18. April 2018 / 08:11 Uhr

Planungen des 1. FC Lok Leipzig für nächste Saison weiter in der Schwebe

Planungen des 1. FC Lok Leipzig für nächste Saison weiter in der Schwebe

Fabian Held
Leipziger Volkszeitung
Olaf Winkler (Aufsichtsrat), Thomas Löwe (Präsident), Trainer Heiko Scholz
Quo Vadis, 1. FC Lok? Diese Frage müssen Olaf Winkler (Aufsichtsrat), Thomas Löwe (Präsident), Trainer Heiko Scholz und die übrige Führungsriege schnell beantworten. © Christian Modla
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Die Probstheidaer wollen in die 3. Liga. Wie sie den Weg dorthin beschreiten, steht aber noch nicht fest.

Leipzig. Profitum oder Halbprofitum? Das ist derzeit die alles entscheidende Frage beim 1. FC Lokomotive Leipzig. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen und wird wohl auch bei einer Präsidiums- sowie einer anschließenden Aufsichtsrats-Sitzung am Mittwoch nicht fallen. Die Budgetplanungen sind abgeschlossen und Trainer Heiko Scholz hat ein klares sportliches Konzept im Kopf. „Alle Spieler, die ich angesprochen habe, wollen kommen. Aber ob sie noch in drei Wochen wollen, das weiß ich nicht“, gibt der Trainer zu bedenken.

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So müssen Scholz und Manager Wolf-Rüdiger Ziegenbalg zweigleisig planen. Einmal eben mit Profi-Verträgen, einmal mit einem Halb-Profitum. Die Frage, die das Präsidium klären muss: Kommt das nötige Geld zusammen? Rund zwei Millionen Euro kostet eine Profi-Mannschaft, zu der eben nicht nur 20 Kicker, sondern auch Ärzte, Scouts, Betreuer gehören. Eine Mammutaufgabe für das (noch) kleine Lok-Team. Seit Wochen laufen die entsprechenden Gespräche in Probstheida.

Klar ist aber auch: So oder so wird es für den Verein weitergehen. Viele Spieler und vor allem Trainer Scholz haben signalisiert, mit der Lok in jedem Fall weiter machen zu wollen. „Ich bin geil drauf“, sagte Scholz über das Ziel 3. Liga. Ziegenbalg wirbt für die große Lösung mit Profitum, will dazu aber alle ehrenamtlichen Helfer und Amtsinhaber mit ins Boot holen und überzeugen. Das kostet Kraft und Zeit. Und die fehlt derzeit. Viele gute Spieler, so Ziegenbalg, seien nur jetzt zu bekommen.

Nachholer gegen Meuselwitz

Die sportliche Planung hängt also weiter von der richtungsweisenden Entscheidung des Präsidiums ab. Dort liegen die Zahlen und Planungen vor, müssen nun diskutiert werden. Anschließend legt das Gremium fest, in welche Richtung es geht. Dieser Entschluss muss noch vom Aufsichtsrat bestätigt werden, ehe das Budget steht und Verträge fixiert werden können.

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Bis dahin muss Lok sportlich wieder in die Spur finden, um das Ziel Platz 5 noch zu erreichen. Am Mittwochabend kommt der ZFC Meuselwitz ins Bruno-Plache-Stadion (19 Uhr). Mittelfeldmotor Paul Schinke sieht im derzeitigen Schwebezustand keine Ausrede für die zuletzt fünf Spiele ohne Dreier. Die vertraglichen Situationen seien nicht das dominante Thema in der Kabine. Vielmehr sieht er sportliche Gründe. „Der letzte Wille fehlt“, meinte Schinke ehrlich. Immerhin: Mentalitätsspieler Robert Zickert wird wahrscheinlich zurückkehren. Matus Lorincak wird nach überstandener Grippe wohl im Kader stehen, ein Einsatz ist derzeit aber eher unrealistisch.

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