07. September 2019 / 19:49 Uhr

Pokalschreck Graal-Müritz schlägt erneut zu

Pokalschreck Graal-Müritz schlägt erneut zu

Rene Warning
Ostsee-Zeitung
Die Graal-Müritzer jubeln über eines von fünf Toren. Der Landesligist wirft den FSV Kühlungsborn aus dem Pokal.
Die Graal-Müritzer jubeln über eines von fünf Toren. Der Landesligist wirft den FSV Kühlungsborn aus dem Pokal.
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Landesligist haut Kühlungsborn mit 5:2 raus. Bentwisch entgeht knapp einer Sensation. Förderkader unterliegt im Verbandsliga-Duell.

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GRAAL-MÜRITZ SCHLÄGT KÜHLUNGSBORN 5:2

Der TSV Graal-Müritz entwickelt sich zum Pokalschreck für höherklassige Teams. Nachdem der Landesligist in der ersten Runde des Landespokals bereits den Oberligisten MSV Pampow aus dem Pokal schmiss, erwischte es jetzt den Sechstligisten FSV Kühlungsborn. Mit 5:2 (3:0) fegten die Ostseestädter die Kühlungsborner vom Platz. Herausragender Akteur war Spielertrainer Tim Hermann, der gleich vier Tore erzielte.

Schon vor der Pause lag die neuerliche Pokalüberraschung in der Luft. Nach dem Führungstreffer von Clemens Harms (23.) schlug Hermann nur zwei Minuten später das erste Mal zu und sorgte in der 32. Minute für die komfortable Führung der Hausherren.

Die Halbzeitansprache von FSV-Coach Philipp Sibrins, der den verhinderten Cheftrainer René Schultz vertrat, schien allerdings gefruchtet zu haben. Der FSV kam unmittelbar nach Wiederanpfiff zum 3:1 durch Alexander Fogel. Selbiger nährte nach einer Stunde die Hoffnungen auf ein Comeback im Spiel, verkürzte auf 2:3, doch Graals Mittelfeldmotor Tim Hermann war nicht zu stoppen und riss den FSV mit seinen Toren drei und vier in der 74. und 85. Minute aus allen Träumen.

FSV-Interimstrainer Philipp Sibrins, seines Zeichens bulliger Defensivspieler, war mit dem Auftritt seines Teams nicht zufrieden. "Wir haben nicht im Ansatz gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Jeder muss sich nach so einem Spiel selbst hinterfragen, ob das alles reicht, was er heute gezeigt hat", kritisierte er scharf.

Nachdem der TSV Graal-Müritz zunächst am Dienstag freudig die Auslosung (18 Uhr, Liveticker) verfolgen wird, geht es für sie am Sonnabend (14 Uhr) in der Liga beim PSV Wismar weiter. Kühlungsborn reist zum FC Förderkader zur gleichen Zeit nach Rostock.

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BENTWISCH VERPASST DIE VERLÄNGERUNG GEGEN GREIFSWALD UM HAARESBREITE

Der FSV Bentwisch hingegen verpasste eine Sensation gegen den Oberligisten Greifswalder FC nur knapp. Bis in die Nachspielzeit hinein boten die Randrostocker dem zwei Klassen höher agierenden Team von Roland Kroos Paroli, kassierten allerdings in der Nachspielzeit das entscheidende 1:2.

FSV-Trainer Tommy Bastian konnte der Niederlage trotz großer Enttäuschung ob der späten Entscheidung viel Positives abgewinnen. "Wir haben bei den Gegentoren nicht clever genug verteidigt, dazu beim ersten gepennt. Allerdings haben wir eine couragierte Leistung gezeigt, über die ganze Spielzeit hinweg Paroli geboten und die Zuschauer mitgerissen. Wenn wir uns beim Training wiedersehen, wird jeder erkannt haben, was für eine starke Leistung wir gezeigt haben", sagte Bastian, dessen Team die Führung von Greifswalds Okry Chougourou (48.) zwei Minuten vor Schluss durch FSV-Stürmer Nick Pergande ausglich. Doch statt der Verlängerung kamen die Greifswalder in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch zum umjubelten Siegtreffer.

