23. Mai 2022 / 22:25 Uhr

Plattenhardt-Freistoß sichert Hertha und Magath den Klassenerhalt – HSV bleibt zweitklassig

Plattenhardt-Freistoß sichert Hertha und Magath den Klassenerhalt – HSV bleibt zweitklassig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Hertha BSC feiert den Klassenerhalt, der HSV bleibt in Liga zwei.
Hertha BSC feiert den Klassenerhalt, der HSV bleibt in Liga zwei. © IMAGO/Revierfoto (Montage)
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Hertha BSC jubelt über den Klassenerhalt in der Bundesliga. Die Berliner drehten am Montagabend das 0:1 aus dem Relegationshinspiel gegen den Hamburger SV und bleiben nach einer verkorksten Saison im deutschen Oberhaus. Der HSV muss stattdessen ein weiteres Jahr in der Zweitklassigkeit verbringen.

Hertha BSC bleibt in der Bundesliga, der Hamburger SV muss mindestens ein weiteres Jahr in der Zweitklassigkeit verbringen. Die von Felix Magath trainierten Berliner gewannen das Relegations-Rückspiel am Montagabend in Hamburg mit 2:0 und machten damit die Hinspiel-Niederlage vom vergangenen Donnerstag (0:1) wett. Die Treffer für den Tabellen-16. der abgelaufenen Bundesliga-Saison erzielten Dedryck Boyata (4.) und Marvin Plattenhardt (63.).

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Magath setzte in der Startformation auf die Routiniers Kevin-Prince Boateng und Stevan Jovetic. Das Duo ersetzte in der Startelf Marco Richter und Maximilian Mittelstädt in der Offensive. Auch Santiago Ascacibar kehrte im Volksparkstadion nach seiner Gelbsperre für Niklas Stark ins defensive Mittelfeld zurück. "Er kann den Spielaufbau beim HSV stören, den wir im Hinspiel zu wenig gestört haben“, sagte Magath bei Sky vor dem Anpfiff über Ascacibar: "Wir müssen dem HSV mehr als Paroli bieten." Und das gelang mit Ascacibar. Der Argentinier zeigte eine starke Leistung. Beim HSV setzte Trainer Tim Walter auf die gleiche Formation wie ihm Hinspiel. "Die Zuschauer und die Stadt haben das verdient. Es ist unfassbar, wie sie uns unterstützen, wie sie mitgehen. Das ist ein schönes und geiles Gefühl", sagte der HSV-Coach vor dem Spiel.

Doch das hielt nicht lange an. Gleich zum Start hatte die Hertha die Hausherren aus Hamburg unter Druck gesetzt. Mit Erfolg: Linksverteidiger Marvin Plattenhardt holte bei einem Ausflug in die Offensive einen Eckball heraus. Diesen führte der 31-Jährige selbst aus und servierte maßgerecht für den mit nach vorn geeilten Innenverteidiger Boyata. Der Defensivmann stieg am höchsten und markierte die 1:0-Führung (4.) für die Gäste. Der HSV reagierte geschockt, die Hertha überrumpelte die Schützlinge von Tim Walter mit ihrem druckvollen Spiel merklich und behielt auch in der Folge die Oberhand. Die nächste dicke Chance hatte wieder das Magath-Team. Nach einem Pass von Ishak Belfodil tauchte Lucas Tousart vor dem HSV auf, doch Keeper Daniel Heuer Fernandes konnte den Schuss aus der rechten Ecke fischen (31.). Mit der Berliner Führung ging es dann in die Pause.

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Aus der Kabine kam der HSV dann fokussiert und ging sofort griffig in die Zweikämpfe - allerdings fehlte nach wie vor der Zug zum Tor: Eine klare Chance konnte sich das Walter-Team nicht erspielen. Auf der Gegenseite prüfte Plattenhardt HSV-Keeper Heuer Fernandes, der in dieser Szene noch zur Stelle war (54.). Wenig später sah der Keeper dann zumindest unglücklich aus. Plattenhardt zirkelte einen Freistoß aus dem halbrechten Feld mit Zug aufs Tor, der Ball wurde immer länger und flog über Heuer Fernandes zum 2:0 für die Berliner ins lange Eck (63.). Hertha-Stürmer Jovetic hätte dann schon den Deckel drauf machen können: Nach einem schönen Pass machte sich der Angreifer auf den Weg zum HSV-Tor, Heuer Fernandes war allerdings zur Stelle (74.). Anschließend rannte der HSV wütend an. Ein Schuss des eingewechselten Josha Vagnoman wurde gerade noch so abgeblockt (80.). Der Zweitligist schnürte die Berliner in der eigenen Hälfte ein, doch der dringend benötigte Treffer zur Verlängerung gelang nicht mehr. In der Nachspielzeit kassierte Tousart noch die Gelb-Rote Karte (90.+5.). Nach drei vierten Plätzen in Folge scheiterten die Hamburger jetzt in der Relegation zur Bundesliga.