12. Oktober 2020 / 10:46 Uhr

Pokalkrimi nimmt spät Fahrt auf: FSV Krostitz besiegt Rapid Chemnitz

Pokalkrimi nimmt spät Fahrt auf: FSV Krostitz besiegt Rapid Chemnitz

Herbert Häublein
Leipziger Volkszeitung
Erst kurz vor Schluss zeigten sich Krostitz und Chemnitz in einer leidenschaftlich geführten Pokalpartie treffsicher.
Erst kurz vor Schluss zeigten sich Krostitz und Chemnitz in einer leidenschaftlich geführten Pokalpartie treffsicher. © Thomas Jentzsch
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FSV Krostitz sichert sich in einem Herzschlagfinale gegen Rapid aus Chemnitz den Einzug in nächste Runde des Sachsenpokals.

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Krostitz. In der dritten Runde des Sachsenpokals traf der FSV Krostitz auf Rapid Chemnitz. Die Zuschauer sahen ein klasse Pokalspiel mit reichlich Toren, dass der FSV mit 4:3 für sich entscheiden konnte.

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Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und beide Mannschaften zeigten guten Fußball. Der FSV nach zehn Minuten mit der ersten Chance: Rapid-Hüter Toni Wolf pariert stark. Danach spielt sich vieles zwischen den Strafräumen ab. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann doch noch der Knotenlöser: der FSV mit einer Ecke von Steve Gruber und Andreas Luck trifft mit dem Kopf zur Krostitzer Führung.

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Die Gäste erwischen den besseren Start in Durchgang zwei und nach einer Ecke muss FSV-Keeper Florian Göhrmann sein ganzes Können zeigen. In der 56. Minute ist er dann jedoch machtlos: Der FSV zeigt sich in der Abwehr nicht energisch genug und macht es Nick Röthling zu leicht, den Ausgleich zu erzielen. Plötzlich kommt es zum offenen Schlagabtausch. Zehn Minuten vor Spielende scheitert Nico Geißler per Elfmeter an Nerven und Rapid-Schlussmann. Wenig später wendet sich das Blatt für den Unglücksraben: Ein Schuss von Geißler wird von Dennis Radig zur erneuten Führung ins Tor abgefälscht (81.). Noch im Jubeltaumel der erneute Rückschlag für den FSV: Nach Freistoßflanke trifft Alexander Hofmann zum Ausgleich (87.). Vom Momentum beflügelt, erzwingen die Chemnitzer einen Ballverlust im FSV-Spielaufbau und Nick Röthling nutzt die Schläfrigkeit der Hausherren zur Führung (87.).

Das sollte es jedoch nicht gewesen sein für den FSV. Als Andreas Luck im Strafraum von den Beinen geholt wird, gibt es erneut Elfmeter. Der Gefoulte tritt an und trifft (90.). Chemnitz, mit dem Kopf schon in der Verlängerung, zeigt in der Nachspielzeit nun seinerseits Unkonzentriertheiten. Dennis-Sven Radig weiß diese zu nutzen und schießt den FSV spät in die nächste Pokal-Runde (90. +3).