01. Februar 2021 / 06:33 Uhr

Polizei bestätigt Fanrandale: Ultras wollen Mannschaftsbus des 1. FC Nürnberg aufhalten

Polizei bestätigt Fanrandale: Ultras wollen Mannschaftsbus des 1. FC Nürnberg aufhalten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Polizei muss den Mannschaftsbus des 1. FC Nürnberg schützen.
Die Polizei muss den Mannschaftsbus des 1. FC Nürnberg schützen. © imago images/Zink/Montage/Symbolbild
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Der 1. FC Nürnberg erreicht in Sandhausen den nächsten Tiefpunkt. Nach der Niederlage im Kellerduell reagieren einige Fans des Klubs aufgebracht am Vereinsgelände – sogar die Polizei musste eingreifen.

Rund 60 Menschen haben am Sonntagabend versucht, den Mannschaftsbus des 1. FC Nürnberg auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel anzuhalten. Sie gehörten mutmaßlich der Nürnberger Ultraszene an, wie die Polizei mitteilte. Die Einsatzkräfte drängten die "aufgebrachten Männer" am Vereinsgelände zurück. Sie nahmen drei Männer fest, die Polizisten angegriffen beziehungsweise beleidigt hatten. Menschen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.

"Sie haben versucht, den Mannschaftsbus anzuhalten", bestätigt die Polizei Mittelfranken. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung schreibt, bildeten Einsatzkräfte des Unterstützungskommandos (USK) Mittelfranken eine Polizeikette und drängten die Randalierer zurück. In der Folge versuchten mehrere Personen gewaltsam durch die Absperrung zu gelangen. "Zwei junge Männer griffen die Einsatzkräfte dabei tätlich an. Unter Einsatz von unmittelbarem Zwang und unter Anwendung des Einsatzstockes gelang es schließlich, die Personen zurückzudrängen", berichtet die Polizei.

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Die zwei Festgenommenen sowie eine weitere Person, die Einsatzkräfte beleidigt hatte, wurden festgenommen. Die Polizei habe rund 20 Identitätsfeststellungen durchgeführt. Die Polizeiinspektion Nürnberg-Ost habe entsprechende Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

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FCN-Sportvorstand Dieter Hecking hatte vor dem Spiel beim SV Sandhausen vor Panikmache gewarnt, aber bereits eingeräumt, dass "ein bisschen Druck im Kessel ist". Der nahm nach der 0:2-Pleite weiter zu. Die Formkurve zeigt bedrohlich nach unten. Von 18 möglichen Punkten 2021 holte der "Klub" nur einen. Zwei Zähler beträgt nur noch der Vorsprung auf Relegationsplatz 16, den man auch am Ende der vergangenen Saison belegte. Drei Zähler sind es auf einen direkten Abstiegsplatz. Es wird höchste Zeit für eine Wende 2021. Die nächsten Gegner heißen Darmstadt und St. Pauli.