30. Januar 2020 / 10:17 Uhr

Platz Elf: In der Ruhe lag ASV Dersaus Kraft

Platz Elf: In der Ruhe lag ASV Dersaus Kraft

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Jonas Langen (gelb, ASV Dersau) gegen Eyke Christian Sprengel (MTV Dänischenhagen) in einem intensiven Spiel der Verbandsliga Ost.
Jonas Langen (gelb, ASV Dersau) gegen Eyke Christian Sprengel (MTV Dänischenhagen) in einem intensiven Spiel der Verbandsliga Ost. © Sönke Ehlers
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Verbandsliga Ost: Der lange Leidensweg des Fußball-Verbandsligisten – Erster Sieg am 19. Oktober

16 Punkte, Platz elf – das lässt auf eine eher sorglose erste Saisonhälfte in der Fußball-Verbandsliga Ost schließen. Doch weit gefehlt. Der ASV Dersau hatte ein tiefes Tal zu durchschreiten, ehe im Spätherbst doch noch der Knoten platzte. Dabei begann die Saison verheißungsvoll.

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"Es gab nie Druck"

Im Landespokal führte der ASV gegen Oberliga-Spitzenreiter Todesfelde mit 2:0, ehe sich der Favorit mit zwei Toren in die Verlängerung rettete und im Elfmeterschießen die Oberhand behielt. „Wir hatten eine starke Vorbereitung. Doch dann kam es ganz hart. So etwas habe ich in 20 Trainerjahren noch nicht erlebt. Verletzungen, Urlaub, persönliche Gründe – es fehlten mir im Schnitt 13 Spieler.

Angeschlagene Spieler musste ich deshalb zu früh einsetzen. Die Fitness stimmte nicht. Es hat der gespielt, der da war. Das zog sich durch die erste Halbserie“, schildert Dersaus Trainer Matthias Falk. Nach neun Spielen war der ASV noch ohne Sieg und hatte nur drei Punkte auf dem Konto. Und obwohl kein Ende des Leidensweges auszumachen war, stand das Vereinsumfeld hinter seinem Coach.

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„Es gab nie Druck. Die Offiziellen und die Fans haben die Ruhe bewahrt. Wir konnten ohne Störgeräusche arbeiten. Das weiß ich sehr zu schätzen“, sagte Falk, der das Vertrauen zurückzahlte. Am 19. Oktober landete sein Team in Schönkirchen mit 2:1 den ersten Sieg und holte in fünf Spielen zehn Punkte. Sogar das Nachholspiel gegen den Preetzer TSV gewann Dersau mit 1:0.

Spieler wachsen über sich hinaus

„Wir haben zum Ende der Hinserie mit den vielen Rückkehrern zu uns gefunden und sind mit einem guten Gefühl in die Winterpause gegangen. Das ist ganz wichtig“, so Falk, für den Neuzugang Faustino Blanco Fernandez zu einem der wichtigsten Spieler wurde. Der Offensivspieler integrierte sich rasch und gab dem Spiel mit seiner Übersicht viele Impulse. Auch Kämpfer Christopher Kroll brachte überdurchschnittliche Leistungen.

Und für die nötigen Tore sorgte neben Fernandez schließlich Steffen Uhl. Der flinke Angreifer fand im Oktober zur Treffsicherheit zurück. Bei aller Freude hadert Matthias Falk aber dennoch mit den schwachen Auftritten gegen Saxonia (0:4) und Flintbek (1:6). „Das war wirklich furchtbar. Da passte gar nichts. Einbrüche waren bei unserer Lage zwar nicht überraschend. Aber wir müssen die Niederlagen dann in Grenzen halten“, hat Falk hohe Ansprüche, ohne den Sinn für Realität zu verlieren. Die sieht er in einem gesicherten Mittelfeldplatz zum Saisonende. Vorausgesetzt, alle Spieler sind fit.


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