27. März 2019 / 08:15 Uhr

Pleite in Bietigheim: Eislöwen bangen um Weiterkommen im Play-off-Viertelfinale

Pleite in Bietigheim: Eislöwen bangen um Weiterkommen im Play-off-Viertelfinale

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
BAU // Bietigheim, Eishockey DEL 2 Bietigheim Playoffs  Steelers vs. Dresdner Eislöwen: v.l. Tomas Schmidt (Dresden), Yannick Wenzel (Steelers)
Der Dresdner Tomas Schmidt (l.) kann in dieser Szene Yannick Wenzel von den Steelers nicht mehr bremsen. © Pressefoto Baumann
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Die Dresdner Eislöwen stehen mit dem Rücken zur Wand. Bei den Steelers Bietigheim haben die Gratton-Schützlinge eine klare Niederlage kassiert. Am Freitag müssen die Eislöwen zu Hause siegen.

Bietigheim/Dresden. Für einen weiteren Auswärtssieg hat es nicht gereicht. Die Dresdner Eislöwen mussten sich gestern vor 2666 Zuschauern bei den Bietigheim Steelers im fünften Spiel des Play-off-Viertelfinales klar mit 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) geschlagen geben. Damit führen die Schwaben nun in der „best-of-Seven-Serie“ mit 3:2 und haben am Freitag in Dresden den ersten „Matchpuck“. Das Team von Trainer Bradley Gratton steht mit dem Rücken zur Wand, braucht unbedingt einen Sieg, soll der Urlaub noch verschoben werden.

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Eislöwen von Steelers abgekocht

Nach dem eher unglücklichen Einsatz von Harrison Reed in Spiel vier der Serie musste der Stürmer wieder dem bislang deutlich stärkeren Aleksejs Sirokovs weichen. Dazu fehlten erneut die angeschlagenen Steve Hanusch, Martin Davidek und Sebastian Stefaniszin im Kader. Und die Elbestädter erwischten einmal mehr einen schlechten Start. Bereits nach sechs Minuten musste Keeper Marco Eisenhut das erste Mal hinter sich greifen. Nachdem der erfahrene Marcus Sommerfeld den jungen Tim Heyter abgekocht hatte, passte der Bietigheimer Stürmer zu Dennis Swinnen, der schnörkellos zum 1:0 für die Gastgeber einnetzte. Wenig später kamen die Steelers erneut gefährlich vor das Dresdner Gehäuse, aber Eisenhut parierte zweimal in hervorragender Manier.

Eislöwen ideenlos

Als dann allerdings Chris Billich die erste Strafe zog, spielten die Hausherren ihre Stärken im Powerplay aus – nach einem Schuss von Sommerfeld fälschte Shawn Weller, der im Slot lauerte, die Scheibe zur 2:0-Führung (12.) ab. Die Eislöwen vermochten dagegen wieder einmal kein Kapital aus ihren Überzahlsituationen zu schlagen. Ihr Powerplay war kaum vorhanden, die Pässe zu unpräzise und der gesamte Aufbau zu ideenlos und lahm.

Es ging mit dem Zwei-Tore-Vorsprung der Hausherren in die Kabine. Auch im zweiten Abschnitt agierte der Vorrundenzweite abgeklärter und cleverer, gewann mehr Bullys und Zweikämpfe als die Gäste. Die Dresdner hatten sogar in der 31. Minute in Überzahl noch Glück, denn Alexander Preibisch hatte sich die Scheibe geschnappt, war in Richtung Eislöwen-Gehäuse gestiefelt, doch sein Schuss prallte nur an den Innenpfosten.

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Überzahlspiel ohne Wirkung

Zwei Minuten vor der letzten Pause schlug es erneut bei Marco Eisenhut ein. Alexander Preibisch ließ sich erneut nicht aufhalten und zirkelte die Scheibe ins lange Eck zum 3:0 (38.). Doch wenige Sekunden später brachen die Gratton-Schützlinge endlich den Bann – nach 98 Minuten ohne Torerfolg verkürzte Timo Walther auf 1:3 und sorgte damit für einen kleinen Hoffnungsschimmer, der sich vergrößerte, weil Max Prommersberger unmittelbar vor der Sirene eine weitere Strafe kassierte. So konnten die Gratton-Schützlinge in Überzahl ins Schlussdrittel starten. Doch auch diesmal konnten sie nichts daraus machen.

Zumindest zeigten die Pielmeier und Co. Kampfgeist, versuchten noch einmal Gas zu geben, überstanden auch eine doppelte Unterzahl mit gutem Penaltykilling ohne Schaden. Beim nächsten Unterzahlspiel schnappte sich sogar Timo Walther noch einmal den Puck, startete einen Sololauf, scheiterte am Ende aber an Steelers-Goalie Ilya Sharipov.

Ausgleich am Freitag?

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Als die Dresdner dann alles auf eine Karte setzten und selbst in Unterzahl Eisenhut aus dem Kasten nahmen, machte Matt McKnight mit einem Schlenzer ins leere Gehäuse zum 4:1 (59.) endgültig den Deckel drauf. Jetzt wird es am Freitag in der Energieverbund-Arena ganz schwer, die Serie weiter offen zu halten. Nur ein Sieg hilft den Dresdnern.

20 Strafminuten kassierten die Eislöwen diesmal in Bietigheim.

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