01. April 2020 / 15:00 Uhr

Royals-Footballer Ruven Pietsch und seine Tattoos: Amerikanischer Lebensstil

Royals-Footballer Ruven Pietsch und seine Tattoos: Amerikanischer Lebensstil

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Ruven Pietsch von den Potsdam Royals und seine Tattoos.
Ruven Pietsch von den Potsdam Royals und seine Tattoos. © Privat/SPORTBUZZER-Montage
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Sportler erklären die Bedeutung ihrer Tattoos (Teil 5): Footballer Ruven Pietsch von den Potsdam Royals hat sich ein Muscle-Car und Rap-Ikone 2Pac tätowieren lassen.

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Auch wenn Ruven Pietsch künftig für die Potsdam Royals auf Punktejagd geht, hat er seinen Ex-Verein stets bei sich. Auf der Innenseite seines rechten Unterarms hat er die Initialen der Dresden Monarchs – sein Heimatverein – tätowiert. Als er sich das Tattoo stechen ließ, war Pietsch 16 Jahre alt, seine Eltern hatten nichts dagegen. „Der Sport hat mir wirklich gut getan, hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und mich um 180 Grad gedreht“, erklärt Pietsch die Wichtigkeit des Footballspielens für sein Leben – vor allem die Zeit in der Jugend der Monarchen. „Es hat mir so viel bedeutet, für das Team zu spielen, das waren echt gute Jahre. Wir waren wie Brüder, haben alle zusammengehalten“, erzählt der 21-Jährige über die Zeit in den Dresdner Nachwuchsmannschaften.

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Angekommen im Herrenteam habe sich die Situation verändert, weshalb er ab dieser Saison nun für die Royals spielt. „Ich habe generell nach einem neuen Team gesucht. Ich hatte auch andere Angebote, aber das Gefühl hat bei den Royals gestimmt. Es ist eine schöne Stadt, der Verein hat sich Mühe gegeben, dass ich nach Potsdam komme. Und ein wichtiger Punkt war natürlich auch, dass es relativ nahe an meiner Heimat ist“, erzählt der KfZ-Mechatroniker, der in Potsdam bereits seinen neuen Job angetreten hat.

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Seine Leidenschaft für Autos spiegelt sich auch in seinem zweiten Tattoo wieder. Auf dem rechten Oberarm trägt der neue Runningback der Royals das Bild eines amerikanischen Muscle-Cars. Dazu ist eine Palme und ein „mexikanischer Gangster“ zu sehen, wie er sagt. „Dieses Tattoo hat keine besonders tiefgründige Bedeutung. Ich mag einfach diesen amerikanischen Westküsten-Style“, sagt Pietsch. Dazu passt auch sein drittes Tattoo am rechten Unterarm, auf dem ein Skelett und eine Frau mit Bandana, dem typischen Gangster-Kopftuch, zu sehen ist.

Solch ein Bandana trug auch häufig die Hauptfigur seines bislang letzten Tattoos, das er sich vor zwei Monaten stechen ließ. Der Rapper Tupac Shakur – genannt 2Pac – wurde bereits 1996 erschossen, die Umstände sind bis heute nicht endgültig geklärt. „Wenn man auf 90er-Jahre-Rap steht, dann kommt man an 2Pac nicht vorbei. Er hat mit die beste Rap-Stimme, es ist einfach schöner, chilliger Rap, der nicht aggressiv ist“, erklärt Pietsch seine Vorliebe für die Rap-Ikone. Die Vorliebe des Footballers für den amerikanischen Lebensstil zeigt sich also nicht nur in der Wahl seiner Sportart, sondern auch auf seiner Haut.