FÖRDERKADER UNTERLIEGT IM EINZIGEN VERBANDSLIGA DUELL

Der FC Förderkader musste nach dem einzigen Verbandsliga-Duell bereits früh die Segel im Landespokal streichen. Gegen den FC Mecklenburg Schwerin setzte es eine satte 2:5 (1:2)-Pleite. Förderkader-Trainer Stephan Malorny haderte. "Wir haben gut dagegengehalten, auch spielerisch gute Momente gezeigt. Aber bei nahezu allen Toren haben wir dem Gegner durch entscheidende Fehler geholfen, zu treffen. Das müssen wir abstellen. In der Konsequenz ist der Sieg für Schwerin verdient, die sich eiskalt beim Abschluss präsentiert haben", sagte der 61-Jährige.

Mit einem Doppelschlag von Berg Pekgür und Nico Zapel binnen vier Minuten gingen die Gäste aus der Landeshauptstadt zunächst 2:0 in Front. Die Hausherren hatten es schwer, sich aus dem hohen Pressing des Gegners zu lösen und war zu einem frühen Wechsel gezwungen. Die Umstellung fruchtete und der FCFK kam wesentlich besser ins Spiel. Der Lohn war der Anschlusstreffer von Jonas Gottschalk, der nach einer Ecke in der Nachspielzeit per Kopf traf.

Nachdem Seitenwechsel übernahm Schwerin wieder das Kommando und nutzte zwei vermeidbare Fehler des Förderkaders zum 3:1 und 4:1 (54., Pekgür; 57., Ewert) und sorgte damit vermeintlich für die Vorentscheidung. Der Förderkader zeigte jedoch Biss und steckte nicht auf. Nach 69 Minuten traf Paul Baaske zum 2:4-Anschlusstreffer. Doch spätestens mit dem 2:5 durch Schwerins Thorben Wurr (76.) war die Partie entschieden.

Am kommenden Sonnabend (14 Uhr) haben beide Kontrahenten Heimspiele. Während der Förderkader den FSV Kühlungsborn empfängt, erwarten die Schweriner den Tabellenführer Rostocker FC im Sportpark Lankow.

Weitere Ergebnisse vom Sonnabend:

FSV BW Greifswald - Torgelower FC Greif 1:4
TSV Goldberg - SV FLJ Neuenkirchen 1:3
FC Seenland Warin - Traktor Pentz 1:2
SG Karlsburg/Züssow - Penzliner SV 0:10
Sievershäger SV - SFV Nossentiner Hütte 1:4
Bölkower SV - Pasewalker FV 3:4
SV Motor Eggesin - Pommern Löcknitz 5:0
Empor Zarrentin - SC Parchim 2:4
SV Kandelin - SV Waren 09 1:3
SG Wöpkendorf - Mulsower SV 61 0:2
Laager SV - Rostocker FC 2:3
SV Siedenbollentin - FSV Ueckermünde 1:3
MSV Groß Miltzow - Empor Grabow 7:1
FSV Garz - Empor Richtenberg 0:6
VfL BW Neukloster - SV Pastow 0:7
SG Carlow - Cambs-Leezen 3:2
SV Stralendorf - FSV Malchin 0:5
Reinkenhagen - Güstrower SC 0:6

Impressionen vom Landespokalduell zwischen dem Doberaner FC und dem FC Hansa Rostock

Begleitet von Bad Doberaner Jugendmannschaften betreten die Team des FC Hansa und des DFC das Stadion am Busbahnhof
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Begleitet von Bad Doberaner Jugendmannschaften betreten die Team des FC Hansa und des DFC das Stadion am Busbahnhof ©
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