08. Mai 2019 / 11:31 Uhr

Pokalfinal-Tickets: Weitergabe in Ausnahmefällen, RB Leipzig verfolgt Verkauf

Pokalfinal-Tickets: Weitergabe in Ausnahmefällen, RB Leipzig verfolgt Verkauf

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Hier wird es am 25. Mai um den DFB-Pokal gehen: das Olympiastadion in Berlin.
Hier wird es am 25. Mai um den DFB-Pokal gehen: das Olympiastadion in Berlin. © Getty Images
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Binnen drei Stunden hat RB Leipzig am Montag alle verfügbaren Tickets für das DFB-Pokalfinale verkauft. Längst muss der Club überteuerte Angebote bei Online-Auktionshäusern im Blick haben. Die private Ticket-Weitergabe ist in Ausnahmefällen dennoch möglich.

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Leipzig. Zweieinhalb Wochen vor dem DFB-Pokalfinale zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München ist die Nachfrage nach Tickets für das Spiel im Berliner Olympiastadion weiter ungebrochen. Wie groß der Bedarf ist, wurde bereits am Montag deutlich, als RB die 24.000 verfügbaren Tickets binnen drei Stunden restlos ausverkauft hat – wohlgemerkt nur an Dauerkarteninhaber, Mitglieder der offiziellen Fanclubs und Anhänger, die regelmäßig mit dem Club unterwegs sind. Zwischenzeitlich warteten im virtuellen Warteraum des Ticketportals rund 20.000 Menschen. An einen zweiten Verkaufstag oder gar eine Runde, in der auch "normale" Fans zum Zug kommen, war nicht zu denken. Auch eine Ticketbörse wird RB im Gegensatz zu den Heimspielen nicht anbieten.

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Dass dabei längst nicht alle Interessenten an eine der begehrten Karten für die Leipziger Finalpremiere gekommen sind, liegt auf der Hand und schafft fruchtbaren Boden für Schwarzmarkt-Verkäufer und private Geschäftemacherei. Einige RB-Fans klagten, dass schon kurz nach dem offiziellen Verkauf auf verschiedenen Internetplattformen Tickets angeboten wurden. Tatsächlich lassen sich online Karten finden, die den offiziellen Preis bereits Tage vor Ablauf des angezeigten Auktionszeitraums weit übersteigen. Statt der 60, 90, 110 oder 150 Euro pro Karte in den vier verschiedenen Kategorien – werden für zwei Tickets im Fanblock schon mal über 600 Euro fällig.

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Kommerzieller Weiterverkauf untersagt

Zulässig ist dies laut den Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen (ATGB) des DFB nicht. Die untersagen es dem Kartenbesitzer, die Tickets öffentlich bei Auktionen oder nicht autorisierten Verkaufsplattformen anzubieten. Auch der Verkauf für einen höheren Preis als den offiziellen ist verboten. Gestattet seien nur zehn Prozent Aufschlag als Ausgleich für mögliche Transaktionskosten. Weil dennoch Kartenangebote im Umlauf sind, kündigte RB bereits auf Twitter an: "Gegen Verkaufsvorgänge von Pokaltickets auf Ticketzweitplattformen gehen wir und der #DFB gemäß der ATGB des DFB mit Nachdruck vor."

Doch was passiert, wenn ein Ticketbesitzer nicht am Spiel teilnehmen kann? Auch dieser Fall ist von den ATGB geregelt: "Kann ein Kunde sein Ticket aus persönlichen Gründen nicht nutzen (z.B. Krankheit), ist ausnahmsweise eine Weitergabe des Tickets an einen Dritten im Rahmen der Regelung unter Ziffer 8.3 zulässig." Dort heißt es wiederum, dass der neue Besitzer ausdrücklich auf die geltenden ATGB hingewiesen werden und mit ihnen einverstanden sein muss. Zudem verpflichtet sich der ursprüngliche Ticketbesitzer, dem DFB auf Nachfrage Name und Anschrift des neuen Eigentümers mitzuteilen.

Die ATGB lassen sich online beim DFB einsehen.

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