25. September 2021 / 13:10 Uhr

Premier-League-Aufstieg, EM-Titel mit U21: Brentford-Profi Janelt blickt vor Liverpool-Spiel auf Erfolgs-Jahr

Premier-League-Aufstieg, EM-Titel mit U21: Brentford-Profi Janelt blickt vor Liverpool-Spiel auf Erfolgs-Jahr

Hendrik Buchheister
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vitaly Janelt blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
Vitaly Janelt blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. © Getty (Montage)
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Für Vitaly Janelt verliefen die vergangenen 12 Monate nach Maß. Mit der deutschen U21-Nationalmannschaft holte er den EM-Titel, mit dem FC Brentford ging es hoch in die Premier League. Dort geht es nun gegen internationale Schwergewichte wie den FC Liverpool. Vor der Partie gegen die "Reds" schaut der 23-Jährige im SPORTBUZZER-Interview zurück.

Vitaly Janelt (23) hat ein traumhaftes Fußball-Jahr hinter sich. Der Hamburger ist mit dem englischen Klub FC Brentford in die Premier League aufgestiegen und mit der deutschen U21-Auswahl Europameister geworden. Vor dem Heimspiel gegen den FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp am Samstag (18.30 Uhr, Sky) hat er über seinen bisherigen Weg gesprochen.

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SPORTBUZZER: Herr Janelt, bei Ihnen ist viel passiert. Sie sind zum FC Brentford gewechselt, in die Premier League aufgestiegen und haben mit der U21 den EM-Titel geholt. Wenn Sie diese Zeit mit einem Wort beschreiben müssten, welches wäre das?

Vitaly Janelt (23): Puh. Der Wechsel nach England und dann direkt der Aufstieg – schöner hätte es nicht laufen können. Die U21-EM war die Krönung. Ich kann das alles immer noch nicht glauben. Es ist der absolute Wahnsinn. Das wäre das Wort: Wahnsinn.

Als Sie im Oktober 2020 vom VfL Bochum nach Brentford wechselten, hieß es, dass Sie eine Weile brauchen würden, um sich zu akklimatisieren. Das ging dann aber doch schnell.

Genau. Fußball hat manchmal auch ein bisschen was mit Glück zu tun. Ich bin damals gewechselt, weil ich eine neue Herausforderung wollte. Ich habe direkt meine Chance bekommen und genutzt. Nach drei Spielen zwischen Startelf und Einwechselung habe ich danach alle Spiele von Anfang an gespielt. Ich habe meinen Job sehr gut gemacht, womit vielleicht nicht jeder gerechnet hat, da sie dachten, ich bräuchte mehr Zeit.

Der Start in die Premier-League-Saison lief gut. Fünf Spiele, acht Punkte. Sie haben jeweils von Anfang an gespielt. Höhepunkt war sicher das 2:0 zum Auftakt gegen Arsenal.


Auf jeden Fall. Einen schöneren Einstand in der Premier League kann man sich nicht wünschen. Für Brentford war es das erste Erstliga-Spiel seit 74 Jahren, und das vor ausverkauftem Haus in unserem neuen Stadion. Es fällt mir immer noch schwer, das in Worte zu fassen.

In einer Riege mit den internationalen Schwergewichten

Sie bekommen es in der Premier League mit großen Namen zu tun – Manchester City, Liverpool, Chelsea, Manchester United. Was überwiegt? Die Vorfreude oder der Respekt?

Ganz klar die Vorfreude. Wir versuchen, gegen jeden Gegner unsere Chance zu suchen. Jeder von uns weiß, was für uns möglich ist, wenn wir unser Potenzial abrufen.

Was denn?

Jeder Aufsteiger will erst mal die Klasse halten. Das ist auch unser Ziel, und das trauen wir uns auf jeden Fall zu – definitiv. Alles andere wäre ein Bonus.

Janelt: "Jederzeit bereit" für A-Kader beim DFB

Sie sind U21-Europameister und Stammspieler in der Premier League. Sie haben doch sicher Ambitionen Richtung A-Nationalelf.

Ich wäre natürlich jederzeit bereit. Aber es muss alles Schritt für Schritt passieren. Je besser wir bei Brentford als Mannschaft spielen, desto mehr fallen auch die einzelnen Spieler auf. Wenn irgendwann ein Anruf des Bundestrainers kommt, würde ich mich extrem freuen. Aber bis dahin ist es noch weit.

Wenn über die Deutschen in der Premier League gesprochen wird, wird über Thomas Tuchel, Jürgen Klopp, Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger oder Ilkay Gündogan gesprochen – nicht über Vitaly Janelt. Stört Sie das?

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Nein, das ist mir egal. Die genannten Trainer und Spieler sind absolute Weltklasse. Ich bin gerade erst aufgestiegen und bin einfach froh, dabei zu sein bei dem, was Brentford auf die Beine stellt.