06. Januar 2021 / 07:48 Uhr

Pleitenserie der Dresdner Eislöwen hält an: Niederlage gegen Freiburg

Pleitenserie der Dresdner Eislöwen hält an: Niederlage gegen Freiburg

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Ungünstige Position zum Torerzielen: Eislöwe Vladislav Filin (M.) sitzt vorm Freiburger Gehäuse auf dem Hosenboden.
Ungünstige Position zum Torerzielen: Eislöwe Vladislav Filin (M.) sitzt vorm Freiburger Gehäuse auf dem Hosenboden. © Matthias Rietschel
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Für die Dresdner Eislöwen setzt es beim 1:5 gegen den EHC Freiburg eine deftige Heimniederlage. Der sehr späte Ehrentreffer ist nur Makulatur.

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Dresden. Auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Andreas Brockmann gelingt den Dresdner Eislöwen keine Wende. Die Blau-Weißen mussten sich in heimischer Arena dem Tabellenzweiten Freiburg am Ende deutlich mit 1:5 (0:1, 0:1, 1:3) geschlagen geben. Damit wartet Andreas Brockmann weiter auf den ersten Sieg.

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„Zählt nur, den Arsch zusammenzukneifen“

Nachdem Riku Helenius in Bad Nauheim nicht wirklich überzeugen konnte, beorderte der Cheftrainer gegen Freiburg wieder den jungen Nick Jordan Vieregge in den Kasten. Damit bot sich die Möglichkeit für den lettischen Stürmer Elvijs Biezais, in den Kader zurückzukehren.

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Die Partie begann für die Gäste sehr unglücklich, denn schon in der 6. Minute checkte Vladislav Filin Gäste-Keeper Ben Meisner, der gerade hinter dem Tor den Puck sichern wollte. Der 30-jährige Deutsch-Kanadier blieb kurze Zeit auf dem Eis liegen, schleppte sich danach benommen in die Kabine. Für ihn musste der 22-jährige Enrico Salvarani erstmals in dieser Saison ins Tor. Glück für Filin, dass die Schiedsrichter gegen ihn nur eine Zwei-Minuten-Strafe verhängten.

Geschockt aber zeigten sich die Breisgauer keineswegs. Nur wenig später nutzten sie eine Unachtsamkeit der Eislöwen und Simon Danner besorgte mit einem Nachschuss die 1:0-Führung (11.) für sein Team. Danach hatten die wölfe sogar im Powerplay die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen, doch Vieregge war auf dem Posten. Ein Überzahlspiel kurz vor Schluss hob Roope Ranta mit einer Strafe auf. Steve Hanusch brachte es in der ersten Pause auf den Punkt: „Ein zerfahrenes Drittel von uns. Wir müssen deutlich mehr machen, am besten ein paar dreckige Tore. Es zählt nur, den Arsch zusammenzukneifen.“

Ehrentreffer nur fürs Papier

Das versuchten die Blau-Weißen, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Nachdem sie ihr zweites Powerplay ungenutzt ließen, schlugen erneut die Gäste zu. Luca Trinkberger netzte mit einem Schuss durch die Schoner von Vieregge zum 2:0 (31.) ein. Anschließend bemühten sich die Blau-Weißen zwar, die Scheibe vors Tor zu bringen, doch viel zu harmlos und unpräzise. Zudem zeigte der Freiburger Ersatz-Keeper seine Qualitäten und parierte gut. Da nutzte den Elbestädtern auch eine Schuss-Statistik von 28:9 in diesem Abschnitt am Ende gar nichts.

Sicher fand Andi Brockmann in der Pause passende Worte. Zudem versuchte er es mit einigen Umstellungen. Sofort nach Wiederbeginn versuchten die Hausherren Druck aufzubauen. Ein Schuss von Silvan Heiß ans Gestänge (46.) blieb aber die einzige „Ausbeute“. Nach einem erneuten Schnitzer in den Dresdner Reihen markierte stattdessen Jordan George mit einem satten Schuss in den rechten oberen Winkel für das 3:0 (48.) und damit die Vorentscheidung.

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Als Christian Neuert auf der Strafbank saß, erhöhte Marc Wittfoth auf 4:0 (52.). Dabei hatte Nick Jordan Vieregge nicht gesehen, dass die Scheibe noch auf der Linie lag. Doch dem 18-Jährigen sollte man deshalb keinen Vorwurf machen. Als Andi Brockmann zum Schluss volles Risiko ging und für den Goalie einen weiteren Feldspieler brachte, leisteten sich die Elbestädter einen erneuten Puckverlust. Chad Bassen beförderte die Scheibe zum 5:0 (58.) ins leere Tor. Sieben Sekunden vorm Ende gelang Thomas Supis der Ehrentreffer.