10. Februar 2020 / 15:30 Uhr

"Praline" verpasst: Jetzt will der TV Jahn ein Bonbon zum Abschluss

"Praline" verpasst: Jetzt will der TV Jahn ein Bonbon zum Abschluss

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der Kämpfer des Tages: Jahn-Kapitän Niklas Schulz gewann sein Einzel im Topspiel gegen Bremen.
"Der Kämpfer des Tages:" Jahn-Kapitän Niklas Schulz gewann sein Einzel im Topspiel gegen Bremen. © Gero Gerewitz
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Nach dem Topspiel gegen den Bremer TV machten sich bei den Tennisspielern des TV Jahn gemischte Gefühle breit. Den Nordliga-Verbleib hatten sie zwar in der Tasche, die „Praline“, wie es Trainer Milan Pesicka nannte, sackten aber die Gäste ein. Die Hansestädter sicherten sich durch den 4:2-Sieg in Wolfsburg Titelgewinn und Aufstieg.

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"Die Halle war voll"

Die Hausherren hatten eigens für die Zuschauer einen Court reserviert. „Die Halle war voll“, freute sich Milan Pesicka. „Dafür können wir uns nur bedanken. Die Atmosphäre war genial.“ Und wie das sportliche Niveau eines Spitzenspiels würdig. Nur Wolfsburgs Michal Franek erwischte im Top-Duell mit Elmar Ejupovic „nicht seinen besten Tag“, bedauerte der Jahn-Coach. „Michal hat sich nicht ganz wohl gefühlt, sein Gegner hat das Match dominiert.“ Am Ende gewann Ejupovic mit 6:4, 6:2.

Derweil hielt Marek Pesicka gegen Christian Hirschmüller gut mit, „aber zwei Aufschlagverluste waren gegen diesen Zwei-Meter-Hünen zu viel“, erklärte Milan Pesicka nach der 4:6, 3:6-Niederlage seines Sohnes. Trotzdem durfte sein Team vor den Doppeln noch vom Meistertitel träumen.

Das lag an Niklas Schulz („Unser Kämpfer des Tages“) und Petr Michnev. Während Kapitän Schulz den Bremer Luis Lentz mit 7:5, 2:6, 10:6 niederrang, hatte Michnev nur im zweiten Satz etwas Probleme. Letztlich siegte der Tscheche gegen Jannik Schepers mit 6:1, 7:6.

Zwischenzeitlich liegen die Jahn-Doppel vorn

„Im Doppel haben wir dann die richtige Aufstellung gewählt“, sagte Milan Pesicka. Zeitweise sah’s sehr vielversprechend aus, beide Jahn-Duos führten. „Trotzdem“, so der Coach seufzend, „mussten wir die Punkte abgeben.“ Franek/Michnev unterlagen Ejupovic/Hirschmüller mit 6:3, 4:6, 9:11, Marek Pesicka/Schulz zogen gegen Lentz/Schepers mit 6:7, 3:6 den Kürzeren.

Immerhin: Weil Schlusslicht Club an der Alster II beim Klipper THC nur 3:3 spielte, ist Wolfsburg gerettet. Milan Pesicka: „Die Jungs legen eine tolle Saison hin.“ Gekrönt werden kann sie am Samstag (11 Uhr) bei der TG Hannover, ein Remis reicht zum Sprung auf Platz zwei. Das wäre zwar nicht die erhoffte „Praline“, aber ein Bonbon zum Abschluss.

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