08. April 2019 / 16:10 Uhr

Preetz fordert Reaktion: Rückrunden-Einbruch „nicht hinzunehmen“

Preetz fordert Reaktion: Rückrunden-Einbruch „nicht hinzunehmen“

dpa
Michael Preetz
Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz findet klare Worte nach der enttäuschenden Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf. © Swen Pförtner
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Bundesliga: Nach einer bisher zum wiederholten Male enttäuschenden Rückrunde, nimmt die Kritik an Hertha-Trainer Pal Dardai zu.

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Die Forderung an Pal Dardai und sein Team von Hertha BSC ist deutlich. Vor dem Start in die Trainingswoche für das Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim am Sonntag pocht Geschäftsführer Michael Preetz auf eine Reaktion auf die vierte Niederlage in Serie - will den Coach aber öffentlich zumindest nicht in Frage stellen.„Hört auf damit“, antwortete Preetz den Zeitungen „Bild“ und „B.Z.“ auf eine entsprechende Frage nach dem Chefcoach. „Es sind hier jetzt alle gefragt - und in erster Linie die, die auf dem Platz stehen. Da sollte sich jetzt mal jeder Einzelne selbst auf die Brust klopfen und hinterfragen, ob er wirklich alles investiert hat.“

Nicht erst vor dem 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf hatten sich öffentlich Dissonanzen in der Bewertung der Leistung des Berliner Fußball-Bundesligisten zwischen Trainer und Manager offenbart. Während Dardai nun auch weiterhin partout keine „Krise“ erkennen will, fällte der Manager ein härteres Urteil. „Das ist nicht einfach so hinzunehmen, dass wir immer in der Rückrunde einbrechen“, betonte Preetz. „Es gibt da auch keinen logischen Zusammenhang. Es sind jetzt noch sechs Spiele, wo es genug Punkte gibt. Da will ich jetzt eine Reaktion sehen.“

Die Marktwerte der Spieler von Hertha BSC - und wie sie sich seit Dezember 2018 verändert haben (Stand: 6. März 2019, Quelle: transfermarkt.de)

Marko Grujic (r.) ist bei Hertha BSC der Marktwertgewinner. Doch es gibt auch Verlierer. In unserer Galerie seht ihr alle neuen Bewertungen durch das Portal transfermarkt.de für die Hauptstädter. Zur Galerie
Marko Grujic (r.) ist bei Hertha BSC der Marktwertgewinner. Doch es gibt auch Verlierer. In unserer Galerie seht ihr alle neuen Bewertungen durch das Portal transfermarkt.de für die Hauptstädter. ©
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Der Leistungsabfall in der Rückrunde ist chronisch bei Hertha. Seit dem Wiederaufstieg 2013 holten die Berliner in keiner Rückrunde 20 Zähler oder mehr. Auch in den drei kompletten Spielzeiten unter Dardai zeigte sich stets ein Negativtrend: 2017/18 (Hinrunde: 24 Punkte; Rückrunde: 19 Punkte), 2016/17 (Hinrunde: 30 Punkte; Rückrunde: 19 Punkte) und auch 2015/16 (Hinrunde: 32 Punkte; Rückrunde: 18 Punkte).

Diese zweite Halbserie kommt Hertha bislang in elf Spielen lediglich auf einen Zähler pro Partie im Schnitt. Dennoch wäre - Stand jetzt - eine vorzeitiges Ende der Zeit von Dardai, der einen unbefristeten Vertrag bei Hertha besitzt, als Cheftrainer eine Überraschung. Ob die Berliner aber auch in die kommende Bundesliga-Saison mit der Vereinsikone gehen, könnten auch die sechs Auftritte im Saisonfinale entscheiden.

Auf Aussagen von Preetz über die jüngsten Leistungen angesprochen, sagte der Ungar: „Die Entwicklung sieht er. Die Ergebnisse sind nicht da, er will Ergebnisse. Wenn er keine Entwicklung sieht, müsst ihr mit ihm darüber reden.“ Der Manager könne auch Druck ausüben. „Das ist sein Recht. Er kann auch den Trainer kritisieren, damit habe ich kein Problem.“

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