17. November 2019 / 19:57 Uhr

Pokal-Aus: Penzliner SV eine Nummer zu groß für Mulsower SV

Pokal-Aus: Penzliner SV eine Nummer zu groß für Mulsower SV

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Zu fix für die Kirch Mulsower Mattes Nerstheimer (l.) und Eric Zöller (r.): Der Penzliner Christoph Lukesch.
Zu fix für die Kirch Mulsower Mattes Nerstheimer (l.) und Eric Zöller (r.): Der Penzliner Christoph Lukesch. © Johannes Weber
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Die MSV-Elf muss sich dem Favoriten mit 0:5 geschlagen geben. Penzliner erhöhen nach der Pause die Schlagzahl.

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Kirch Mulsow. Andi Matthews wirkte nach dem Abpfiff ziemlich schnell gefasst. Für den Trainer des Mulsower SV war das Aus im Achtelfinale des Fußball-Landespokals kein Beinbruch. Die MSV-Kicker unterlagen am Sonntag dem Verbandsliga-Aufsteiger Penzliner SV mit 0:5 (0:1). „Der Sieg für den Gegner ist verdient, fällt meiner Meinung nach vielleicht ein bis zwei Tore zu hoch aus. Glückwunsch an die Penzliner, die einen sympathischen Eindruck hinterlassen haben“, gratulierte Matthews fair.

Nach der Coup in der 3. Runde gegen den Landesligisten SC Parchim (3:0) waren die Penzliner diesmal eine Nummer zu groß für den MSV. Gerade nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste davon und spielte einige Treffer sehenswert heraus. PSV-Trainer Henry Stamm meinte: „Nachdem wir in der ersten Hälfte teilweise zu ungeduldig waren, haben wir nach dem Wiederanpfiff ein anderes Gesicht gezeigt. Es fühlt sich einfach geil an, ins Viertelfinale eingezogen zu sein.“ Er wünscht sich für die nächste Runde das Lokalduell gegen den Landesligisten SV Waren 09. „Es wäre überragend, wenn wir ein schönes Derby im Viertelfinale spielen könnten. Dann kommen bestimmt auch sehr viele Zuschauer."

Fotos aus dem Landespokal: Mulsower SV - Penzliner SV

Der Penzliner SV und Mulsower SV beim Shake-Hands. Zur Galerie
Der Penzliner SV und Mulsower SV beim Shake-Hands. ©
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Im ersten Abschnitt konnten die Kirch Mulsower das Geschehen noch spannend gestalten. Gerade in der Anfangsphase hatten die Hausherren durch Max Pischke (11.) und Eric Zöller (17.) zwei gute Möglichkeiten. Abgeklärter vor dem gegnerischen Tor präsentierten sich hingegen die Penzliner. Auf Vorlage von Christoph Lukesch schob Robin Kuchenbecker zur Führung ein. Trotz des Gegentores hielt der MSV das Spiel bis zum Kabinengang offen. „In den ersten 45 Minuten haben wir uns gut präsentiert. Beim 0:1 spielt der Gegner den Treffer sehr gut heraus“, erkannte Matthews an.

Penzliner drehen nach der Pause auf

Mit Beginn des zweiten Durchgangs erhöhte der PSV die Schlagzahl. Durch einen Doppelschlag von Dennis Ahrndt und Christoph Lukesch binnen drei Minuten zum 3:0 sorgte der Favorit für eine Vorentscheidung. Später legten Normen Richter und Alexander Lukesch per Kopfball noch den vierten und fünften Treffer für die Penzliner nach. Die Kirch Mulsower hatten vereinzelt Möglichkeiten auf das Ehrentor, doch es blieb ihnen verwehrt.

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Große Enttäuschung gab es bei den Hausherren am Ende allerdings nicht. Viel mehr waren die MSV-Kicker von der würdigen Kulisse mit 225 Zuschauern angetan, darunter auch einige Gästefans. Zu den Liga-Heimspielen der Kirch Mulsower kommen sonst im Schnitt 74 Anhänger. „So viele Zuschauer hatten wir unter meiner Leitung noch nie. Das war ein schönes Erlebnis für die Jungs“, kommentierte Matthews.

MSV hat zu viel Respekt vor dem Favoriten

Er war der Ansicht, dass der Vergleich gegen so einen dynamischen Gegner noch zu früh für sein Team gekommen ist. Matthews glaubt, dass seine Schützlinge an so Erfahrung weiter wachsen können. „Wir haben in einigen Situationen zu viel Respekt gezeigt. Dennoch bin ich nicht unzufrieden“, sagte der 49-Jährige und meinte zu den Penzlinern: „Sie haben eine gute Mannschaft und spielen ihre Angriffe klar aus.“

Nach der Partie richtete der Coach schnell wieder Richtung Ligabetrieb. Für die Kirch Mulsower geht es am kommenden Sonnabend (13 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Tabellensechsten Güstrower SC II weiter. „Das Erlebnis im Pokal war schön. Aber das was zählt, ist die Liga“, betont Matthews.

Kirch Mulsower wollen sich in der Liga oben festsetzen

Die Kirch Mulsower rangieren in der Landesklasse mit 24 Punkten momentan auf den dritten Tabellenrang. Trotz der vorderen Platzierung beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, den die SG Warnow Papendorf (17 Punkte) einnimmt, nur sieben Zähler. Aufgrund der Spielklassenstrukturreform in den Landesligen und Landesklassen steigen am Saisonende die sechs schlechtesten der 16 Teams ab. Die Staffelstärken in beiden Amateurklassen werden zur neuen Spielzeit von 16 auf 14 Mannschaften verkleinert.

„Wir gucken eher mit einem wachsamen Auge nach unten. Für uns wird es wichtig sein, bis zur Winterpause noch einige Punkte einzufahren“, fordert Matthews. Seine Elf muss neben dem Güstrow-Spiel bis zur spielfreien Zeit noch gegen den Sievershäger SV (30. November), FC Seenland Warin (8. Dezember) und PSV Rostock (15. Dezember) antreten. Alle Gegner stehen in der Tabelle momentan hinter den Kirch Mulsowern.

Mulsower SV: Lemcke – Becker (82. Hanke), Zöller, M. Westphal (63. Saufklever) – Pischke, T. Westphal, Bormann, Nerstheimer, Neumann (70. F. Petereit) – Kirschner, P. Kandler.
Penzliner SV: Buschke - Biederstaedt (89. König), O. Kowal, Holtz – Kuchenbecker, D. Kowal, Ahrndt (66. Mielke), Hellwig – A. Lukesch (76. Herrmann), Richter, C. Lukesch.
Tore: 0:1 Kuchenbecker (30.), 0:2 Ahrndt (48.), 0:3 C. Lukesch (50.), 0:4 Richter (65.), 0:5 A. Lukesch (76.).
Schiedsrichter: Michael Eulitz.
Zuschauer: 225.

So sieht die Torjägerliste im Landespokal nach dem Achtelfinale aus (Stand 17. November 2019):

Hier zieht Jan Rudlaff ab und trifft zum 1:0. Zur Galerie
Hier zieht Jan Rudlaff ab und trifft zum 1:0. ©
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