23. November 2021 / 13:46 Uhr

Pokalkrimi vor 150 Zuschauern: SpG Rathenow/Premnitz steht im Achtelfinale

Pokalkrimi vor 150 Zuschauern: SpG Rathenow/Premnitz steht im Achtelfinale

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Stehen nach einem spannenden Spiel gegen Stahl Brandenburg im Landespokal-Achtelfinale: Die C-Junioren der SpG Rathenow/Premnitz.
Stehen nach einem spannenden Spiel gegen Stahl Brandenburg im Landespokal-Achtelfinale: Die C-Junioren der SpG Rathenow/Premnitz. © Verein
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C-Junioren-Landespokal: Die Mannschaft von Trainer Hans Büchner setzt sich trotz eines 0:2-Rückstandes gegen den klassenhöheren FC Stahl Brandenburg durch.

Am Ende kannte der Jubel keine Grenzen: Durch einen 3:2 (0:1, 2:2)-Erfolg nach Verlängerung gegen den klassenhöheren FC Stahl Brandenburg zogen die C-Junioren-Fußballer der SpG Optik Rathenow/Chemie Premnitz am Samstag in das Achtelfinale des AOK-Landespokals ein. „Das war für die Jungs ein richtig cooles Erlebnis vor einer tollen Kulisse“, lässt SpG-Trainer Hans Büchner die Ereignisse Revue passieren.

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Rund 150 Zuschauer bildeten auf dem Kunstrasenplatz am Rathenower Stadion Vogelgesang einen würdigen Rahmen für ein packendes Pokalspiel. Die Vorzeichen waren dabei aus Sicht des Gastgebers alles andere als optimal. „Aufgrund eines Coronafalls innerhalb unseres Teams konnten wir, um auf Nummer sicher zu gehen, nur am Freitag trainieren“, berichtet Büchner von den ausgefallenen Einheiten am Montag und Mittwoch vor dem Pokalkracher gegen den Brandenburgligisten. „Das Abschlusstraining konnte jedoch wie gewohnt stattfinden. Schon am Freitagabend merkte man in der Kabine eine besondere Stimmung. Ein Gefühlsmix aus Anspannung und Vorfreude.“

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Nach einem missglückten Abstoß von Keeper Julian Leo Oetzmann brachte Ben Dayan Bleiß die Gäste bereits nach vier Minuten in Führung. Danach dauerte es einige Zeit, bis sich die Heimmannschaft von dem Schock erholt hatte und selbst mit dem Fußballspielen begann. In der Folge wurden die Westhavelländer zwar immer spielbestimmender, konnten daraus aber noch keinen Profit schlagen.

Nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Nackenschlag in Form des 0:2 durch Adrian Lack, der einen weiteren individuellen Fehlern in der Abwehr ausnutzte (53.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später hauchte Elias Schäfer mit seinem Anschlusstreffer aus dem Gewühl heraus den Hoffnungen auf eine Pokalsensation neues Leben ein. Die Kräfte der viel investierenden Gastgeber schwanden jedoch von Minute zu Minute. In der Schlussphase warf der Dritte der Landesklasse Nord/West aber noch einmal alles nach vorne und kam in der Nachspielzeit zu zwei Eckbällen, bei denen es auch Torhüter Oetzmann nicht mehr hinten hielt. Nachdem ein Abschluss von Lauritz Fürstenberg zunächst noch in höchster Not geblockt werden konnte, köpfte Angreifer Finn Knuth nach einer weiteren Hereingabe von Noah Peuker das Spielgerät entgegen der Laufrichtung des Torhüters unhaltbar ins Tor und rettete sein Team in die zweimal fünfminütige Verlängerung.

In dieser brachte Knuth seine Farben mit der ersten sich bietenden Chance in Führung (75.). Anschließend drängten die Brandenburger auf den Ausgleich, blieben in ihren Bemühungen aber ohne Erfolg. „Wir sind natürlich sehr stolz auf das Team und hoffen, dass wir in der nächsten Runde im neuen Jahr wieder ein Heimspiel haben“, wirft Büchner den Blick bereits auf die kommende Aufgabe.