02. Februar 2020 / 13:04 Uhr

Kommentar zum Platzverweis von Gladbach-Star Plea: Die Schiedsrichter haben mehr Respekt verdient

Kommentar zum Platzverweis von Gladbach-Star Plea: Die Schiedsrichter haben mehr Respekt verdient

Jan Jüttner
Die Schiedsrichter haben mehr Respekt von den Profis verdient, meint SPORTBUZZER-Volontär Jan Jüttner.
Die Schiedsrichter haben mehr Respekt von den Profis verdient, meint SPORTBUZZER-Volontär Jan Jüttner. © imago images / Contrast
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Die Gelb-Rote Karte von Gladbachs Stürmer Alassane Plea beim 2:2 gegen RB Leipzig hat die Gemüter bei der Borussia erhitzt. Doch die Aufregung um den Platzverweis ist völlig unnötig. Stattdessen sollten die Spieler den Referees mehr Respekt entgegenbringen, meint SPORTBUZZER-Volontär Jan Jüttner.

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Die Aufregung um die Gelb-Rote Karte für Gladbachs Alassane Plea beim 2:2 gegen RB Leipzig war riesig. Die Gladbacher liefen nach dem Platzverweis Sturm: Klub-Vize Rainer Bonhof wütete gegen Schiedsrichter Tobias Stieler, Pleas Mitspieler warfen dem Unparteiischen mangelndes Fingerspitzengefühl vor, unzählige Fans echauffierten sich im Netz via Twitter.

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Doch dieser Wirbel ist völlig unberechtigt, denn der DFB hatte vor Rückrundenbeginn klar daraufhin hingewiesen, dass die Schiedsrichter in Zukunft respektlose Gesten und Lamentieren der Profis in Richtung der Referees strenger bewerten. Die Aktion von Plea war einfach nicht clever. Punkt.

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Die Profis haben eine Vorbildfunktion

In den letzten Monaten hatte es diverse Vorfälle in Amateurligen gegeben, bei denen Unparteiische zur Zielscheibe der Spieler wurden. Die Bundesliga wird Woche für Woche von Millionen von Fans verfolgt. Gerade deshalb sollten die Profis mit gutem Beispiel vorangehen. Tun sie es wie im Fall von Plea nicht, dann ist es das gute Recht der Schiedsrichter, derart hart durchzugreifen und die Spieler auch vom Platz zu stellen.

Dass sich ein TV-Experte wie Lothar Matthäus nach dieser Aktion vor Plea stellt, ist bedenklich. Der Rekordnationalspieler konnte keinen mangelnden Respekt erkennen und klagte über das Unterbinden von Emotionen. "Dann sollen alle an der Konsole spielen", sagte er am Sky-Mikrofon.

In der Hinrunde wäre die Aktion von Plea vielleicht mit Gelb und einer deutlichen Ermahnung durchgegangen, nun wird strenger bewertet. Das ist richtig so, denn sonst schauen sich die Amateurkicker dieses unsportliche Verhalten bei den Profis ab und der Respekt vor den Unparteiischen wird auch auf den Bolzplätzen des Landes weiter abnehmen.

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Yussuf Poulsen (RB Leipzig): In der ersten Hälfte hat uns das Feuer gefehlt. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, die wir in den zweiten 45 Minuten abstellen konnten. Wir haben Gladbach dann mehr unter Druck gesetzt, auch indem wir das Anschlusstor schnell gemacht haben. Zur Galerie
Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "In der ersten Hälfte hat uns das Feuer gefehlt. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, die wir in den zweiten 45 Minuten abstellen konnten. Wir haben Gladbach dann mehr unter Druck gesetzt, auch indem wir das Anschlusstor schnell gemacht haben." ©

Eines darf nicht vergessen werden: Der Schiedsrichter ist der Chef auf dem Platz, er hat Respekt verdient und darf nicht zur Zielscheibe der Profis werden. Gegen Emotionen auf dem Platz hat niemand etwas, aber sie müssen in geregelten Bahnen ablaufen.