09. April 2021 / 21:40 Uhr

"Planungen, den Gästebus anzugehen": Hinweise auf Attacke gegen RB Leipzig in Bremen

"Planungen, den Gästebus anzugehen": Hinweise auf Attacke gegen RB Leipzig in Bremen

Georg Faur
Leipziger Volkszeitung
Der Bremer Polizei sollen Hinweise vorliegen, wonach es Pläne gebe, den Bus von RB Leipzig „anzugehen“
Der Bremer Polizei sollen Hinweise vorliegen, wonach es Pläne gebe, den Bus von RB Leipzig „anzugehen“ © RB Leipzig/Screenshot Twitter/Montage
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Der Polizei in Bremen sollen Hinweise vorliegen, wonach es Planungen gebe, den Bus von RB Leipzig "anzugehen". Es wären zwar nicht die ersten Angriffe auf das Gefährt der Roten Bullen, dennoch sollen Szenen wie im April 2017 in Dortmund mit einem größeren Polizeiaufgebot verhindert werden.

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Leipzig/Bremen. Aufruhr vor dem Gastspiel von RB Leipzig beim SV Werder Bremen am Samstag-Nachmittag: Wie die Bremer Polizei am Freitagnachmittag twitterte, soll es Planungen gegeben haben, den Mannschaftsbus der Roten Bullen "anzugehen". Sie sprach dabei von "Hinweisen". Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben. Die Polizei in Bremen kündigte deshalb an, verstärkt im Einsatz zu sein. "Meinungen rechtfertigen keine Straftaten. Wir appellieren dringend, dies zu unterlassen", hieß es im Post weiter.

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Dabei sind große Polizei-Eskorten, die den Bus der Leipziger begleiten, nichts Neues: Auf Grund der Unbeliebtheit von RB in den Fanlagern anderer Vereine, und den damit einhergehenden Feindseligkeiten, wird die Mannschaft von Julian Nagelsmann in der Regel von einer Vielzahl von Polizisten zum Stadion geleitet. Da wegen der Coronavirus-Maßnahmen keine Fans in deutschen Stadien erlaubt sind und deshalb keine Fanmassen zu erwarten sind, ist davon auszugehen, dass sich das auch auf die Zahl der begleiteten Polizeibeamten auswirkt. Auf Anfrage des Bremer Fanmagazins "Deichstube" sagte Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald: „Wir stehen in engem Austausch mit der Polizei und gehen davon aus, dass die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Unsere Fans haben sich während der gesamten Corona-Zeit sehr vorbildlich verhalten und wir sind sicher, dass sie es auch weiterhin tun werden.“

Attacken auf den Bus von RB Leipzig gab es bereits in der Vergangenheit: So wurde beim Auswärtsspiel in Leverkusen im November 2016 die Windschutzscheibe mit Farbbeuteln beworfen. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Ralph Hasenhüttl, der zu diesem Zeitpunkt Bullen-Coach war, sagte damals: "Es ist nicht schön, wenn aus der Dunkelheit plötzlich irgendwelche Verrückten angelaufen kommen und du nicht weißt, was kommt". Auch 2013 kam es bei einem Spiel gegen den Halleschen FC zu Flaschenwürfen.

Weniger glimpflich verlief der Anschlag auf den Bus von Borussia Dortmund am 11. April 2017: Auf dem Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen die AS Monaco wurden in der Nähe des Fahrzeugs drei Sprengsätze gezündet, bei denen mehrere Personen verletzt wurden. Neben Polizisten, die ein Knalltrauma erlittern, traf es vor allem BVB-Verteidiger Marc Bartra, der mit einer gebrochenen Speiche und Glassplitter im Arm ins Krankenhaus eingeliefert wurde.