22. März 2019 / 22:24 Uhr

Hannover Indians am Boden: Bitteres Play-off-Aus in Runde eins

Hannover Indians am Boden: Bitteres Play-off-Aus in Runde eins

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Überzahl vor dem Indians-Tor: Selb nutzt dennoch die Chance zum Torerfolg.
Überzahl vor dem Indians-Tor: Selb nutzt dennoch die Chance zum Torerfolg. © Mario Wiedel PIXMAWI
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So schnell wollten Eishockey-Jungs der Hannover Indians eigentlich nicht in den Sommerurlaub. Doch nach der 1:4-Pleite in Selb können die Indianer ins Reisebüro. Play-off-Aus in Runde eins. Souverän hingegen die Scorpions, die nach Verlängerung den Sack zu machen.

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Die Hannover Indians sind aus den Play-offs der Eishockey-Oberliga ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Lenny Soccio unterlag bei den Selber Wölfen mit 1:4 (1:2, 0:1, 0:1). Damit gewinnen die Oberfranken die Serie mit 3:1.

Den Indians gelang in Selb vor 2695 Zuschauern ein Start nach Maß. Bereits nach 23 Sekunden sorgte Branislav Pohanka für das 0:1. Wölfe-Keeper Niklas Deske konnte den Schuss des ECH-Kapitäns nicht festhalten, sodass dieser selbst im Nachschuss vollendete. In der Folge hatten die Gäste die Begegnung im Griff, standen gut in der Defensive und besaß selbst Chancen für einen Ausbau der Führung.

Rückstand in Unterzahl

Das nächste Tor fiel aber auf der Gegenseite durch Noah Nijenhuis (13.). Nach einer umstrittenen Strafe gegen Stefan Goller gerieten die Indians in Unterzahl. Diesen Vorteil nutzten die Gastgeber und gingen durch Ian McDonald (18.) in Front. Kurz vor Drittelende fehlte wiederum den Hannoveranern das Scheibenglück bei einem eigenen starken Powerplay.

Im Mitteldrittel waren beide Teams darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Die Indians besaßen ihrerseits die beste Chance zur Mitte dieses Spielabschnitts (29.), als Arnoldas Bosas nach starker Vorarbeit von Andreas Morczinietz den Ausgleich verpasste. Und wieder zeigten sich die Wölfe kaltschnäuziger bei eigenen Möglichkeiten: Charles Graaskamp (35.) erzielte per Handgelenkschuss das 3:1.

Indians-Schlussoffensive ohne Erfolg

Im finalen Drittel hielt ECH-Keeper Kevin Beech sein Team zunächst im Spiel. Es folgte die Schlussoffensive der Indians. Die Wölfe verteidigten aber mit Mann und Maus, McDonald (60.) sorgte für den 4:1-Endstand.

Scorpions holen den dritten Sieg nach Verlängerung

Die Hannover Scorpions haben das Viertelfinale der Play-offs erreicht. Sie gewannen bei den Blue Devils Weiden mit 4:3 (2:1, 1:1, 0:1) nach Verlängerung – und holten damit den nötigen dritten Sieg.

Die Scorpions mussten in Weiden einen frühen Rückstand verdauen. Marco Habermann (4.) brachte die Blue Devils in Überzahl in Front. Doch Matt Wilkens, der angeschlagen mit einer Fußverletzung die Play-offs durchsteht, glich nach etwas mehr als einer Viertelstunde aus. Als der ehemaliger Scorpions-Verteidiger Maximilian Deichstetter auf der Strafbank saß, schlugen die Wedemärker noch vor Drittelende zu und gingen durch Marian Dejdar (20.) erstmals in Führung. Dejdar bestätigte damit seine bislang gute Form in den Play-offs.

Fotos zur Partie zwischen den Hannover Indians und den Selber Wölfen:

Die Fans präsentieren eine Choreographie vor dem Spiel. Zur Galerie
Die Fans präsentieren eine Choreographie vor dem Spiel. ©
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Blitzstart in Drittel zwei

Im zweiten Abschnitt erwischten die Gäste den weitaus besseren Start. 41 Sekunden waren absolviert, da erhöhte Marius Garten auf 3:1. Michael Kirchberger (38.) gelang der Anschluss, als der Puck über Scorpions-Keeper Christoph Mathis hinweg ins Tor trudelte. Was vor 1639 Zuschauern folgte, war ein hektisches Schlussdrittel. Herbert Geisberger (47.) erzielte nach einem unnötigen Scheibenverlust der Scorpions den Ausgleich für die Weidener. In der Verlängerung hatte das Team von Trainer Dieter Reiss das bessere Ende für sich. Patrick Schmid (68.), mit seinem vierten Tor der Serie, sorgte für die Entscheidung. In der nächsten Runde geht es gegen die Starbulls Rosenheim.