10. November 2019 / 20:05 Uhr

Potsdamer Handballer erwischen einen Sahnetag

Potsdamer Handballer erwischen einen Sahnetag

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Philipp Jochimsen (l.) und Moritz Ende (1.VfL Potsdam) haben allen Grund zum Jubeln.
Philipp Jochimsen (l.) und Moritz Ende (1.VfL Potsdam) haben allen Grund zum Jubeln. © Foto: Julius Frick
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Die Handballer des VfL Potsdam sind in der 3. Liga weiter im Aufwind. Gegen Schlusslicht Hannover-Burgwedel gibt es einen klaren Heimsieg.

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Die langen Gesichter bei Spielern und Anhängern des VfL Potsdam sind einem breiten Grinsen gewichen. Wo vor Wochen noch Selbstzweifel da waren, bricht sich nun das Selbstvertrauen Bahn. Da kam am Sonntagnachmittag das Tabellen-Schlusslicht der 3. Handball-Liga gerade recht. Die Havelstädter fertigten vor 612 Zuschauern in der MBS-Arena Handball Hannover-Burgwedel mit 35:26 (18:12) ab und etablierten sich nach dem dritten Sieg in Folge im Mittelfeld der Tabelle.

Es gibt Tage, an denen fast alles gelingt. Solch einen Sahnetag erwischten die Havelstädter am Sonntag in der ersten Halbzeit. Von 20 Würfen fanden 18 den Weg ins Netz. „Die Gäste stellten nicht die stärkste Abwehr“, schränkte VfL-Rückraumspieler Levi Schwark den Torhunger ein. Und Hannovers Torwart ähnelte mehr einer Puppe als einem Abwehrbollwerk. „Aber Laufkundschaft war Hannover nicht“, bemerkte VfL-Trainer Daniel Deutsch zum Auftritt des Gegners, der nach der Pause durchaus Qualitäten andeutete.

Die Potsdamer zogen forsch mit 8:3 nach 13 Minuten davon und schalteten erst nach dem 17:8 (25.) einen Gang zurück. Die schnellen Spielzüge auf die Außen, die Anspiele an den Kreis oder die Würfe aus der zweiten Reihe – alles klappte wie am Schnürchen. Auch der Auftritt von Gabriel Gegerfelt. Der Schwede ist nach seinem schwachen Saisoneinstand nicht wiederzuerkennen und trifft regelmäßig.

Torhüter Pellegrini mit starkem Auftritt

Der Gastgeber wurde beinahe unersättlich. Grundlage für die Geschlossenheit war die sichere Abwehr mit einem vorzüglichen Torhüter. Fabian Pellegrini schockierte den Gegner mit starken Paraden – neun in der ersten Halbzeit. Mit Jan Jochens verfügt der VfL noch über weiteren guten Keeper. Coach Deutsch müsste eigentlich zum Losverfahren übergehen, wer auf die Platte darf. Da Jochens diesmal indisponiert war, kam Pellegrini zum Zuge. „Es gibt bei uns keine Nummer eins, aber eine gegenseitige Anfeuerung“, so Pellegrini.

Der 23-Jährige war in seinem Heimatland Schweiz in der 2. Liga für den HC GS Stäfa am Zürichsee aktiv. Vor zweieinhalb Jahren kam er durch einen Spielerberater nach Potsdam. Gleichzeitig nahm er ein Informatikstudium an der Technischen Hochschule Brandenburg auf. Pellegrini, der in Potsdam-Eiche wohnt, verkraftet Studium, fünfmal Training in der Woche, dazu noch Torhüter- und Krafttraining. Beim VfL erlebte er bisher ein Auf und Ab. Den Aufwind der Truppe nach dem schwachen Saisonstart begründete der 23-Jährige: „Es klappt von Woche zu Woche besser, was wir uns vorgenommen haben.

Das Selbstvertrauen ist wieder da, und dann kommt man in einen Flow.“ Vor zwei Jahren startete der VfL mit 1:11 Punkten und wurde am Ende noch Fünfter. Die Potsdamer bauten im zweiten Abschnitt den Vorsprung noch aus und machen sich jetzt heiß für das Derby in Oranienburg am kommenden Wochenende. „Da reißen wir was“, ist Shooter Levi Schwark überzeugt. Die Potsdamer scheinen gewappnet.

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