02. August 2021 / 13:47 Uhr

Platz sieben in der Qualifikation: Bahnvierer mit Leipziger Felix Groß mit Problemen

Platz sieben in der Qualifikation: Bahnvierer mit Leipziger Felix Groß mit Problemen

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Bahnradvierer
Das deutsche Team mit Felix Gross (r-l), Leon Rohde, Domenic Weinstein und Theo Reinhardt in Aktion. © dpa
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Der Bahnrad-Vierer der Männer ist bei den Olympischen Spielen auf Platz sieben gefahren. Der Leipziger Felix Groß legte zusammen mit Theo Reinhardt, Leon Rohde und Domenic Weinstein am Montag in Izu eine Zeit von 3:50,830 Minuten hin. Damit bleibt zumindest noch die Chance, das kleine Finale zu erreichen.

Tokio. Es war zwar nur die Qualifikation, in der niemand ausgeschieden ist und eventuelle Probleme noch analysiert und behoben werden können. Dennoch: Der erste Auftritt des deutschen Männer-Bahnradvierers in Tokio gibt keinerlei Anlass zu großem Optimismus. Das Quartett mit dem schnellen Leipziger Felix Groß als Anfahrer wirkte alles andere als homogen und kam zunächst über Platz sieben unter acht Teams nicht hinaus.

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Groß: "Sind mit dem Lauf unzufrieden"

Zunächst hatte das Team von Bundestrainer Sven Meyer Platz sechs belegt, nachdem die Australier wegen eines Lenkerbruchs gestürzt waren. Doch anschließend durften die Australier ihren Lauf wiederholen und wurden Fünfte. Seit dem Silberrang bei der WM 2002 fuhr der einstige Vorzeigevierer trotz kleinerer Lichtblicke der Weltspitze stets hinterher, wenn es drauf ankam. Auch am Montag betrug der Abstand zum Bronzerang fast fünf Sekunden.

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3:50,830 Minuten fuhr das deutsche Team, in dem wie bei der WM 2019 in Berlin erst ein und dann ein zweiter Fahrer den Anschluss verlor. Bei Sieger Dänemark blieb die Uhr bei 3:45,014 stehen. „Wir sind mit dem Lauf unzufrieden, es war kein guter Einstieg“, sagte Felix Groß vom SC DHfK: „Wir werden den Lauf genau analysieren und wollen unsere Fehler am Dienstag im Duell mit Kanada weglassen.“ Ziel sei nach wie vor Deutscher Rekord und die erste Zeit eines deutschen Vierers unter 3:50 Minuten.

Dies allein wird für eine Top-Platzierung aber nicht reichen. Theoretisch hat das Quartett noch die Chance auf Bronze. Doch der Niveau-Unterschied zwischen den vier Fahrern erscheint nach wie vor zu groß - ebenso der Abstand zu den Top-Nationen Dänemark, Italien, Neuseeland und Großbritannien. Felix Groß ist mit seiner Form sehr zufrieden. Er leistete viel Führungsarbeit, wird am Dienstag (9.20 Uhr) im Duell mit den sechstplatzierten Kanadiern aber wohl einen Tick langsamer anfahren, um seine Hinterleute nicht vor zu große Probleme zu stellen. Vielleicht zahlt sich diese Maßnahme auf der zweiten Hälfte aus.

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