11. Mai 2021 / 17:16 Uhr

Polizei will Punktspiel von Dynamo Dresden verschieben

Polizei will Punktspiel von Dynamo Dresden verschieben

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Symbolbild Polizei
Die Dresdner Polizei befürchtet, dass es ohne Spielverlegung zu einem Aufeinandertreffen zwischen Teilnehmern der Initiative "Querdenken351" und Dynamo-Fans kommen könnte. © dpa
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Die Sicherheitskräfte fürchten eine Vermischung von Dynamo-Fans mit der Querdenker-Bewegung und wollen, dass die SGD einen Tag später spielt. Die Versammlung wurde zwar verboten, doch die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass sich nicht immer daran gehalten wird.

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Dresden. Die Dresdner Polizei hat am Mittwoch eine Verlegung des Drittligaspiels der SG Dynamo Dresden gegen Türkgücü München angeregt. Aus Sicht der Polizeidirektion Dresden ist die Spielverlegung des Heimspiels vom Sonnabend auf Sonntag die einzige geeignete, erforderliche und verhältnismäßige Maßnahme, um eine die Infektionsgefahr katalysierende Verbindung zwischen der Fanszene von Dynamo und den Anhängern der Querdenken Bewegung zu unterbinden, teilte die Polizei mit. Ein milderes Mittel zur Erreichung des Zieles steht der Polizei ihrer Meinung nach nicht zur Verfügung.

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Verstoß gegen Verbote werden erwartet

Für den 15. Mai hat die Initiative „Querdenken351“ mehrere Versammlungen mit mehreren tausend Teilnehmern angezeigt. Die Landeshauptstadt Dresden hat die Versammlung verboten. Die vergangenen Einsätze haben jedoch gezeigt, dass sich trotz des Verbotes zahlreiche „Querdenker“ im Stadtgebiet aufhalten werden.

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Aufgrund der sportlichen Situation und des möglichen Aufstieges am kommenden Samstag rechnet die Dresdner Polizei mit mehreren tausend Fans, die sich anlässlich des Spiels vor das Stadion begeben werden. Bereits beim letzten Heimspiel der Saison 2019/20 hatten sich mindestens 2.000 Fans eingefunden, die sich nicht an die Abstands- und Hygienevorschriften hielten. Polizeiliche Maßnahmen zur Einhaltung des Infektionsschutzes wurden damals zum Großteil ignoriert und abgelehnt.



Aufgrund von Mobilisierungserkenntnissen aus sozialen Netzwerken geht die Polizeidirektion Dresden auch davon aus, dass die „Querdenker-Bewegung“ die potenzielle Fanansammlung im Umfeld des Rudolf-Harbig-Stadion als Anknüpfungspunkt für eigene demonstrative Aktionen nutzen wird.