01. Februar 2020 / 22:26 Uhr

Kunde Malong verweigert Mainz-Trainer Beierlorzer Handschlag – Schröder: "War auf dem Holzweg"

Kunde Malong verweigert Mainz-Trainer Beierlorzer Handschlag – Schröder: "War auf dem Holzweg"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pierre Kunde-Malong verweigert dem Mainzer Trainer Achim Beierlorzer den Handschlag.
Pierre Kunde-Malong verweigert dem Mainzer Trainer Achim Beierlorzer den Handschlag. © imago images/Werner Schmitt
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Pierre Kunde Malong hat mit dem FSV Mainz 05 nicht nur das Spiel gegen den FC Bayern verloren, sondern sich auch bei seinem Trainer unbeliebt gemacht. Der Kameruner verweigerte Coach Achim Beierlorzer den Handschlag, nachdem dieser ihn früh ausgewechselt hatte. Die Mainzer Verantwortlichen reagierten angesäuert.

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Nach nur 32 Minuten war der Arbeitstag von Pierre Kunde Malong beendet. Der Mittelfeldspieler vom 1. FSV Mainz 05 wurde von Trainer Achim Beierlorzer im Heimspiel gegen den FC Bayern München frühzeitig ausgewechselt. Der Rekordmeister führte zu diesem Zeitpunkt bei den Rheinhessen schon mit 3:0, das Spiel endete schließlich mit 1:3 aus Mainzer Sicht. Beierlorzer wollte ein Debakel vermeiden, sah Kunde als Unsicherheitsfaktor und reagierte erbarmungslos mit dessen Auswechslung. Für ihn kam Kapitän Danny Latza ins Spiel. Der Kameruner war offenkundig verletzt und verweigerte dem neuen 05-Trainer demonstrativ den Handschlag.

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Beierlorzer konterte die Missachtung durch den körperlich robusten aber gegen die Bayern fehlerbehafteten Spieler, indem er sich mit einem resignierten Blick und gefalteten Händen von Kunde abwandte. Das freilich konnte der Mittelfeld-Profi nicht sehen, denn er war schon zur Mainzer Bank weitergetrottet. "Das hat etwas mit Respekt zu tun, den Trainer abzuklatschen", grollte Beierlorzer nach der vierten Mainzer Niederlage in Folge und ergänzte: "Er hat kein gutes Spiel gemacht. Dann muss man es auch akzeptieren und die Contenance wahren."

Schröder nach Kunde-Entgleisung: "War einfach ein Fehlverhalten"

Über die unglückliche Szene war nach Schlusspfiff nicht nur Beierlorzer erbost - sondern auch Sportvorstand Rouven Schröder, der Kunde vor anderthalb Jahren für 7,5 Millionen Euro von dessen Jugendverein Atlético Madrid verpflichtet hatte. "In dem Moment war der Respekt nicht da", sagte der frühere Bremer. "Der Spieler hat aber relativ schnell gemerkt, dass er damit auf dem Holzweg ist. Er weiß, dass er sich da entschuldigen muss. Es war einfach ein Fehlverhalten." Ob Kunde eine Strafe fürchten muss, ließ er offen.

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Die Mainzer ringen unter Beierlorzer um den Klassenerhalt. Der neue Coach, der Ende November nach seiner Entlassung in Köln Sando Schwarz ersetzte, konnte bisher im Schnitt nur einen Zähler pro Spiel sammeln. Nach einem anfänglichen Aufschwung mit drei Siegen aus seinen ersten fünf Spielen sind die Rheinhessen inzwischen wieder abgeschmiert und stehen in der Bundesliga nur auf dem 15. Platz - einen Zähler vor dem ebenfalls kriselnden SV Werder auf dem Relegationsrang.