03. November 2019 / 16:27 Uhr

Polizei zieht nach Berlin-Derby unrühmliche Bilanz: Drei Verletzte und zahlreiche Strafverfahren

Polizei zieht nach Berlin-Derby unrühmliche Bilanz: Drei Verletzte und zahlreiche Strafverfahren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eine Rakete kommt beim Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC mitten auf dem Spielfeld herunter.
Eine Rakete kommt beim Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC mitten auf dem Spielfeld herunter. © dpa
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Das Berliner Bundesliga-Derby hat ein juristisches Nachspiel. Beim von Krawallen überschatteten Spiel zwischen Union Berlin und Hertha BSC wurden mehrere Personen verletzt, darüber hinaus wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt.

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Bei den Ausschreitungen rund um das erste Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC (1:0) hat es insgesamt drei Verletzte gegeben. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Durch das Abfeuern von Pyrotechnik im Stadion An der Alten Försterei wurden ein Union-Fan und ein Zivilpolizist leicht verletzt, zudem wurde ein Beamter im Zuge der polizeilichen Maßnahmen ebenfalls leicht verletzt.

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Vier Personen wurden vorläufig festgenommen und nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. 25 Strafverfahren wurden bislang eingeleitet, unter anderem wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs.

Berliner Derby war fünf Minuten unterbrochen

Der 1:0-Sieg von Union am Samstagabend wurde vom unrühmlichen Verhalten von Anhängern beider Teams überschattet. Es kam aus dem Hertha-Block zu Raketenwürfen auf den Rasen und in die gegnerischen Zuschauerbereiche, die Partie war zwischenzeitlich fünf Minuten unterbrochen.

In Bildern: Union Berlin siegt im Berlin-Derby mit 1:0 gegen Hertha BSC.

Unions Maskottchen Ritter Keule ballt die Fäuste vor Spielbeginn. Zur Galerie
Unions Maskottchen Ritter Keule ballt die Fäuste vor Spielbeginn. © dpa

Zudem verhinderten Union-Profis um Torwart Rafal Gikiewicz einen Platzsturm vermummter Anhänger der Köpenicker. Rund 1100 Polizisten sicherten das Spiel ab. Die Beamten aus Berlin wurden von Kräften aus anderen Bundesländern unterstützt. Laut Polizei überliefen Union-Fans eine Einlasskontrolle und gelangten so unkontrolliert ins Stadion. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes kündigte Ermittlungsverfahren an.