26. Dezember 2021 / 10:59 Uhr

Platz vier zur Corona-Pause: Für Vorsfeldes Handballer ist die Abwehr-Schwäche eine Chance

Platz vier zur Corona-Pause: Für Vorsfeldes Handballer ist die Abwehr-Schwäche eine Chance

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Platz vier zur Corona-Pause: Handball-Oberligist MTV Vorsfelde ist mit dem ersten Teil der Saison absolut zufrieden, doch Trainer Daniel Heimann will vor allem in der Abwehr stabiler stehen.

Vierter Platz nach neun Spielen, 11:7 Punkte, zwei Zähler hinter Lokalrivale VfB Fallersleben: Handball-Oberligist MTV Vorsfelde ist zur Corona-Pause auf Rang vier mitten drin im oberen Tabellen-Drittel. "Wir können mit dem Tabellenstand absolut zufrieden sein", sagt daher auch Coach Daniel Heimann. Aber, der Trainer ist sich sicher: Mit einer stärkeren Defensive wäre noch mehr drin gewesen.

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Auffällig: Mit 290 Toren hat der MTV gemeinsam mit der HSG Plesse-Hardenberg den besten Angriff der Liga - und das bei einem Spiel weniger als die HSG. Doch in der Abwehr hakt's: 269 Gegentore sind unter den ersten Acht (Hameln hat bei einem Spiel mehr 282) der schlechteste Wert. "Die schwache Verteidigung sehe ich als Chance, dass wir noch weiter oben stehen können", sagt Heimann. "Wir müssen unsere Abwehrarbeit ins Fahrwasser bekommen, gerne auch wenn wir dafür selbst weniger Tore werfen. Manchmal hat uns nur unser Offensivspektakel den Sieg gebracht."

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Und so geht der Blick in Vorsfelde klar nach oben. "Wenn wir am Ende unter den ersten drei landen, sind wir sehr zufrieden. Wir wollen uns im oberen Drittel festsetzen. Die Mannschaft hat auch für die nächsten Jahre ein sehr großes Potenzial." Und genau das im Angriff und in der Abwehr konstant abzurufen, ist das Ziel. Schließlich gab's beim MTV einige neue Spieler, die integriert werden mussten. So war auch der Start alles andere als perfekt: Beim 29:30 in Hameln "hätten wir früher für klarere Verhältnisse sorgen müssen. Die Niederlage wird uns in der Saison noch begleiten", fürchtet Heimann. "Gerade auch mit der Brisanz, ob der Treffer zum Ausgleich noch hätte zählen müssen oder nicht."


Doch von diesem Schock zum Auftakt erholte sich der MTV direkt. Holte zwei Wochen später bei Topteam Söhre einen Punkt. "Das hat gezeigt, dass wenn wir alles abrufen und richtig wollen, wir auch die Großen ärgern können", sagt Heimann stolz. "Aus dem Spiel sind wir gestärkt rausgegangen, haben dann drei Siege in Folge gesammelt." Dann folgte ein knappes 34:33 gegen den Zweiten Großenheidorn und im Anschluss ein unerklärliches 26:34 in Schaumburg - dem Vorletzten. Heimann: "Da hatten wir eine ungewohnte Angriffsschwäche. Ich hoffe, das bleibt bei dem einen Spiel."

Doch dem Coach gefällt, wie das Team mit Niederlagen umgeht, die Mannschaft sei stets selbstkritisch, meldete sich zudem im letzten Spiel 2021 mit einem 36:26 gegen Duderstadt zurück. "Da war ein Klassenunterschied erkennbar." Dennoch ist Heimann nach dem Erlebten vor dem ersten Spiel beim Re-Start gewarnt. Am 15. Januar soll es gegen Schlusslicht Barsinghausen weitergehen. "Sich den Status des Favoriten zu erarbeiten, ist das eine. Man muss es aber auch beweisen. Man kann da nicht einfach so zwei Punkte mitnehmen." Ob es aber wirklich weitergeht, da ist der MTV-Coach nach den jüngsten Beschlüssen der Politik skeptisch.

Er würde sich jedenfalls freuen, hat noch viel vor mit seiner Mannschaft, in der einige Spieler richtig aufblühen. Janis Thiele und Yannik Schilling zum Beispiel. "Janis hat auf der Mitte viel Übersicht, spielt einen ruhigen Handball, es freut mich, dass er sich in den letzten Jahren so gut entwickelt hat", lobt Heimann. Und: "Yannik ist in der Oberliga wahrscheinlich der kreativste Spieler, hat in diesem Jahr noch mal einen riesen Sprung gemacht. Er hilft auch Cedric Sievert, der ebenfalls Rückraum rechts spielt, im Training sehr und nimmt ihn unter seine Fittiche."