09. November 2020 / 07:50 Uhr

Zwist mit Curtius: DFB-Vize Frymuth glaubt nicht an Abgang von Präsident Keller - "Zielorientiert weiterarbeiten"

Zwist mit Curtius: DFB-Vize Frymuth glaubt nicht an Abgang von Präsident Keller - "Zielorientiert weiterarbeiten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller (l.) und Vizepräsident Peter Frymuth.
DFB-Präsident Fritz Keller (l.) und Vizepräsident Peter Frymuth. © imago images/Eibner
Anzeige

Trotz der internen Dissonanzen zwischen DFB-Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius glaubt Vizepräsident Peter Frymuth nicht an einen freiwilligen Keller-Rückzug. "Ich kann nicht erkennen, dass es da andere Überlegungen gibt", sagte er der ARD.

Anzeige

Vizepräsident Peter Frymuth geht nicht davon aus, dass DFB-Präsident Fritz Keller in der derzeitigen Krise den Deutschen Fußball-Bund (DFB) verlassen könnte. "Ich kann nicht erkennen, dass Fritz Keller in diese Richtung irgendwelche Absichten hat. Ich würde mir auch wünschen, dass Keller weiter die Rolle einnimmt, die er vom Bundestag übertragen bekommen hat. Ich kann nicht erkennen, dass es da andere Überlegungen gibt“, sagte Frymuth auf eine entsprechende Frage am Sonntagabend in der ARD-Sportschau in Köln.

Anzeige

Im DFB-Präsidium hatte es im Anschluss an die Steuerrazzia in der Frankfurter Verbandszentrale zuletzt Unstimmigkeiten zwischen Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius gegeben. Man habe "all diese Punkte im internen Bereich erörtert“, berichtete Frymuth. Man habe alle Unstimmigkeiten diskutiert und wolle nun „zielorientiert weiterarbeiten“. Keller hat sein Amt als DFB-Präsident erst im Herbst 2019 angetreten.

Mehr vom SPORTBUZZER

Das Tischtuch zwischen Keller und Curtius gilt als zerschnitten, so ist aus Verbandskreisen zu hören. Dabei geht es vor allem um die Aufarbeitung der Verfehlungen der Vergangenheit. Die aktuellen Ermittlungen in der Steueraffäre (auch gegen Curtius) boten weiteren Zündstoff, genau wie der Rücktritt von DFL-Boss Christian Seifert aus dem DFB-Präsidialausschuss. Angeblich soll Keller sogar bereits Ende letzten Jahres eine Agentur beauftragt haben, einen Nachfolger für seinen Generalsekretär zu suchen, berichtet der Kicker.

Die zerrüttete Führungsspitze des DFB wolle sich jedoch zusammenraufen, hieß es Ende Oktober. Die internen Dissonanzen sollen "schrittweise" aufgearbeitet werden, teilte der Verband mit und zitierte die beiden Funktionäre einsichtig. Das Präsidium stehe klar hinter dem Weg, "die Interessen des Fußballs" in den Vordergrund zu stellen und den "bereits eingeschlagenen Veränderungsprozess" fortzusetzen, hieß es.