26. Mai 2019 / 08:39 Uhr

Pokalfinale macht RB Leipzig trotz bitteren Ausgangs Mut auf mehr

Pokalfinale macht RB Leipzig trotz bitteren Ausgangs Mut auf mehr

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
BERLIN, GERMANY - MAY 25:  Leipzig players look dejected in defeat after the DFB Cup final between RB Leipzig and Bayern Muenchen at Olympiastadion on May 25, 2019 in Berlin, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)
Die Enttäuschung war groß bei den Spielern von RB Leipzig nach der 0:3-Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München. © 2019 Getty Images
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RB Leipzig hat trotz der 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern München im Pokal-Finale erneut gezeigt, dass auch in Zukunft mit den Sachsen zu rechnen ist. Gelingt es, die richtigen Schlüsse aus dem Endspiel zu ziehen, dürfen sich die Bullenfans auf Großes freuen.

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Berlin. RB Leipzig hat trotz der 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern München im Pokal-Finale erneut gezeigt, dass auch in Zukunft mit den Sachsen zu rechnen ist. Gelingt es, die richtigen Schlüsse aus dem Endspiel zu ziehen, dürfen sich die Bullenfans auf Großes freuen.

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RB Leipzig - Bayern München (0:3) ©
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Die Mannschaft von RB Leipzig hat am Samstagabend im DFB-Pokalfinale eine starke Saison bestätigt und gezeigt, dass sie nicht zufällig in der Bundesliga auf Platz drei gelandet ist. Nach dem in der Höhe um ein oder zwei Tore zu deutlichen 0:3 gegen den FC Bayern überwog im Anschluss an die Partie bei Fans, Spielern und Verantwortlichen in erster Linie Enttäuschung, vor allem weil RB durchaus in der Lage gewesen wäre, zumindest ein Tor zu schießen und den Spielverlauf grundlegend zu ändern – am Ende verhinderten dies ein überragender Manuel Neuer im Münchner Tor, das Aluminium und Niklas Süle auf der Linie.

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"Es ist heute einfach deswegen so enttäuschend, weil wir das Spiel nicht hätten verlieren brauchen, schon gar nicht 3:0. Das Ergebnis hat mit dem eigentlichen Spielverlauf nicht allzu viel zu tun. Aber du musst dann eben deine Chancen nutzen. Wenn du fünf Großchancen hast gegen Bayern und kein Tor machst, dann ist es schwierig, das Spiel, zu gewinnen", trauerte Trainer Ralf Rangnick den verpassten Möglichkeiten hinterher, zeigte sich aber direkt nach dem Spiel auch sehr stolz auf seine Mannschaft und ihren dominanten Auftritt über weite Strecken des Spiels: "Überrascht waren wir nicht, es war ja unser Ziel, was wir uns vorgenommen hatten. Wir müssen mutig, leidenschaftlich aber auch mit Freude auftreten Wir haben die ersten 30 Minuten annähernd perfekt gespielt."

Forsberg will Erfahrung nutzen

Emil Forsberg, der in der zweiten Halbzeit an einem starken Reflex von Nationaltorhüter Manuel Neuer gescheitert war und so ein Stück weit zum tragischen Helden wurde, versuchte bereits kurz nach dem Spiel das Positive aus der Niederlage zu extrahieren: "Auch das war heute wichtig. Man braucht diese Erfahrung für das nächste Mal, um zu wissen was wir besser machen müssen."

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Dass sein Team zu einer weiteren Steigerung in der Lage ist, glaubt auch Trainer Rangnick: "Es ist klar, dass in der Mannschaft noch mehr Potenzial steckt. Das hat man allein im letzten halben Jahr gesehen und das hört sicher nicht von heute auf morgen auf." Ein wichtiger Faktor auf diesem Weg könne dann auch die Erfahrung werden: "Die Mannschaft wird vielleicht nächstes Jahr noch stärker werden, auch durch die Tatsache, dass die Jungs jetzt noch mal ein Jahr länger zusammen sind, aber auch, weil der ein oder andere Neue noch dazukommt."

Kovac erwartet noch stärkeres RB Leipzig

Bekräftigt wurde Rangnicks Ankündigung von Niko Kovac. Der Bayern-Coach bezeichnete RB als schwerstmöglichen Gegner im Finale: "Sie sind eine starke Mannschaft, die eine tolle Rückrunde gespielt hat. Wir wussten, dass es nicht einfach, dass es ein Abnutzungskampf wird. Das hat man in den ersten 30 Minuten gesehen." Gleichzeitig prognostizierte der Double-Coach einen Dreikampf um die Meisterschaft samt gefährlicher Roter Bullen: "Wir müssen mit dem BVB und RB in Zukunft stark rechnen. Dortmund hat sich verstärkt, das wird RB mit Julian Nagelsmann auch machen, weil ich weiß, welche Strukturen dahinterstecken. Das ist alles kein Zufall. Das ist alles bis ins Detail geplant und wenn man bis ins Detail plant, kann man in der Kürze der Zeit auch erfolgreich sein. "

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Und tatsächlich wurden die Verantwortlichen der Roten Bullen am Abend nicht müde, das Erreichte ins Verhältnis zur benötigten Zeit zu setzen. Auf der abschließenden Feier im Berliner Nobelclub Bricks sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff stolz: "Vor zehn Jahren haben wir angefangen in der fünften Liga. Wir spielen jetzt das dritte Jahr in der Bundesliga. Wir haben uns wieder für die Champions League qualifiziert und standen im Pokalfinale. Das soll uns erstmal einer nachmachen."

RB will sich treu bleiben

Laut Chef-Coach Rangnick müsse der eingeschlagene Weg nun weitergegangen werden: „Den Abstand zu verringern, wird nicht über finanzielles Engagement gehen, sondern ausschließlich darüber, dass wir kluge Transfers machen, auf Spieler setzen, die zu ihrer Verpflichtung kaum einer kennt und die dann über gute Trainerarbeit entwickeln.“

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