05. Februar 2019 / 20:22 Uhr

Pokal-Sensation: Heidenheim wirft Bosz raus - Leverkusen scheitert im Achtelfinale

Pokal-Sensation: Heidenheim wirft Bosz raus - Leverkusen scheitert im Achtelfinale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Purer Frust gegen beste Laune: Während der 1. FC Heidenheim den Sprung ins Viertelfinale des DFB-Pokals geschafft hat, ist Peter Bosz mit Leverkusen ausgeschieden.
Purer Frust gegen beste Laune: Während der 1. FC Heidenheim den Sprung ins Viertelfinale des DFB-Pokals geschafft hat, ist Peter Bosz mit Leverkusen ausgeschieden. © imago/Eibner
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Das ist ein echter Hammer: Der 1. FC Heidenheim hat das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht - und Bayern-Bezwinger Bayer Leverkusen aus dem Wettbewerb geworfen. Die Elf von Trainer Peter Bosz unterlag beim Zweitligisten mit 1:2.

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Die erste Pokal-Sensation im Jahr 2019 ist perfekt. Bayern-Besieger Bayer Leverkusen hat sich nach einer miserablen Leistung völlig überraschend aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Das Team von Peter Bosz verlor am Dienstagabend trotz zwischenzeitlicher Führung bei Zweitligist 1. FC Heidenheim mit 1:2 (1:0) und muss damit bereits im Achtelfinale alle Träume von der ersten Endspielteilnahme seit zehn Jahren begraben. Vor 11 400 Zuschauern hatte Julian Brandt (44. Minute) bei Temperaturen von minus vier Grad sogar das erste Tor für die Gäste erzielt.

"Wir haben eine große Chance vertan und aufgrund der zweiten Halbzeit völlig verdient verloren. Das war die schwächste zweite Halbzeit, die ich im DFB-Pokal erlebt habe", sagte ein bedienter Brandt.

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Leverkusen in Heidenheim pomadig nach Bayern-Sieg

Doch der pomadige Auftritt der Werkself, nur drei Tage nach dem 3:1-Sieg gegen den FC Bayern München, wurde nach Gegentoren von Nikola Dovedan (47.) und Maurice Multhaup (72.) mit dem verdienten Ausscheiden bestraft. Für Leverkusen ist es nicht der erste bittere K.o. gegen einen unterklassigen Verein: Vor zwei Jahren scheiterte die Werkself an den Sportfreunden Lotte im Elfmeterschießen, 2011 reichte eine 3:0-Führung bei Dynamo Dresden nicht zum Weiterkommen. Heidenheim steht wie 2015/2016 wieder in der Runde der letzten Acht.

Drei Tage nach dem furiosen 3:1 gegen den Rekordmeister aus München schonte Bosz einige Stammkräfte. Abwehrchef Jonathan Tah saß zunächst genauso auf der Bank wie die Offensivkräfte Karim Bellarabi und Kevin Volland. Der eigentlich gesetzte Jung-Nationalspieler Kai Havertz fehlte den Rheinländern wegen einer Hüftverletzung.

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Klassenunterschied zwischen Heidenheim und Leverkusen kaum zu merken

In der Anfangsphase war der Klassenunterschied zwischen Zweitligist und Europa-League-Teilnehmer kaum zu bemerken. Bayer war mit viel Ballkontrolle und einigen Pass-Stafetten zwar das feldüberlegene Team, mangels Tempo und Ideen gab es aber kaum Chancen. Vor allem die zentralen Spieler Charles Aranguiz und Brandt griff der Außenseiter konsequent und entschlossen an.

Die zunächst so ungefährliche Offensive der Gäste gipfelte in einem Schuss von Paulinho (29.), der im Seitenaus landete. Stattdessen hatte der FCH die erste Schusschance: Der flache Versuch von Arne Feick (36.) war aber kein Problem für Leverkusens Schlussmann Lukas Hradecky. Im Gegenzug scheiterte Nationalspieler Brandt am Pfosten. Kurz darauf schlug Bayer zu. Nach starkem Zuspiel von Aranguiz stieß Brandt in die Spitze und verwandelte.

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Der FC Bayern hat sich in der Bundesliga einen Patzer erlaubt und liegt nun sieben Punkte hinter der Tabellenspitze. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt, wie die internationalen Medien die FCB-Pleite in Leverkusen gesehen haben. Zur Galerie
Der FC Bayern hat sich in der Bundesliga einen Patzer erlaubt und liegt nun sieben Punkte hinter der Tabellenspitze. Der SPORTBUZZER zeigt, wie die internationalen Medien die FCB-Pleite in Leverkusen gesehen haben. ©

Bayer offensiv zu harmlos und defensiv zu sorglos

Heidenheim gab sich nicht auf, hatte nach dem Seitenwechsel die besseren Chancen und wurde belohnt. Dovedan, der Bayers Aleksandar Dragovic kurz nach der Pause wie einen Anfänger stehen ließ, traf mit links zum Ausgleich. Kurz darauf hätten die Gastgeber das Spiel sogar fast schon gedreht, Multhaup scheiterte jedoch an der Latte. Knapp 20 Minuten vor dem Ende nutzte er die nächste Unsicherheit der schwachen Leverkusener anschließend doch noch zur Führung.

Bayer war offensiv viel zu harmlos und defensiv zu sorglos. Auch die Einwechslungen von Volland und Bellarabi brachten nichts mehr. Der Favorit leistete sich hanebüchene Fehler: Einfachste Pässe misslangen, immer wieder hatten die Bayer-Stars Probleme bei der Ballannahme. In der Schlussphase verzog der enttäuschende Leon Bailey aus vielversprechender Position meilenweit. Am Ende rettete FCH-Keeper Kevin Müller den verdienten Erfolg des Außenseiters.

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Paulinho (seit Sommer 2018): Der 18-Jährige Brasilianer spielt seit  Beginn der Bundesligasaison 18/19 bei Bayer Leverkusen. Für 18,5 Millionen Euro haben sie den Stürmer von seinem ersten Verein Vasco da Gama Rio de Janeiro geholt. Dort absolvierte er bereits 18 Spiele in der Campeonato Brasileiro Série A und schoss drei Tore. ©

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