18. Februar 2019 / 18:20 Uhr

Potsdamer Maximilian Gurschke: Mit Hertha BSC gegen Paris St. Germain

Potsdamer Maximilian Gurschke: Mit Hertha BSC gegen Paris St. Germain

Stephan Henke
Herthas Maximilian Gurschke (l.) im Rückspiel beim FK Qäbälä Anfang November.
Herthas Maximilian Gurschke (l.) im Rückspiel beim FK Qäbälä Anfang November. © Arne Werner/Hertha BSC
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UEFA Youth League: Maximilian Gurschke tritt mit Herthas U19 gegen die Franzosen an.

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Die Auslosung des nächsten Gegners hat sich Maximilian Gurschke mit seinem Vater im Internet angeschaut. „Als wir gezogen wurden, ist der Puls schon angestiegen. Dann war es wie in Zeitlupe, als er den Ball aufgeschraubt hat und ich das Logo gesehen habe, bin ich vor Freude durchs Zimmer gesprungen“, erzählt der 19-Jährige. Denn auf dem Logo prangt ein roter Eifelturm, als nächsten Gegner erwartet die A-Jugend von Hertha BSC am Dienstag (16 Uhr, Amateurstadion) die Nachwuchskräfte von Paris St. Germain.

Aus der Akademie des französischen Serienmeisters wechselten zuletzt Dan-Axel Zagadou (Borussia Dortmund) und Jean-Kévin Augustin (RB Leipzig) in die Bundesliga. „Paris ist natürlich ein Brett“, sagt Gurschke deshalb. Doch auch die Berliner Jugend hat auf europäischer Ebene bislang überzeugt. Vier Siege aus vier Spielen stehen bislang zu Buche, damit eröffnete man sich die Möglichkeit auf das Entscheidungsspiel gegen die Pariser.

In Bildern: 64 ehemalige Spieler der Hertha BSC-Akademie und was aus ihnen wurde

Jerome Boateng (v.l.), Alexander Madlung und Sejad Salihovic sind nur drei prominente Beispiele für ehemalige Akademie-Spieler von Hertha BSC. Klickt euch durch unsere Galerie und erfahrt, welche Spieler den Sprung von den Hertha-Bubis in den Profifußball geschafft haben! Zur Galerie
Jerome Boateng (v.l.), Alexander Madlung und Sejad Salihovic sind nur drei prominente Beispiele für ehemalige Akademie-Spieler von Hertha BSC. Klickt euch durch unsere Galerie und erfahrt, welche Spieler den Sprung von den Hertha-Bubis in den Profifußball geschafft haben! ©
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Das wird ohne Rückspiel ausgetragen – wer gewinnt, zieht ins Achtelfinale des höchsten europäischen Wettbewerbs für Jugendmannschaften ein. „Man hat im Kopf, dass es nur ein Spiel ist. Da will man alles geben und eine perfekte Leistung bringen. Ich sehe auch ganz klar, dass wir Chancen haben“, sagt Gurschke, der in allen vier Youth-League-Spielen der Hertha auf dem Platz stand.

„Es ist noch einmal eine ganz andere Erfahrung. Meistens sind es Flutlichtspiele, wenn dann die Youth-League-Hymne gespielt wird und man mit den Champions-League-Bällen spielt, dann ist das schon etwas Besonderes und im Kopf auch noch einmal anders“, erzählt der Potsdamer, der in diesem Sommer sein Abitur an der Berliner Poelchau-Sportschule ablegt.

Profi, Sportstudent oder Gastronom

Seit 2008 spielt Gurschke für Hertha BSC, durchlief alle Jugendmannschaften. Ein Training mit den Profis sprang für den Rechtsverteidiger bislang allerdings noch nicht raus. „Ich sehe mich nach der A-Jugend schon bei der U23 von Hertha. Dort kann man gut in den Männerfußball reinkommen und kennenlernen. Und dann schaue ich, wie es weitergeht“, sagt Gurschke. „Eine Alternative wäre, dass ich Sport studiere. Eine andere Option ist, dass ich die Gaststätten meiner Eltern weiterführe.“ Die betreiben in Potsdam die Plantagenklause, den Nudeltopper und das La Copa in Babelsberg.

FC Barcelona, Manchester United und Real Madrid mögliche Gegner

Doch Priorität hat erst einmal der Fußball. „Ich denke schon noch an die Bundesliga, gerade wenn die Schule vorbei ist, will ich mich voll auf den Fußball konzentrieren und das Bestmögliche rausholen“, sagt Gurschke, der mit den Hertha-A-Jugendlichen 2018 die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte holte. Deshalb sind die Berliner nun auch erstmals für die Youth League qualifiziert und haben sich das Entscheidungsspiel gegen Paris erkämpft.

MAZ-Praktikant Paolo (l.) mit Hertha-Nachwuchsspieler Maximilian Gurschke.
MAZ-Praktikant Paolo (l.) mit Hertha-Nachwuchsspieler Maximilian Gurschke. © Stephan Henke

„Ich denke, wir gewinnen 2:0. Wir müssen defensiv eine Topleistung bringen“, sagt Gurschke, der auf die Stärken der Berliner im Umschaltspiel baut. Sollte sein Tipp wahr werden, dann wird bereits am Freitag der nächste Hertha-Gegner ausgelost. Dort warten unter anderem der FC Barcelona, Manchester United oder Real Madrid – ebenfalls ein Los-Grund, um durchs Zimmer zu springen.

Komplizierter Modus in der Youth League

Der Modus in der zur Saison 2013/14 eingeführten Youth League ist in zwei Stränge aufgeteilt. Auf der einen Seite sind 32 A-Jugend-Teams der Vereine qualifiziert, deren Männer-Mannschaften in der Gruppenphase der Uefa-Champions-League antreten. Aus Deutschland sind das in dieser Saison die A-Jugend-Mannschaften des FC Bayern München, von Borussia Dortmund, des FC Schalke 04 und 1899 Hoffenheim. Seit 2015/16 sind zusätzlich auch die 32 nationalen A-Jugend-Meister qualifiziert.

Falls der nationale Meister schon über die Champions-League-Gruppen teilnimmt oder es keine Jugendmeisterschaft in diesem Land gibt, rückt der Meister der nächststehenden Nation im Uefa-Ranking nach. Durch den A-Jugend-Meistertitel in der Saison 2017/18 darf die Hertha-Jugend an der Youth League teilnehmen. Für das Achtelfinale qualifizieren sich die acht Ersten der Gruppenphase direkt. Die acht Tabellenzweiten aus der Gruppenphase spielen ein Entscheidungsspiel gegen die acht Teams, die sich über den Meisterstrang qualifiziert haben. Diese ergeben sich aus zwei K.o.-Runden mit Hin- und Rückspiel. Hertha setzte sich in der ersten Runde gegen Lech Posen (2:0, 3:2) und in der zweiten Runde gegen FK Qäbälä (3:1, 1:0) durch.

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