15. März 2019 / 14:11 Uhr

Potsdamer Patrick Ebert blüht bei Dynamo Dresden wieder auf

Potsdamer Patrick Ebert blüht bei Dynamo Dresden wieder auf

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Patrick Ebert gehört zu den Leistungsträgern bei Dynamo Dresden.
Patrick Ebert gehört zu den Leistungsträgern bei Dynamo Dresden. © Steffen Manig
Anzeige

2. Bundesliga: Fußballprofi Patrick Ebert erlebt an der Elbe seinen dritten Frühling .

Anzeige
Anzeige

Er hat viele Jahre in zwei europäischen Topligen gegen Weltstars gekickt: Die Bundesliga und die Primera División waren sein Zuhause. Dann aber warf eine Verletzung Patrick Ebert in Spanien zurück, ein halbes Jahr war der zuletzt bei Rayo Vallecano beschäftigte Profi plötzlich vertragslos. Der Neuanfang beim Zweitligisten FC Ingolstadt gestaltete sich für den gebürtigen Potsdamer vor einem Jahr schwieriger als gedacht; erst in dieser Saison konnte der Ex-Herthaner wieder auf dem Rasen zeigen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört.

Zurück im Osten, beim Ligakontrahenten Dynamo Dresden, wurde der Mittelfeld-Allrounder sofort der ihm zugedachten Führungsrolle gerecht. Was als spontane Idee des früheren Babelsbergers Stefan Kutschke begann, ist Wirklichkeit geworden. Kutschke, 2017 von Dynamo nach Ingolstadt gewechselt, hatte den bei den „Schanzern“ nach nur vier Kurzeinsätzen verzweifelten Ebert der Sportgemeinschaft empfohlen. Die suchte einen Mann mit Erfahrung und hörte auf Kutschkes Rat. Heute sagt der FCI-Stürmer zufrieden: „,Ebi‘ hat in Dresden wieder Freude am Fußball.“

Patrick Ebert: "Hoffe, dass wir die letzten Spiele noch gut hinter uns bringen"

Ebert weiß Kutschkes Vermittlung zu schätzen: „,Kutsche‘ hat einen Riesen-Anteil daran, dass ich hier bin, weil er ein gutes Wort für mich eingelegt hat.“ Obwohl Dynamo bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und am Sonnabend (13 Uhr) den 1. FC Magdeburg in einem Abstiegsduell erwartet, hat Ebert den Schritt nach Sachsen nicht bereut: „Es macht mir hier riesigen Spaß. Ich fühle mich in diesem familiären und emotionalen Umfeld des Vereins sehr gut aufgehoben. Es war zwar nicht ganz einfach mit drei verschiedenen Trainern, aber ich hoffe, dass wir die letzten Spiele noch gut hinter uns bringen.“

​50 ehemalige Hertha-Spieler – und was aus ihnen wurde.

Marcelinho, Marko Pantelic, Niko Kovac und Adrian Ramos... Was machen die ehemaligen Hertha-Spieler eigentlich heute? Erfahrt es hier! Zur Galerie
Marcelinho, Marko Pantelic, Niko Kovac und Adrian Ramos... Was machen die ehemaligen Hertha-Spieler eigentlich heute? Erfahrt es hier! ©
Anzeige

Danach ist das Kapitel Dynamo für den Routinier, der früher viel Zeit mit seinem Kumpel Kevin-Prince Boateng verbrachte und bei Hertha als eines der größten deutschen Talente galt, längst noch nicht beendet. 22 von 24 möglichen Einsätzen hat der U21-Europameister von 2009 in der schwarz-gelben Kluft bislang absolviert, sein Einjahresvertrag verlängerte sich damit nach dem 2:2 gegen Bochum automatisch um ein weiteres Jahr bis 2020.

Ebert: "Den Park von Sanssouci liebe ich"

Ist der Klassenerhalt geschafft, dann kann der begnadete Rechtsfuß mit dem Gefühl für den genialen Pass wieder etwas mehr Zeit bei der Familie verbringen. Seine Mutter und die Großeltern wohnen noch in Potsdam, der Vater auf der anderen Seite der Glienicker Brücke im nahen Berlin-Wannsee. „Ich habe zwar nie lange in Potsdam gewohnt, weil ich sehr früh – in meinem zweiten Lebensjahr – mit meiner Mutter nach Schleswig-Holstein gegangen und 1998 von dort nach Berlin umgezogen bin, aber ich mag die Stadt und bin oft da. Sie ist sehr schön und sie wird immer schöner. Ich gehe gern mit meinen Großeltern spazieren, den Park von Sanssouci liebe ich.“

In der sächsischen Residenz findet Ebert zwar auch leicht lohnenswerte Ausflugsziele – er trainiert sogar im Großen Garten, bis das neue Dynamo-Trainingszentrum im Ostragehege (Baukosten: 18,9 Millionen Euro) im Frühjahr 2020 fertig ist –, doch Ruhe abseits des Platzes zu finden, ist nicht immer so einfach. „Ebi“, wie ihn auch die Dresdner Mitspieler und Fans nennen, steht im fußballverrückten Elbflorenz im Rampenlicht.

Derby gegen Magdeburg vor ausverkauftem Haus

Erst recht, seit er für den wiederholt verletzten Marco Hartmann die Kapitänsbinde trägt. Am Sonnabend, einen Tag vor seinem 32. Geburtstag, wird sie Ebert wieder überstreifen, wenn es für die Truppe des neuen Trainers Cristian Fiel (39) vor 30. 000 erwartungsvollen Fans im längst ausverkauften Harbig-Stadion gegen den 1. FC Magdeburg geht. Ein Spiel, das vom Drumherum Erstliga-Format besitzt und auch Ebert (109 Bundesliga-Spiele) noch begeistern kann: „Das ist schon was Besonderes, weil ich weiß, was es den Leuten hier bedeutet. Ich werde alles dafür tun, sie nicht zu enttäuschen.“ Besuch aus Potsdam soll sich übrigens auch angesagt haben.

In Bildern: 64 ehemalige Spieler der Hertha BSC-Akademie und was aus ihnen wurde

Jerome Boateng (v.l.), Alexander Madlung und Sejad Salihovic sind nur drei prominente Beispiele für ehemalige Akademie-Spieler von Hertha BSC. Klickt euch durch unsere Galerie und erfahrt, welche Spieler den Sprung von den Hertha-Bubis in den Profifußball geschafft haben! Zur Galerie
Jerome Boateng (v.l.), Alexander Madlung und Sejad Salihovic sind nur drei prominente Beispiele für ehemalige Akademie-Spieler von Hertha BSC. Klickt euch durch unsere Galerie und erfahrt, welche Spieler den Sprung von den Hertha-Bubis in den Profifußball geschafft haben! ©

ANZEIGE: 50% Rabatt auf 5-teiliges Trainingsset! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt