12. April 2022 / 16:15 Uhr

Pokalduft liegt in der Luft: Derbys und Prestigeduelle in Nordsachsen

Pokalduft liegt in der Luft: Derbys und Prestigeduelle in Nordsachsen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild Fußball
Es geht wieder um den besten Pokal: Den Kreispokal. © imago images/Hanno Bode
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Vor dem Viertelfinale in Nordsachsen: Am Ostersamstag erwarten die Fans gleich mehrere Knüller, darunter auch ein waschechtes Derby. Ein Trainer will mal wieder in seiner Spezialdisziplin auftrumpfen.

Nordsachsen. Einen echten Pokalkracher wird es vermutlich am kommenden Ostersamstag in Wermsdorf geben. Um 15 Uhr erwarten die Hubertusburger den FSV Wacker Dahlen zum Viertelfinale. Blau-Weiß ist der Pokalverteidiger. Im Finale am 25. Juni 2021 bezwang das Team von Trainer Dierk Kupfer den FSV Beilrode 09 nach Verlängerung mit 2:1. Alle drei Tore fielen erst ab der 91. Minute, wobei der Wermsdorfer Pascal Weidner mit zwei Treffern der Mann des Tages war.

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„Man muss auf diese bestimmten Spiele voll fokussiert sein“

Ein Jahr zuvor hatte Blau-Weiß am 28. August 2020 den damaligen Pokalverteidiger SC Hartenfels Torgau im Hafenstadion nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen mit 5:4 besiegt. Damals jagte ausgerechnet Routinier und Torjäger Patrick Tänzer den ersten Elfer über den Wermsdorfer Kasten, während alle anderen Spieler trafen. Hartenfels hatte sich den Kreispokal am 29. Mai 2019 mit einem 7:1-Sieg über den LSV Mörtitz gesichert.

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Mit dem Sieger von 2018 schließt sich der Kreis vor dem Samstagspiel in Wermsdorf. Denn vor vier Jahren war es der SV Frisch Auf Doberschütz-Mockrehna, der das Finale gegen den SV Zwochau mit 3:2 gewann. Und in diesem Endspiel war es Trainer Thomas Patommel, der auf der Doberschützer Bank saß und mit seinem Team den vierten Pokalsieg in seinen sieben Jahren bei Frisch Auf feierte. Danach wechselte der Coach ausgerechnet zu Wacker Dahlen, das Doberschütz-Mockrehna in den Jahren zuvor in einem weiteren Finale den fünften Cuperfolg vermasselt hatte.

Da reist also ein überaus erfahrener Trainer mit einem starken Team zum Duell der beiden Nordsachsenligisten. Und auch wenn Wermsdorf in der laufenden Punktspielsaison als Tabellenzweiter mit 31 Punkten sechs Zähler mehr auf dem Konto hat als die viertplatzierten Dahlener – im anstehenden Pokalspiel müssen die Kupfer-Schützlinge vermutlich alles geben, um ins Halbfinale einzuziehen.

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„Das ist ein ganz anderes Spiel als in der Nordsachsenliga, denn es muss eine Entscheidung fallen“, sagt Thomas Patommel, der seine Mannschaft als Außenseiter sieht. Als der Wechsel des Trainers nach Dahlen im Sommer 2020 bekannt wurde, sagte Patommel im großen LVZ-Interview auf die Frage „Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihr Pokal-Geheimnis?“ folgendes: „Man muss auf diese bestimmten Spiele voll fokussiert sein, muss auch im Training vorher alles geben und dann den richtigen Matchplan haben.“

„Wir hätten mehr tun und mehr Druck aufbauen müssen“

Die Generalprobe der Dahlener verlief am letzten Sonntag allerdings etwas verhalten. Gegen das Nordsachsenliga-Schlusslicht SV Spröda sprang im heimischen Heidestadion nur ein etwas magerer 3:0 (1:0)-Erfolg heraus. Marcus Gensel (10./50. Minute) und Steve Nelde (66.) hatten den Sieg unter Dach und Fach gebracht. „Spröda ist nicht so schlecht wie es der Tabellenstand aussagt“, meinte Coach Patommel danach. „Zum Glück haben wir Torjäger Felix Pietzsch gut im Griff gehabt.“

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Das dürfte den Wermsdorfern zu denken geben, denn der Sprödaer führt aktuell mit 19 Treffern die Torjägerliste der Nordsachsenliga souverän an. Dabei setzte der Wacker-Trainer nicht auf Manndeckung, sondern vertraute auf seine gut abgestimmte Abwehr. „Spröda hatte überhaupt nur zwei Torchancen, die unser Keeper Chris Föllner aber gut gehalten hat.“ Also Deckung und Torwart bei Dahlen top, nur vorn „haben wir etwas mit unseren Chancen geschludert“, wie der Trainer zugeben musste.

Doch auch die Wermsdorfer Tormaschinerie stotterte am Sonnabend beim 2:0-Sieg in Oschatz etwas. Beide Tore gingen auf das Konto von Louis Hoffmann, der in der 41. und 46. Minute getroffen hatte. „Wir hätten mehr tun und mehr Druck aufbauen müssen“, hatte der Wermsdorfer Jörg Büchner – bei Blau-Weiß für die Kaderplanung der Männer zuständig – nach dem Abpfiff erklärt. „Nächsten Samstag beim Pokalspiel gegen Dahlen müssen wir auf jeden Fall zulegen.“ Fehlen wird beim Cupverteidiger voraussichtlich Pascal Ziegler, der schon in der 17. Minute verletzt ausgewechselt werden musste.

Bleibt noch der Blick auf die anderen drei Viertelfinalpartien, die am Ostersamstag ebenfalls ab 15 Uhr ausgetragen werden. Die personell dezimierten Oschatzer, bei denen letzten Sonnabend Trainer Steffen Wiesner von Beginn an mitspielen musste, treten beim Nordsachsenliga-Spitzenreiter Concordia Schenkenberg an. Außerdem spielt Nordsachsenligist Süptitz (3./26 Pkt.) gegen den Ligakontrahenten Schildau (6./18 Pkt.). Die Altherren-Spielgemeinschaft Glesien/Zwochau ist Gastgeber für die SpG Süptitz II/Schildau II. Im Halbfinale könnte es also zum Duell einer ersten Mannschaft mit der Spielgemeinschaft der beiden Zweiten geben. Auch spannend.

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