17. Juli 2019 / 15:10 Uhr

Noel Köhler schießt Arminia Hannover raus - Hemmingen trotz 0:9 im Halbfinale

Noel Köhler schießt Arminia Hannover raus - Hemmingen trotz 0:9 im Halbfinale

Dirk Drews
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Noel Köhler (links) traf doppelt für die TSV Burgdorf gegen den Oberligisten Arminia Hannover.
Noel Köhler (links) traf doppelt für die TSV Burgdorf gegen den Oberligisten Arminia Hannover. © Michael Thieme
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Die TSV Burgdorf ist ausgeschieden - das stand schon vor dem letzten Spieltag des Porta Pokals fest. Trotzdem machte TSV noch einmal Dampf und erreichte ein Remis gegen Arminia Hannover. Damit steht der SC Hemmingen-Westerfeld trotz einer krachenden 0:9-Niederlage gegen den TSV Havelse im Halbfinale.

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Zum Ausklang der Gruppenphase gab es beim Fußball-Turnier um den Porta Pokal noch einmal eine kleine Überraschung: Die bereits vorzeitig ausgeschiedene TSV Burgdorf verabschiedete sich mit einem 3:3-Achtungserfolg über den SV Arminia Hannover aus dem Wettbewerb – und spielte zugleich das Zünglein an der Waage bei der Qualifikation für die Halbfinals. Der Oberligist aus Hannover wurde durch das Remis nämlich aus dem Turnier befördert.

Porta Pokal: Das sind die Bilder zum Spiel TSV Burgdorf gegen SV Arminia Hannover

Das sind die Bilder zur Partie des Porta Pokals zwischen der TSV Burgdorf und dem SV Arminia Hannover. Zur Galerie
Das sind die Bilder zur Partie des Porta Pokals zwischen der TSV Burgdorf und dem SV Arminia Hannover. ©
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Noel Köhler macht es der Arminia schwer

Dass die Vorrunde für den letztjährigen Finalisten zugleich Endstation war, lag auch am zweifachen TSV-Schützen Noel Köhler. Der 23-jährige Angreifer drehte nach dem 1:0 der Arminen durch Yassine Othmane (5.) mit einem Doppelschlag (18., 22.) zum 2:1 die Partie und hätte nach weiteren Treffern von Nico Eccarius (TSV/37./mit raffiniertem Heber) und der Arminen Delchad Jankir (51.) und Ousmane Soumah (71.) sogar zum Matchwinner werden können.

Allerdings scheiterte Köhler in der Schlussphase zweimal in Eins-zu-Eins-Situationen an Arminen-Keeper Dominik Grimpe. „Wir haben uns mit einer starken Leistung aus dem Turnier verabschiedet“, sagte TSV-Coach Holger Kaiser, der aber seinen Angreifer besonders heraushob. „Noel hat mit viel Einsatz und großer Kondition nicht nur in der Offensive überzeugt, sondern auch nach hinten richtig gut gearbeitet“, betonte der Trainer.

„Noel zählt zu den besten Kopfballspielern der Landesliga“

Köhler gilt als beispielhaft für die ausgegebene TSV-Strategie, junge Talente aus der näheren Umgebung und aus unteren Klassen an das Landesligateam heranzuführen. Als TSV-Eigengewächs kickte Köhler bei den Kreisliga-A-Junioren und schaffte anschließend – mit der Empfehlung von 15 Toren in drei Spielen bei der Reserve - den Sprung in die erste Mannschaft. Dort hat sich der Sohn von TSV-Co-Trainer Halit Özden seit fünf Jahren etabliert.

„Noel zählt für mich zu den besten Kopfballspielern der Landesliga“, lobt Chefcoach Kaiser seinen 1,96 Meter großen Stürmer, der noch einige Ziele anvisiert: „Ich strebe mit der TSV in der kommenden Landesligasaison einen Platz unter den Top drei an. Und persönlich würde ich gern meine bisherige Bestleistung von acht Saisontreffern gern verbessern“, nennt der 23-jährige Bankkaufmann, der ein duales Studium als Betriebswirt absolviert, seine sportliche Vorgabe.

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Havelse dominiert Hemmingen

Weil Köhler beim Porta Pokal als Goalgetter mit dafür sorgte, dass die Arminen als Dritter der Gruppe B die Segel streichen mussten, war zugleich die Halbfinal-Qualifikation des SC Hemmingen-Westerfeld perfekt. Deshalb hatte das finale Spiel der Gruppenphase zwischen dem TSV Havelse und dem erstmals in die Endrunde eingezogenen Landesligisten nur statischen Wert. Der Regionalligist und Favorit auf den Porta-Pokal-Sieg demonstrierte jedoch seine Klasse und überfuhr den Kontrahenten aus der 6. Liga gleich mit 9:0 (2:0).

Utku Kani (3), Deniz Cicek, Julius Langfeld (je 2), Yannick Jaeschke und Tobias Fölster beteiligten sich am Torfestival. „Die Mannschaft hat viel Spielfreude und Spritzigkeit gezeigt, das war von der Art und Weise her absolut okay“, sagte TSV-Trainer Jan Zimmermann. Semir Zan, der Coach des SC Hemmingen-Westerfeld, konstatierte nach höchsten Niederlage seines Teams: „Der Havelse hat vor allem in der zweiten Halbzeit noch mehrere Schippen draufgelegt und war zwei, drei Klassen stärker als wir. Uns ging einfach die Puste aus.“

Porta Pokal: Das sind die Bilder zum Spiel TSV Havelse gegen SC Hemmingen-Westerfeld

Das sind die Bilder zur Partie des Porta Pokals zwischen dem TSV Havelse und dem SC Hemmingen-Westerfeld. Zur Galerie
Das sind die Bilder zur Partie des Porta Pokals zwischen dem TSV Havelse und dem SC Hemmingen-Westerfeld. ©

Halbfinals am Freitag

Nach der Vizemeisterschaft in der Landesliga war das Erreichen des Halbfinales bei der zweiten Porta-Pokal-Teilnahme ein weiterer Erfolg für den SC Hemmingen-Westerfeld, der am Freitag (18.30 Uhr) die Hürde mit dem Cupverteidiger MTV Eintracht Celle nehmen muss. Im zweiten Halbfinale (20.15 Uhr) kämpfen der TSV Havelse und Regionalliga-Konkurrent HSC Hannover um den Einzug ins Endspiel.

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