22. Mai 2021 / 17:50 Uhr

Platz vier, aber Gegentor-Rekord: VfL Wolfsburg unterliegt Mainz 05

Platz vier, aber Gegentor-Rekord: VfL Wolfsburg unterliegt Mainz 05

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jay Brooks (M) köpft den Ball vor den Mainzern Karim Onisiwo (r) und Robin Quasion weg
Konnten sich gegen Mainz (weiße Trikots) nicht durchsetzen: John Anthony Brooks (M.) und der VfL Wolfsburg. © Swen Pförtner/dpa
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Platz drei war noch drin, letztlich ging der VfL Wolfsburg im letzten Bundesliga-Saisonspiel aber leer aus: Gegen Mainz 05 gab's eine 2:3-(0:1)-Niederlage - und Rang vier sowie einen Rekord zum Abschluss.

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Der FSV Mainz 05 hat seine erfolgreiche Bundesliga-Rückrunde mit einem Sieg beim künftigen Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg gekrönt. Am letzten Spieltag gewann der Nicht-Absteiger beim Tabellenvierten mit 3:2 (1:0). Dreimal gingen die Mainzer am Samstag durch Jean Paul Boetius (44. Minute), Robin Quaison (54.) und Stefan Bell (78.) in Führung. Der VfL kam durch Maximilian Philipp (47.) und Joao Victor (66.) aber nur zweimal wieder zurück. Beide Teams hatten ihre Saisonziele schon vor dieser Partie erreicht. Der VfL machte vor einer Woche die Champions-League-Qualifikation perfekt und muss nun in den nächsten Tagen noch klären, ob Oliver Glasner Trainer bleibt oder nicht.

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Bei den Mainzern stellt sich diese Frage nicht. Nach dem Ende der Hinrunde standen sie mit nur sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Unter dem Dänen Bo Svensson aber holten sie in der zweiten Halbserie 32 Zähler und spielten punktgleich mit den Wolfsburgern die viertbeste Rückrunde aller Bundesliga-Clubs.

Einzelkritik: VfL Wolfsburg - Mainz 05

<b>Pavao Pervan</b>: Casteels wegen OP nicht dabei, da durfte Pervan ran, die Top-Nummer 2 konnte sich einige Male auszeichnen, bei den Gegentoren ohne Chance. Note: 3 Zur Galerie
Pavao Pervan: Casteels wegen OP nicht dabei, da durfte Pervan ran, die Top-Nummer 2 konnte sich einige Male auszeichnen, bei den Gegentoren ohne Chance. Note: 3 ©

Welcher Ehrgeiz beide Teams antreibt, war auch am Samstag noch einmal gut zu sehen. Beide Trainer schickten ihre bestmöglichen Formationen ins Spiel. Kein Ersatzmann erhielt eine Bewährungschance, kein Spieler, der den Verein nach dieser Saison verlassen muss, wurde allein aus diesem Grund mit einem Startelf-Einsatz verabschiedet.



Einzig der Wolfsburger Ersatztorwart Pavao Pervan musste den am Wadenbein operierten Koen Casteels ersetzen und parierte schon in der 5. Minute die erste Mainzer Möglichkeit durch Boetius. Auf der anderen Seite hatte Wout Weghorst in seinem 100. Bundesliga-Spiel für den VfL nur sechs Minuten später eine noch viel größere Chance, als er aus kurzer Distanz am Mainzer Keeper Finn Dahmen scheiterte (11.).

VfL Wolfsburg gegen Mainz 05: Die Bilder des Saisonfinals

Maximilian Philipp gegen die Mainzer Danny da Costa (l) und Leandro Barreiro Martins Zur Galerie
Maximilian Philipp gegen die Mainzer Danny da Costa (l) und Leandro Barreiro Martins ©

Zwischendurch verflachte das Spiel auch immer mal wieder. Aber beiden Teams war anzumerken: Sie wollten es unbedingt gewinnen. Nach dem 1:1-Ausgleich hatte Wolfsburg durch Xaver Schlager sogar die Chance zur Führung (54.). Auf einmal stand es wieder 1:2. Nach dem erneuten Ausgleich und auch nach dem 2:3 drückten dann wieder die Wolfsburger. Ein sachtes Ausklingen dieser Saison kam beiden Gegnern nicht in den Sinn. In der 82. Minute traf Schlager noch einmal den Pfosten.

„Wir stehen völlig verdient da. Uns wurde nichts geschenkt. Wir hatten nie das Gefühl: Puh, war das aber glücklich“, hatte Glasner schon vor dem Spiel über das Erreichen der Champions League gesagt. Auch eine Heimniederlage im letzten Saisonspiel änderte an diesem Eindruck nichts. Seit der Österreicher den VfL im Sommer 2019 übernahm, holte sein Team in jeder Halbserie mehr Punkte als in der davor: 24, 25, 29, 32 - diese Zahlen bestätigen eine stetige Weiterentwicklung. Als Lohn dafür wurde die Mannschaft vor dem Stadion von einigen Fans lautstark unterstützt.

Weil es bei drei Gegentoren blieb, hat der VfL immerhin einen Vereinsrekord geknackt, beendet die Saison mit 37 Gegentoren - so wenige wie noch in der Bundesliga.

dpa