18. November 2019 / 19:08 Uhr

Pokalkracher im Weisener Manfred-Hohn-Sportpark (mit Galerie)

Pokalkracher im Weisener Manfred-Hohn-Sportpark (mit Galerie)

Stefan Peglow
Märkische Allgemeine Zeitung
Weisens Kim Küster sieht im Spiel gegen Eintracht Alt Ruppin die Rote Karte.
Weisens Kim Küster sieht im Spiel gegen Eintracht Alt Ruppin die Rote Karte. © Stefan Peglow
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Oberer Kreispokal Prignitz/Ruppin: Kreisoberligist Eiche 05 Weisen macht dem Primus der Landesklasse West, Eintracht Alt Ruppin, das Siegen schwer.

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SV Eiche 05 Weisen – SV Eintracht Alt Ruppin 1:2 n. V. (0:1, 1:1). „Es war alles dabei, was ein Pokalspiel ausmacht“, brachte Eiche-Coach Christian Hoppe das Geschehen auf den Punkt. Fünf Minuten trennten sein Team am Ende von einer möglichen Überraschung. „Für die hätten wir mit unseren Fans im Rücken beim Elfmeterschießen schon gesorgt“, meinte er. Doch die favorisierten Alt Ruppiner hatten das Glück bis zum Ende der Verlängerung auf ihrer Seite.

Zwar wurde der erste Treffer der Gäste wegen einer Abseitsposition noch zurückgewinkt, doch unmittelbar vor der Halbzeitpause entschied Referee Josef Granzow auf Eckstoß für Alt Ruppin. „Der Stürmer hatte den Ball fünf Meter am Tor vorbeigehauen und sich schon weggedreht, jeder wartete auf den Abstoß. Da fällte der Schiri eine krasse Fehlentscheidung“, ärgerte sich Hoppe. Denn Philip Stegemann nahm das Geschenk an die Eintracht dankend an und markierte das 1:0 für seine Farben. Weisens Kim Küster machte seinem Unmut anschließend Luft. „Wegen so ’ner Scheiße kriegen wir jetzt’n Gegentor, hat er gesagt. Er hat den Schiri damit nicht persönlich beleidigt. Trotzdem hat er ihm die Rote Karte gezeigt“, haderte der Trainer mit der Entscheidung des Unparteiischen.

In Bildern: Eintracht Alt Ruppin besiegt Eiche 05 Weisen im Viertelfinale 2:1.

SV Eiche 05 Weisen - SV Eintracht Alt Ruppin 1:2 n. V. Zur Galerie
SV Eiche 05 Weisen - SV Eintracht Alt Ruppin 1:2 n. V. © Stefan Peglow

Der habe nach 90 Minuten gegenüber Hoppe sogar zugegeben, in dieser Situation „überreagiert“ zu haben. Wohl auch, weil die Alt Ruppiner im Spielverlauf immer wieder mit Unbeherrschtheiten auffielen. So titulierten sie die drei Unparteiischen unter anderem als „Flöten-Willi“ und „Wimpel-Kalle“. „Dafür gab es keine Karten“, ärgerte sich Hoppe. „Normalerweise hätten wir mit einem 0:0 in die Kabinen gehen müssen.“ Denn in dem chancenarmen Spiel auf ein Tor – das des Kreisoberligisten Weisen – tat sich der Tabellenführer der Landesklasse West schwer.

Christian Hoppe: Es hat aber auch nur gekracht in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit sah dann auch Alt Ruppins Jakob Dodt nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. „Der hat auf unserem Spieler draufgesessen und ihn gewürgt. Das habe ich so auch noch nicht gesehen, der hat völlig die Beherrschung verloren“, empörte sich Hoppe. Schränkte aber ein: „Es hat aber auch nur gekracht in der zweiten Halbzeit, war eben ein richtiges Pokalspiel. Und so ging es ausgeglichen weiter, zehn gegen zehn.“ Keeper Robin Haase zeigte sich in Höchstform und hielt seine 05er selbst in Eins-gegen-Eins-Situationen mit sensationellen Reaktionen im Spiel. Da tobte dann auch ganz Weisen, als Christopher Arich in der Nachspielzeit das 1:1 erzielte.

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Hoppe: „Das war unsere einzige Chance im Spiel. Eigentlich nicht mal das, sondern nur eine abgefälschte Flanke, die reinfällt.“ Aber in der Verlängerung besorgte dann Jens Schmidt (110.) den Siegtreffer für Alt Ruppin. Auch hier sah Hoppe einen Streitfall. „Torwart Robin Haase sagte mir, er hatte die Hand auf dem Ball, der Stürmer habe aber draufgehauen und er war drin“, ärgerte sich der Eiche-Coach. Letztlich zeigte er sich aber zufrieden. Seine Elf habe sich gegen das Spitzenteam aus der Landesklasse teuer verkauft, der Sieg für die Eintracht gehe in Ordnung.

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