19. November 2020 / 21:58 Uhr

DSC-Volleyball-Damen unterliegen in Schwerin: Traum vom Pokalfinale platzt

DSC-Volleyball-Damen unterliegen in Schwerin: Traum vom Pokalfinale platzt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Enttäuscht gehen die Dresdner Spielerinnen in Schwerin vom Feld.
Enttäuscht gehen die Dresdner Spielerinnen in Schwerin vom Feld. © DIETMAR ALBRECHT sportfoto.albrecht@web.de
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Die DSC-Volleyball-Damen haben das deutsche Pokalfinale am 28. Februar 2021 in der SAP Arena Mannheim knapp verpasst. Sie unterlagen am Mittwoch beim SSC Palmberg Schwerin mit 1:3 (22:25, 22:25, 25:22, 16:25) Sätzen. Sie wären auf den SC Potsdam getroffen, der den favorisierten MTV Stuttgart ebenfalls mit 3:1 Sätzen eliminierte.

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Dresden. Zuletzt standen die DSC-Volleyballerinnen immer in geraden Jahren im Pokalfinale in Mannheim. In den ungeraden klappte es mit der Mission Mannheim dagegen nicht. Und dieser Tradition bleiben die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl treu. Denn auch 2021 wird der DSC nicht im Finale aufschlagen. Der Traum von der Verteidigung des Pokals platzte im Halbfinale am Donnerstagabend. Nach dem Viertelfinalsieg zuvor gegen Suhl mussten sich die Dresdnerinnen beim Schweriner SC nach einer hochklassigen Partie und großem Kampf mit 1:3 (22:25, 22:25, 25:22, 16:25) geschlagen geben. Weil im anderen Halbfinale auch Stuttgart gegen Potsdam den Kürzeren zog, schieden beide Finalisten der letzten Saison aus.

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DSC-Trainer Alexander Waibl gab kurz nach der Niederlage zu: „Alle sind erst einmal ziemlich niedergeschlagen und enttäuscht. Auch ich bin traurig, zugleich aber auch stolz auf meine Mannschaft. Die Mädels haben alles gegeben und super gekämpft. Am Ende haben Kleinigkeiten und ein bisschen Qualität gefehlt“, schätzte der Coach ein. In den entscheidenden Situationen habe Schwerin etwas effektiver im Angriff agiert und einen kleinen Vorteil in der Abwehr gehabt, war insgesamt etwas reifer und cleverer. Zudem ging Zuspielerin Jenna Gray durch eine Verletzung an der Zehe gehandicapt in die Partie.

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Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. Zur Galerie
Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. ©

Für lange Auswertungen haben die DSC-Volleyball-Damen aber keine Zeit, denn nach einer weiteren Übernachtung in Schwerin und erneuten Corona-Tests geht es bereits an diesem Freitag weiter nach Aachen, wo am Sonnabend in der Bundesliga erneut eine schwere Aufgabe bei den Ladies in Black wartet.

DSC-Volleyball-Damen blieben lange dran

Leider fand das Ost-Derby zwischen Dresden und Schwerin ohne Zuschauer in der Halle statt. Zumindest am Fernseher konnten die Fans ein Spitzenspiel mit langen, spannenden Ballwechseln erleben. Beide Teams lieferten sich zumindest drei Sätze lang einen Schlagabtausch auf Augenhöhe, schenkten sich dabei nichts. Im ersten Satz glänzte Diagonalangreiferin Maja Storck immer wieder mit tollen Angriffen und sie trug mit einer Aufschlagserie maßgeblich zu einer 14:11-Führung bei. Doch der SSC blieb keine Antwort schuldig, nutzte ein paar kleine Schwierigkeiten des DSC in der Block-Feldabwehr, um schnell wieder heranzukommen. Die DSC-Mädels gaben keinen Ball verloren, doch in der engen Schlussphase erwiesen sich die Schwerinerinnen als etwas cleverer und sie leisteten sich keine Fehler.

Ähnlich ging es im zweiten Abschnitt weiter. Auch diesmal konnte der DSC eine Drei-Punkte-Führung (8:5) nicht halten. Bis zum 19:19 blieb alles offen, am Ende entschieden erneut Kleinigkeiten für die Mecklenburgerinnen.

Ein Krimi war dann Satz Nummer drei. Inzwischen hatte Sarah Straube das Zuspiel für die angeschlagene Jenna Gray komplett übernommen, zudem kam auf der Mitte Monique Strubbe für Madeleine Gates und auch Lenka Dürr war seit Ende des ersten Satzes auf dem Feld geblieben. Nach einem 13:16-Rückstand drehten die Elbestädterinnen richtig auf und den Satz noch zu ihren Gunsten. Im vierten Satz aber geriet der DSC-Motor ins Stottern und die Gastgeberinnen ließen sich nach klarem Vorsprung den Sieg nicht mehr nehmen. Zur MVP auf Seiten des Dresdner SC wurde Maja Storck gekürt, die mit 25 Punkten erfolgreichste Scorerin war.