15. Juni 2022 / 06:34 Uhr

Polizeieinsatz beim Deutschland-Spiel gegen Italien: Banner mit Kritik an Katar und FIFA sorgt für Aufsehen

Polizeieinsatz beim Deutschland-Spiel gegen Italien: Banner mit Kritik an Katar und FIFA sorgt für Aufsehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das besagte Banner erschien knapp über der Werbebande im Stadion in Mönchengladbach.
Das besagte Banner erschien knapp über der Werbebande im Stadion in Mönchengladbach. © IMAGO/Revierfoto
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Kurz nach Anpfiff des Länderspiels zwischen Deutschland und Italien in Mönchengladbach war im Stadion und im TV ein Banner mit klarer Kritik an Weltverband FIFA und WM-Gastgeber Katar zu sehen. Die verantwortlichen Personen wurden von der Polizei ausfindig gemacht. 

Nach der Präsentation eines FIFA-kritischen Plakats beim Nations-League-Spiel von Deutschland gegen Italien (5:2) hat es am Dienstagabend einen Polizeieinsatz gegeben. Rund 15 Personen, die kurz nach Anpfiff des Fußball-Klassikers in Mönchengladbach das Banner mit der Aufschrift "15.000 Tote für große Kulissen - FIFA und Co. ohne Gewissen!" gezeigt hatten, sollen direkt im Anschluss daran den Block und das Stadion hastig verlassen haben. "Es bestand dabei der Verdacht, gegen das Hausrecht verstoßen zu haben", sagte ein Sprecher der Polizei Mönchengladbach der Deutschen Presse-Agentur.

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Demnach habe es nach der Protest-Aktion gegen die umstrittene WM Ende des Jahres in Katar eine Kommunikation zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und der Polizei gegeben. Polizeibeamte stießen wenig später auf die Personengruppe und setzten sie fest, um die Personalien aufzunehmen. "Das geschah ausdrücklich nicht zur Strafverfolgung. Das Zeigen des Plakats ist durch die freie Meinungsäußerung gedeckt", sagte der Polizeisprecher. Strafrechtliche Konsequenzen wird die Aktion für die Verursacher also nicht haben. Vielmehr sei es um "den Schutz der Rechte Dritter" gegangen.

Der DFB habe aber nach einer weiteren Rücksprache darauf verzichtet, rechtliche Schritte einzulegen. Ob die Personen unrechtmäßig ins Stadion gelangt sind, ist unklar. Dass sie von der Polizei aufgegriffen und festgesetzt wurden, hatten in den Sozialen Medien für reichlich Kritik und Unverständnis gesorgt.

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