28. September 2018 / 08:11 Uhr

Der Platzwart: Abstiegskampf hätte Salif Sané auch bei 96 haben können!

Der Platzwart: Abstiegskampf hätte Salif Sané auch bei 96 haben können!

Der Platzwart
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Platzwart: Für den Abstiegskampf hätte Salif Sané nicht erst zu Schalke 04 wechseln müssen.
Der Platzwart: Für den Abstiegskampf hätte Salif Sané nicht erst zu Schalke 04 wechseln müssen. © imago/Team 2/Petrow
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Elf Punkte hatte Clubchef Martin Kind nach den ersten fünf Partien für Hannover 96 angepeilt. Geworden sind es nur zwei. Damit steht die Breitenreiter-Elf allerdings ganze zwei Punkte vor Schalke 04. Damit wäre man fünf Spieltage zurück noch Meister geworden! Der Platzwart analysiert.

Antarktis rutscht. Irgendwo fällt ein Sack Mais um. Martin Kind ist ein Freund klarer Ansagen. Schweres Auftaktprogramm, Harnik, Klaus und Sané weg, ein Japaner mit WM-Jetlag, dazu Felipe noch nicht hundertprozentig wieder auf dem Damm. Problem? Papperlapapp. 11 Punkte sollt ihr sein, sagte der Clubchef.

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Problem: Nicht am Ende der Hinrunde, sondern schon nach den ersten fünf Partien. Hat er vor dem Bremen-Spiel so angekündigt. Hat dann ja auch geklappt. Allerdings nur für Bremen.

Martin Harnik tanzt in Bremen

Der Unterschied zwischen Bremen und Hannover nach fünf Spieltagen? Martin Harnik tanzt, Hannover 96 wird ausgetanzt. Bremen ist jetzt Bayern-Jäger. Die Grünen spielen so gut, der Nachwuchstrainer bei Werder kann nicht mal mehr sicher sein, zu Weihnachten wie sonst üblich bei Werder neuer Cheftrainer zu werden. Ein Novum an der Weser.

Und 96? Steht in der Tabelle punktemäßig immerhin noch vor Schalke 04. Fünf Spieltage zurück wäre man in dieser Konstellation Deutscher Meister geworden. Deutscher Meister! Das hätte nicht mal Martin Kind für möglich gehalten.

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Elf Punkte mit Schmiedebach und Karaman

In der vorigen Saison hatten wir nach fünf Spieltagen tatsächlich elf Punkte. Aber da hatten wir auch noch Schmiedebach und Karaman in der Truppe. Jetzt haben wir Michael Esser als neue Nummer eins im Tor, der in einem Interview messerscharf auf den Punkt brachte, was sich an seinem Job verändert hat: „Der Unterschied ist, dass man auf dem Platz stehen darf und nicht mehr auf der Bank sitzen muss.“ Klare Ansagen überall.

Trotzdem: Zwei Punkte nach fünf Spieltagen, bei 96 steht eine richtungsweisende Entscheidung an: Einrichten im Tabellenkeller? Oder durchstarten? Ob sich Salif Sané ärgert? Abstiegskampf hätte er auch in Hannover haben können, da hätte er nicht umständlich zu Schalke 04 wechseln und seine alten Ikea-Kleiderschränke schon wieder auseinandernehmen und zusammenschrauben müssen.

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Salif Sané ist nach dem Spiel zu TräŠnen gerüŸhrt. ©

Was unterscheidet 2018 von 2015?

Wo gibt es Hoffnung, was unterscheidet 2018 von 2015? Trainer und Spieler sagen: Es steht eine Mannschaft auf dem Platz. Okay, das war 2015 allerdings auch so. Es war nur keine gute. Was diese Saison retten könnte: Michael Frontzeck ist mittlerweile Trainer in Kaiserslautern. Und nicht nur das. Aus alter Gewohnheit hat Frontzeck mit seiner neuen Mannschaft am vergangenen Dienstag Eintracht Braunschweig besiegt.

Beides bringt Hannover 96 stimmungsmäßig ein Stück voran. So wie Hendrik Weydandt. Gar nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Breitenreiter Weydandt schon zur 2. Halbzeit und nicht erst in der 73. Minute gebracht hätte. Oder von Beginn an. Die Frankfurter haben die Siegprämien für das 96-Spiel schon für Weihnachtseinkäufe verplant, danach kommt Tayfun Korkut, der schon wieder Montagsspiele beobachten lässt. Das könnte die Wende sein.

Kein Sieg gegen Frankfurt und Stuttgart? Dann ab zum großen 96-Laternenumzug am 8. November. Die roten Laternen stellt der Verein.

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