den BSV Guben Nord nach 1:0-Pausenführung am Ende noch 1:2.

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Am dritten Spieltag der Fußball-Landesliga Süd verlor die Elf der SG Phönix Wildau gegen den BSV Guben Nord im heimischen Otto-Franke-Stadion mit 1:2. Es war das erste Punktspiel für die Heimelf in dieser Saison. Nach mehreren Coronafällen im Verein mussten die Wildauer zum Start in die Meisterschaftsrunde 2020/21 zunächst pausieren.

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Die Enttäuschung über den Ausgang des Heimspiels stand Phönix-Trainer Michael Werner nach der Partie ins Gesicht geschrieben: „Wir haben heute den Sieg zu leicht aus der Hand gegeben“, sagte er, „auch wenn mein Team nach dem 14-tägigen Lockdown noch nicht bei voller Stärke sein konnte. Wir warteten auf unseren zweiten Treffer und vergaßen in der Abwehr konzentriert weiterzuspielen. Die Gubener haben dies clever genutzt und dann selbst noch zwei Treffer gemacht.“

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Den Wildauern war die unfreiwillige Spielpause der letzten zwei Wochen anzusehen. Eine Viertelstunde benötigte die Heimelf, um langsam in die Partie zu kommen. Bis dahin dominierten die Gäste aus der Neißestadt, ohne aber eine wirkliche Gefahr für das Wildauer Tor zu sein. Ein Kopfball vom Wildauer Christopher Lamprecht von der Torraumgrenze nach 15 Minuten, der aber den Gubener Torwart Michael Noack vor keine Probleme stellte, war die erste Angriffsbemühung der Hausherren.

Auch wenn die Wildauer nun die Regie übernahmen, es blieb eine begrenzte Partie. Nach einer halben Stunde überraschte David Golz mit einem Freistoß aus dem linken Mittelfeld. Der Ball ging durch Freund und Feind. Das Spielgerät wurde vom Gubener Torwart gerade noch zur Ecke abgelenkt. Daraus entwickelte sich die Führung der Hausherren. Diesmal traf Lamprecht sehenswert per Kopf links unten ins Tor.

Wildau wollte nun mehr. Nur vier Minuten nach dem Treffer ging Ronny Brendel mit einem Solo über die linke Seite in den gegnerischen Strafraum, doch Torwart Noack war schneller und konnte den Ball noch abfangen. In der 41. Minute hatte dann Guben ihre erste halbwegs nennenswerte Offensivaktion. Der Kopfball von Steven Stoll war jedoch zu schwach, um den Wildauer Torwart Niklas Schermer zu überwinden.

Kurz vor der Pause besaßen die Hausherren die große Chance, die Führung auszubauen. Nach einer Diagonalflanke von Brendel kam Maurice Duhme rechts im Strafraum frei zum Schuss, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei.

Duhme war es dann gleich nach dem Wechsel, der mit einem Rückpass von der linken Grundlinie, Lamprecht erneut in Position brachte, doch der Kopfball ging knapp über das Tor. Die Hausherren drückten nun und waren dem zweiten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich. In der 61. Minute ging der Gubener Richter jedoch auf der linken Seite durch und seine Flanke verwertete Stoll per Kopf unter die Querlatte. Es war der erste richtige Angriff im Gubener Spiel.

Kurze Zeit später hatten die Wildauer wieder die Chance zur erneuten Führung. Nach einer Ecke köpfte der eingewechselte Phillip Damm den Ball zum linken Toreck, doch Noack glänzte mit einer Parade.

Der Gegentreffer zeigte bei den Phönix-Fußballern zunehmend Wirkung. Die Gäste operierten nun oft mit langen Bällen in die Spitze und verunsicherten die Abwehr der Wildauer. In der 77. Minute brachte dies den Erfolg. Richter, über links in den Lauf geschickt, überwand mit einem Flachschuss den herauseilenden Schermer im Wildauer Tor zum 2:1-Siegtreffer.